Selbständigkeit machen in der Glasreinigung (7) – Kontakte vertiefen

Habe ich in dem letzten Blog darüber berichtet, wie man persönliche und berufliche  Kontakte für die ersten Schritte in die Selbständigkeit nutzt so möchte ich heute darüber sprechen, wie man unternehmerische Kontakte weiter ausbaut.

Kollegiale Netzwerke nutzen

Bauen Sie sich gezielt ein kollegiales Netzwerk auf. Das können Sie tun, indem Sie sich regelmäßig mit einzelnen Kollegen oder im Kollegenkreis treffen und über dies und das, aber auch über Ihre aktuellen unternehmerischen Themen sprechen. Ihre Offenheit schafft Offenheit Ihnen gegenüber, und einer muss doch damit anfangen.

In der Gebäudereinigung herrscht die Angst vor, Geheimnisse preiszugeben und der Kollege wird immer als Konkurrent anzusehen. Das ist großer Quatsch und entspricht absolut nicht meinen Erfahrungen! Bauen Sie kollegiale Kontakte langsam und systematisch zu kollegialen Freundschaften auf, dann werden Sie bald den Kollegen bei einem großen Auftrag unterstützen können, den fachlichen Rat so nebenbei bekommen, mehr über die Mitbewerber erfahren, und viele weitere Tipps bekommen. Diese Kontakte schaffen große Handlungssicherheit und werden langfristig auch Ihren Umsatz stärkend sein!

Regionale Unternehmernetzwerke nutzen

Sie haben Schwierigkeiten, dieses Netzwerk selbst aufzubauen? Dann gucken Sie sich doch einmal in Ihrer Stadt um. Gibt es da nicht ein Unternehmernetzwerk, einen Wirtschaftsausschuss im Stadtparlament, eine Bürgerinitiative, die zu Ihnen passt? Da muss man nicht unbedingt/keinesfalls in einer Partei sein, um sich bekannt zu machen und Ihre unternehmerische Interessen öffentlich zu vertreten.

Und wenn es ähnliches bei Ihnen noch nicht gibt dann könnten Sie der Netzwerk-Initiator sein. Das kostet zwar Zeit und Engagement, aber es kann sich langfristig für Sie lohnen. Auf diese Art habe ich in meinem Berliner Stadtteil das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade mit über 30 Mitgliedern gegründet; die freundschaftlichen Kontakte und unternehmerischen Ratschläge möchte ich nicht mehr missen.

Das spezialisierte Unternehmernetzwerk

Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem Netzwerk der Reinigungsspezialisten gemacht. Hier haben wir ein Netzwerk aus Spezialisten in der Reinigung gegründet: Glasreinigung, Jalousienreinigung, Teppichreinigung, Aufgangsreiniguing, Graffitireinigung, Aufzugreinigung, Trockeneisreinigung, Ozonreinigung, usw. Das ist wohl eher in größeren Städten möglich, wo sich aus der Masse der Gebäudereiniger das Spezialistentum entwickeln kann. Aber hier ist der Vorteil, dass man wirklich keinen Konkurrenten in der Runde hat (Nur jeweils ein Spezialist aus einem Spezialgebiet!). Dadurch ist wird Gespräch untereinander sehr offen geführt. Und Sie glauben nicht, wie viele Verbindungen es gibt. Kundenkontakte werden weitergeben, Hilfe wird geleistet, Ratschläge gibt es kostenlos…

Sie wollen ja als junger Unternehmer Ihr Unternehmen stärken und für die Zukunft rüsten. Da müssen Sie sich ins Zeug legen. Kontakte führen zum Verkauf – nutzen Sie diese Möglichkeit.

Ihr Karl Wachenfeld

 

Selbständig machen in der Glasreinigung (6) – eigene Kontakte nutzen

Natürlich müssen Sie finanzielle Mittel haben, natürlich muss man Mut haben, natürlich muss man ein Konzept haben – doch vergessen Sie bitte nicht ein umfangreiches, arbeitsfähiges Kontaktnetz aufzubauen!

Wofür brauchen Sie Sie Kontakte auf dem Weg in die Selbständigkeit und als Unternehmer? Um Fragen schnell und qualifiziert beantworten zu können und um Hilfen in vielen Situationen zu bekommen!

Ihre kollegialen Kontakte:

Wahrscheinlich haben Sie im Laufe Ihrer Ausbildungs- und Berufszeit viele Kollegen kennengelernt. Manche möchte man vielleicht gar nicht mehr wiedersehen. Bei anderen schätzt man Ihr Fachwissen, man hat sie als Kollegen schätzen gelernt, man ruft an, wenn man mal einen Rat braucht, man hat durchgerufen, um nachzufragen, ob in dem Unternehmen ein Glasreiniger gebraucht wird, und, und, ….

Ihre persönlichen Kontakte:

Die sind so vielfältig, wie die Facetten Ihres Lebens: die Verwandtschaft, die früheren Schulkontakte, die Nachbarn, die Vereinsmitglieder, die Eltern der Kinder im Kinderladen/in der Schule, die sporadischen Kontakte wie Bank, Versicherung, Autowerkstadt, der Bäcker um die Ecke, die Tankstelle, usw.

Kontakte, die Sie qualifiziert haben:

Die Berufsschullehrer, die Referenten von speziellen Weiterbildungsmaßnahmen, der Vorarbeiter und Meister in Ihrem Betrieb, die Weiterbildungsinstitute,….

Diese Liste lässt sich – entsprechend Ihrer Interessen – beliebig erweitern.

