Den eigenen Schweinehund überwinden – die Aufschieberitis

Vermutlich kennen das viele von Ihnen:

  • Ein dringendes Angebot muss geschrieben werden
  • Die Rechnungen für diesen Monat wollen gestellt werden
  • Die Buchhaltung und die Umsatzsteuererklärung warten ebenfalls

Bevor Sie überhaupt mit diesem lästigen Schreibkram anfangen können, fällt Ihnen ein, dass Sie noch unbedingt ein technisches Gerät prüfen müssen. Oder ein Kunde ruft an, weil er Ihre Dienste benötigt.

Natürlich ist beides viel wichtiger!

Also lassen Sie am Schreibtisch alles stehen und liegen und widmen sich der handfesten Arbeit – die Büroarbeiten bleiben wieder einmal liegen…

Das ist die typische Aufschieberitis 😉

Leiden Sie nur gelegentlich darunter, ist dies meistens nicht weiter schlimm. Wird sie chronisch, gefährdet sie auf Dauer Ihr Unternehmen: Das Finanzamt überrascht Sie, Sie haben keinen Überblick über die eingehenden Rechnungen, die Löhne können nur gestückelt gezahlt werden,….

Sie wollen das ändern? Aber wie schafft man es, die eigenen Blockaden zu überwinden?

 

Probieren Sie es einmal mit der Scheibchen-Taktik:

Suchen Sie sich eine möglichst störungsfreie Zeit aus und verordnen Sie sich selbst z.B. eine Viertel- oder eine halbe Stunde Durchhalten für die Buchhaltung oder für das Rechnungen schreiben. Wählen Sie eine kurze Zeitdauer, die für Sie noch erträglich ist.

Egal, was Ihnen an Ablenkung durch den Kopf schießt, egal wie dringend ein Kunde seinen Anruf macht – ein Rückruf ist immer möglich -, zuerst beenden Sie diese Arbeitsphase. Erst danach geht es raus zum Kunden, in die Werkstatt oder zu dem, was Ihnen gerade eingefallen ist.

Zur Unterstützung können Sie sich einen Wecker stellen, der Sie mit seinem Klingeln aus dieser Arbeitsphase erlöst.

Verlängern Sie diese Arbeitsphase jeweils nach einer Woche um 5 Minuten, bis Sie bei einer oder eineinhalb Stunden angelangt sind.

Angenommen, Sie machen dies dreimal pro Woche oder sogar täglich, sind Sie ruckzuck mit Ihrer Büroarbeit auf dem aktuellen Stand.

 

Dieses Vorgehen hat zwei positive Aspekte:

Es geht in kleinen Schritten mit der Büroarbeit voran.

Wenn wir eine Arbeit begonnen haben, will unser Gehirn diese möglichst bald zu Ende führen. Dies bedeutet: Wenn wir eine lästige Arbeit mit einem kleinen Schritt begonnen haben, ist die Chance groß, dass wir zeitnah weitermachen.

Probieren Sie es aus! Auf diesem Wege können Sie die harte Nuss knacken!

 

Über Maren Kaiser:

Sie ist als Expertin für Zeit- und Selbstmanagement auf die Beratung von Selbstständigen und Unternehmern spezialisiert. Auf Ihrem Blog „Vom Zeitjunkie zum entspannten Erfolgsmenschen“ veröffentlicht sie regelmäßig Methoden, Tipps und Tricks rund um dieses Thema.
Maren Kaiser

Die Glasreinigung: Vorteile in der und Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Sub- und Generalunternehmer (GU)

Ich möchte Ihnen heute darüber berichten, was meine Erfahrungen als Subunternehmer, aber auch als Generalunternehmer sind und sie Ihnen verallgemeinert als Vorteile und Voraussetzungen für beide Seiten darstellen.

Vorteile für den Generalunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer aus der Glasreinigung

  • Subs können den GU bei Auftragsspitzen entlasten
  • Subs können den GU bei hohem Krankenstand personell unterstützen
  • Subs können den GU in Urlaubszeiten aushelfen

Voraussetzungen für den Generalunternehmer

Die Zusammenarbeit des Generalunternehmers mit dem Subunternehmer ist nur möglich, wenn der Sub

  • einen interessanten Stundensatz anbieten kann
  • die Arbeitsqualität stimmt und keine Nachbesserungen erfolgen
  • fair und vertrauenswürdig ist und dies in der Praxis nachweist
  • den Kontakt zum Kunden des GU nicht für seine eigenen Zwecke nutzt
  • sich in das vorhandene System des Generalunternehmers integriert
  • Spezialleistungen anbietet (Stangenreinigung, Kletterreinigung, u.a.) 

Vorteile für den Subunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer 

  • Der Glasreiniger kann als Subs seine ruhigen Zeiten besser auslasten
  • Der Glasreiniger kann als Sub seinen Umsatz erhöhen
  • Der Glasreiniger braucht diesen Auftrag nicht selbst zu akquirieren

Voraussetzungen für den Subunternehmer

Die Zusammenarbeit des Subunternehmers mit dem Generalunternehmer ist nur möglich, wenn

  • der GU akzeptable Stundenverrechnungssätze oder Pauschalsummen anbietet
  • das Angebot des GU an den Sub stimmt
  • der GU fair ist und an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist
  • der GU alle ihm zu Verfügung stehenden Leistungsinformationen weitergibt
  • der GU das Abstimmungsgespräch zwischen Sub und Auftraggeber vor Ort zulässt
  • bei gemeinsamer Auftragsbearbeitung die Mitarbeiter des GU kollegial mit den Sub-Mitarbeitern zusammen arbeiten

Berlin, 05.03.16                         Karl Wachenfeld – KlarOs