Ein Unikum der Glasreinigung

Der Kuttnick-Leiterbau ist mit seinem Angebot für die Glasreinigungsbrache eine Besonderheit weit über die Grenzen Berlins hinaus. Der Betrieb wurde 1923 gegründet und existiert nun schon in der 3. Generation. Herr Kuttnick, tatkräftig unterstützt von seiner Frau, bietet ein absolut breites Sortiment speziell für den Glasreinger an und hat nicht nur Unger sondern auch Lewi, Ettore, Vermop, Sörbo und viele weitere Anbieter von Glasreinigungsprodukten im Programm. Seine Fensterschlüssel, eine spezielle Eigenherstellung, sind in den Fachbetrieben der Glasreinigung sehr beliebt und aus diesem Grund schnell ausverkauft und nicht immer zu haben. Das Unternehmen stellt seit Anbeginn leichte Holzleitern für Glasreiniger her, Qualitätsprodukte, die lange Jahre halten und von Herrn Kuttnick bei Bedarf jederzeit überarbeitet und hohen Sicherheitsansprüchen gerecht gemacht werden. Herr Kuttnick ist nun in einem Alter, in dem er seinen Betrieb – da er nicht in der Familie weitergegeben werden kann – an einen fachkompetenten, engagierten Interessierten (mit dem nötigen Geld) abgeben möchte. Vielleicht hat ja einer von Ihnen daran Interesse? Unter www.leiterbau-kuttnick.de finden Sie mehr über das Unternehmen. Ich persönlich wünsche mir für die Glasreinigung in Berlin und unsere Branche, dass der Betrieb noch viele Jahre weiterbesteht. Herr und Frau Kuttnick freuen sich auf Ihren Besuch!

 

 

 

Berliner Fensterreiniger reinigt Fenster im Land Brandenburg

Über eine Berliner Hausverwaltung bekamen wir in Werder/Havel einen Auftrag für die Glasreinigung von verglasten Treppenhäusern. Der Auftrag war nicht leicht durchzuführen, da auch die verglasten Dächer auf ca. 9 Meter Höhe zu reinigen waren und es viele feststehende Glaselemente gab.

Warum haben wir Berliner Glasreinigungsunternehmen eigentlich den Auftrag in Brandenburg bekommen? Weiß doch jeder in der Branche, dass die Glasreinigerlöhne im Land Brandenburg um über 20% niedriger sind und dementsprechend die Angebote der Ortseinsässigen normalerweise deutlich günstiger sein können? Ich glaube, dass das Objekt für den normalen Glasreiniger zu kompliziert war und unsere speziellen Techniken die Lohnkosten verringert haben. Über 20 %, das ist viel, das schafft man allerdings nicht oft! 

Entsprechend war die Reaktion vor Ort:

Wir fuhren mit unsrem KlarOs-Autos in die Wohnsiedlung und packten aus, da kam ein Mann mit einem Wischgestell unter dem Arm – also irgendwo ein Kollege – auf uns zu und sagte: „So, so, Ihr kommt aus Berlin – und reinigt hier unsere Fenster….?!“  Und damit drückte er ohne weitere Worte aus, dass ihm das nicht gefiel. Meine prompte Antwort war deshalb: „Ja, ja, der Weg von Berlin nach Werder ist ja genauso weit wie der Weg von Werder nach Berlin!“  Ob er ver-standen hat, was ich damit sagten wollte? Ich bin mir nicht sicher:

Müssen wir als Berliner nicht oft genug zähneknirschend akzeptieren, dass der Lohnvorteil von den Brandenburgern genutzt wird, obwohl sie eigentlich in Berlin 11.33 € bezahlen müssten? Aber da halten sich sicher nur wenige Glasreinigungsunternehmen dran. Der Weg zur Arbeit nach Berlin ist normal, der Weg des Glasreinigers von Berlin nach Werder jedoch nicht.

Der Tarifunterschied zwischen Ost und West ist eine große Ungerechtigkeit. Leider halten auch die Innungsmitglieder in Brandenburg – das musste ich schon vor Jahren persönlich erfahren – aus besagten wirtschaftlichen Gründen sehr gern daran fest.

Karl Wachenfeld – ich arbeitete mehrere Jahre in Potsdam und Bielefeld, die meiste Zeit aber in Berlin.

Glasreinigung / Fensterreinigung contra Unterhaltsreinigung

Als ich mich mit der Glasreinigung selbständig machte hatte ich immer die Befürchtung, dass ich meine Kunden an die Mitbewerber in der Unterhaltsreinigung verlieren könnte. Dieses nach der Parole: Alles in eine Hand vergeben. Und schließlich sind die Gebäudereiniger in der Unterhaltsreinigung permanent im Objekt und haben meist einen guten Kontakt zum KUnden.

Und in der Tat habe ich bisher zwei bis drei Kunden auf diesem Wege abgeben müssen. Aber zwei bis drei Kunden, das ist nichts gegen die mehr als 100 neuen Kunden, die wir jedes Jahr gewinnen.

Die Tatsache, dass wir uns auf die Glasreinigung spezialisiert haben und nicht den ganzen Bauchladen vor uns herschieben, wird von unseren Kunden sehr geschätzt. Wir konnten uns dadurch auf diesen Bereich konzentrieren, entsprechendes umfangreiches Know-How sammeln, Mitarbeiter weiterqualifizieren und alle notwendigen Geräte und Maschinen anschaffen – eine gute Voraussetzung, um unsere Glasreinigungskunden zufrieden zu stellen.