Und jetzt meine Frage: Haben Sie all diese Kontakte in irgendeiner Weise niedergeschrieben/ festgehalten? Oder sind einige im Handy gespeichert, einige Visitenkarten abgelegt? Einige Kontakte hat man im Kopf? Bei einigen weiß man, wonach man im Internet suchen muss?

OK, ich denke, meist sind Ihre Kontakte nicht wirklich systematisch gesammelt mit Emailadresse, Webseite, Telefonnummer, Funknummer, vollständiger Adresse.

Schade, Sie verschenken hier viele Möglichkeiten, die Ihnen bei Ihrem Weg in die Selbständigkeit oft weiterhelfen können!

Meine Empfehlung: Geben Sie jeden Kontakt in einer Datenbank z.B. wie Outlook ein. Dann geht er nicht verloren und man kann einzelne Ergänzungen oder Änderungen (neue Handynummer) schnell vornehmen. Diese Datei ist die Grundlage für Unterstützung, Rat, Hilfe und bald werden Sie hier auch die ersten Kunden finden. Wenn das der Fall ist, sollten Sie verschiedene Kontaktgruppen anlegen und z.B. Privatkontakte, Kunden, potentielle Kunden, usw. (Das ist dann aber schon der zweite Schritt.)

So haben Sie die Möglichkeit über Serienbriefe – hier empfehle ich das Outlook-Zusatztool www.Monewsletter.de für einmalig ca. 30 € einzusetzen – Ihre Kunden persönlich anzusprechen und regelmäßig zu informieren, sei es über besondere Angebote, eine Tariferhöhung, oder… und natürlich können Sie hiermit dann auch Ihre zukünftigen (potentiellen) Kunden bewerben.

Ist Ihnen schon mal das Handy weggekommen, die Visitenkarte war nicht mehr aufzufinden, o.ä.?

Deshalb: Die Handykontakte regelmäßig auf dem Computer abspeichern! Und von Ihrem Computer wöchentlich eine Sicherungsdatei ziehen. Über eine externe Festplatte ist das kein Problem. Ja, werden Sie professionell in Ihrer Arbeitsweise – das hilft ungemein! Und starten Sie damit sofort!

Ein Klick in Outlook und die haben den Kontakt zu

…. dem Kollegen, der für Sie arbeiten würde
…. dem früheren Ausbilder, der Ihnen bei dem fachlichen Problem weiterhilft
…. dem Versicherungsagenten, der Ihnen für Ihre Selbständigkeit Angebote
unterbreiten kann
…. dem Vereinsmitglied, mit dem Sie Fußball spielen, und der als Kunde für Sie
interessant ist…

Diese Reihenfolge kann beliebig erweitert werden.

Voraussetzung für eine Kontaktnutzung ist die systematische Kontaktablage, ich hoffe, diese Botschaft konnte ich vermitteln. Kontakte helfen dem, der sie hat!

Viele Grüße – und nehmen Sie mich als Kontakt mit auf, wenn Sie Fragen zur Selbständigkeit oder zur Glasreinigung haben!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs®

Kratzer im Glas! Wer ist der Schuldige?

Die Glasreinigung ist durchgeführt, die Rechnung geschrieben – und plötzlich der Anruf: „Ihre Mitarbeiter haben unser Glas zerkratzt!“ Der Atem stockt und man möchte im ersten Moment abtauchen. OK, ruhig bleiben! Erst mal sehen, was genau passiert ist. Man macht einen Besichtigungstermin aus und signalisiert, dass man die Meldung ernst nicht und ihr nachgeht.

Vor Ort sieht man: die Scheiben haben schon viele Jahre auf dem Buckel und sind schon oft gereinigt worden. Aber bisher war kein Kratzer im Glas, zumindest versichern das die Bewohner.

Schaut man sich das Schadensbild genauer an, stellt man fest, dass es eine Menge von Kratzern gibt, die nichts mit der Bewegung des Einwaschers oder des Abziehers zu tun haben. Da man bei der regelmäßigen Glasreinigung auch nicht mit der Klinge arbeitet, kann eine Beschädigung durch die letzte Glasreinigung eher ausgeschlossen werden. Somit ist man eigentlich aus dem Schneider, aber der Kunde kann und will das oft nicht so hinnehmen.

Was ist passiert? Oft gibt es dünne Krater im Glas, die man bei verschmutzten Scheiben schlecht sieht. Besonders gut kommen die Kratzer zum Vorschein, wenn die Sonne – so im Januar und Februar – tief steht und das Glas gerade geputzt wurde. Da ist es doch nachzuvollziehen, dass der Kunde den aktuellen Glasreiniger in die Pflicht nehmen will.

Argumentieren Sie mit Ihrem technischen Wissen, dem Alter der Scheiben und dem typisch menschlichen Verhalten, dass man tausend Mal durch das Fenster sieht und beim tausendersten Mal fällt einem der alte Kratzer auf.

Wenn all Ihre Argumente nicht ziehen formulieren Sie alles noch einmal schriftlich:

  • Das genaue Schadensbild
  • Ihre Arbeitsweise
  • Ihre Bewertung

und empfehlen Sie dem Kunden sich an einen Sachverständigen für Glasreinigungs-schäden zu wenden. Wenn Sie so offensiv sind werden Sie vielleicht den Kunden nicht überzeugen können, aber damit den Fall eher abschließen, als weitertragen.

Ich wünsche Ihnen möglichst wenige Schadensfälle, die Sie bearbeiten müssen.

Ihr Karl Wachenfeld – der Glasreinigungsspezialist