Und wenn mein Kunde mich fragt, ob wir auch die Treppenhausreinigung anbieten, verweise ich ihn auf meinen Kollegen bei den Reinigungsspezialisten, der sich auf diese Leistung, und auch wieder nur auf diese, konzentriert.

Der Kunde will seine speziellen Reinigungsprobleme abgeben können und gelöst bekommen – wir als spezialisierter Glasreinigungsbetrieb können dies in unserem Bereich leisten. Und das wird von unseren Kunden geschätzt und schafft eine langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit, die beiden Seiten guttut.

Karl Wachenfeld

Der Glasreiniger als Netzwerker

Wenn man ein Unternehmen in der Glasreinigung leitet, hat man den Kopf voll: Die Kundentermine gut koordinieren, eine Besichtigung durchführen und Angebot erstellen, den Einsatzplan für die Mitarbeiter vorbereiten, das Material (Chemie, Geräte, Maschinen) für die speziellen Aufträge zusammenstellen, die
Mitarbeiterstunden erfassen, die Rechnungen schreiben, die Daten steuerlich erfassen, und, und, und…

Da kann jeder von uns ein Liedchen singen – und es gibt Zeiten, da reicht der Tag einfach nicht aus. Und dann hat man noch die Sachen, die man gern macht und die schnell von der Hand gehen, und die anderen, vor denen man sich drückt, die man nach hinten schiebt, die einfach keinen Spaß machen. Bei mir sind das die ganzen buchhalterischen Sachen, das ist einfach nicht mein Ding. Gut, dass meine Frau das im Griff hat…

Zeit für den Kontaktaufbau zu Fachgruppen, Kundengruppen, Mitarbeit bei Xing, o.ä. bleibt da eigentlich nicht wirklich. Kostet Zeit, die man oft nicht hat, und was bringt es wirklich? Messbar ist das ja nicht.

Für mich war Netzwerken schon immer eine Sache, die mir Spaß gemacht hat. Man kommt mal aus dem eigenen Saft raus, sieht und hört etwas anderes, bekommt Anregungen oft so nebenbei, baut Vertrauen zu anderen Menschen auf – oft das wichtigste für eine gute, langfristige Geschäftsbeziehung.

Als ich vor gut 6 Jahren meine Firma KlarOs® gründete habe ich den Austausch mit Kollegen gesucht und stellte fest: Es gibt nur die Gebäudereinigerinnung, die die Großen der Branche vertritt – wirklich nichts für mich, da geht man unter und muss dafür auch noch bezahlen. Also gründete ich mit einigen Kollegen hier in Berlin den www.verein-deutscher-glasreiniger.de  Es ging nicht so rasant voran, wie ich gehofft hatte, aber es hat sich ein Netz von kollegialen Kontakten aufgebaut, das in jeder Weise hilfreich ist: Wenn es bei dem Kollegen eng wird übernimmt man Teilaufträge, man tauscht sich fachlich aus,….

In dem freien UnternehmerNetzwerk www.die-Reinigungsspezialisten.info treffe ich mich monatlich einmal in gemütlicher Runde an unterschiedlichen Orten Berlins, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Da man hier keinen direkten Konkurrenten hat – es gibt nur einen Fensterreiniger, einen Aufzugreiniger, einen Treppenhausreiniger, einen Teppichreiniger, einen Steinreiniger, einen Trockeneisreiniger,… – kann man offen und ehrlich miteinander reden und braucht keine Lügengeschichten aufzutischen.

Da ich in Lichtenrade, einem kleinen Ortsteil im südlichen Berlin, wohne, haben wir uns zum www.un-lichtenrade.de (Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade) zusammengeschlossen, eine Unternehmergruppe aus Handel, Dienstleistung, Handwerk, Industrie, die das Interesse des Ortsteils im Auge hat und das Geld im Ortsteil verdienen, es aber auch dort gern ausgeben möchte.

Ich möchte diese Kontakte nicht missen! Es sind Freundschaften entstanden, die über den wirtschaftlichen Vorteil des Netzwerkens weit hinaus gehen.

Wie sind Ihre Netzwerkaktivitäten? Haben Sie Anmerkungen zu meinen?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung: Registrieren (siehe unten) und antworten!

Viele Grüße von Karl Wachenfeld

Selbstaendig machen in der Glasreinigung – der Branchenfremde (3)

Heute beschäftige ich mich mit dem Branchenfremden, der sich mit der Fensterreinigung / Glasreinigung selbständig machen will.

Auf den Branchenfremden, der sich in der Glasreinigung / Fensterreinigung selbständig machen will, kommen viele Probleme zu:

  • Wo kommen die Kunden her?
  • Wie tickt die Branche?
  • Wie wird ein Fenster schnell und gut gereinigt?
  • Wie sind die Quadratmeter-Preise?
  • Wie komme ich an Kollegen ran, die mich im Bedarfsfall unterstützen?
  • und, und, und….

Oft wird unterschätzt, dass ein guter Glasreiniger einige Jahre Praxis braucht, um wirklich schnell und gut zu sein. Und nur dann kann man hier Geld verdienen.

Die Situation des Branchenfremden betrachte ich als sehr schwierig! Da sollte man lieber die Finger davon lassen.

Gehören Sie zur Gruppe 1, 2 oder 3 und möchten sich hierzu mit mir austauschen, freue ich mich sehr darüber. Jede Frage, jeder Kommentar ist erlaubt. Welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht?

Berlin, 03.05.13       Karl Wachenfeld – KlarOs®