Starke Verkalkungen auf den Glasfassadenflächen an einem unserer Objekte

Immer wieder finden wir neue Kalkablagerungen auf den Scheiben. Die Verkalkungen beschäftigen uns schon, seitdem wir die Glasreinigung in diesem Objekt übernommen haben. Es handelt sich um ein vor einigen Jahren neu errichtetes Gebäude, das an seinen Außenflächen aus Beton und vielen Glasfassadenelementen besteht.

Und was passiert, wenn es regnet?

Das Regenwasser läuft über die Betonflächen oberhalb der Fenster, nimmt Kalke und Salze auf, und läuft dann weiter über die darunter liegenden Glasflächen, wo die Kalkpartikel sich zum Teil absetzen. Jeder Glasreiniger weiß: Diese Partikel verbinden sich chemisch stark mit dem Glas und sind im Rahmen der normalen turnusmäßig beauftragten Glas- und Rahmenreinigung nicht zu beseitigen.

Unsere Arbeitsweise

Hier muss regelmäßig – am besten halbjährlich – mit speziellen kalklösenden Reinigungschemikalien gearbeitet werden. Das Glas muss, um das Ergebnis zu sehen, mehrfach eingewaschen und abgezogen werden, Restverkalkungen müssen nochmals bearbeitet werden. Diese Arbeitsweise geht so lange, bis die Verkalkungen wirklich komplett beseitigt sind. Viel Arbeit heißt – hohe Kosten. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser intensive Arbeitsprozess die Kosten gegenüber der normalen Glasreinigung verdoppeln bis verdreifachen kann. Da in diesem Objekt unsere Kletterer für die Kubenreinigung eingesetzt werden, kann man sich vorstellen, wo das hinführt.

Die Abhängigkeit vom der Wetterseite

Im oben benannten Objekt sind insbesondere die dem Wetter zugewandten Flächen aktuell stark verkalkt.

Das unterschiedliche Verhalten der Bewohner

Interessant für mich zu beobachten ist, dass die Mieter sehr unterschiedlich auf dieses Problem reagieren. Für die Hausverwaltung kann das zu einem Dauerstress ausarten.

Das Grundproblem liegt bei den Architekten

Das Grundproblem liegt aus meiner Sicht bei den Architekten, die dieses Problem nicht erkannt haben. Grundsätzliche Abhilfe könnte geschaffen werden, wenn Wasserabweiser angebaut würden, so dass das Wasser von den Fenster ferngehalten wird. Aber das ist extrem teuer und stellt einen tiefen Eingriff in das Bild des Bauwerks dar.

Was können wir als Glasreiniger in diesem Falle tun?

Aus meiner Sicht sollte man jährlich, aber mindestens alle zwei Jahre eine komplette Bestandsaufnahme der Verkalkung aller Fenster vornehmen und Sie von den Kosten her bewerten. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob sich die Verkalkungen auf Festverglasungen, aber auch auf zu öffnenden Fenstern oder auf den Glaskuben befinden.

Haben Sie ähnliche Probleme? Dann schildern Sie sie hier.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Aufzugreinigung – eine spezielle Herausforderung für den Glasreiniger?

Sie sind in Berlin, Prenzlauer Berg – oder auch in jeder anderen größeren Stadt in Deutschland: Jeder kennt sie, die angebauten Glasaufzüge in den Innenhöfen der älteren Mietshäuser, die einen direkten Zugang zu den vorderen Treppenhäusern haben:

Mindestens 20 Meter hoch, ca. 4 m² Grundfläche. Glas findet man überall.

  • Der komplette Schacht ist aus Glas
  • Manchmal sind die Türen aus Glas
  • Oft sind die Kabinenwände verglast
  • Auch die Lampen in den Kabinendecken können durch eine Glasscheibe geschützt sein
  • In manchen Kabinen kann man noch Spiegelelemente finden

Alles Flächen für den Glasreiniger. Doch was einfach erscheint, ist es nicht immer:

Kleinere Glasaufzüge können mit der Stange und entionisiertem Wasser gereinigt werden. Doch oft sind die Aufzüge über 20 Meter hoch. Da muss dann der Industriekletterer ran. Wie kommt er aufs Dach? Ist der Ausstieg leicht möglich oder verschlossen? Unterstützt hier der Hausmeister/die Hausverwaltung?

Um die Glasreinigung der Kabineninnenflächen durchzuführen muss man auf die Kabine und den Aufzug von dort aus führen. Sind die technischen Kenntnisse vorhanden, ist der richtigen Aufzugschlüssel vorhanden, um die Anlage außer Betrieb zu setzen? Ein Magnet um ein paar Millimeter verschoben, und der Aufzug steht. Da ist der Glasreiniger absolut überfordert. Das kann teuer werden. Die Glasreinigung selbst ist also kein Problem, aber damit allein ist es nicht getan!

Die Glastüren können sich gegeneinander verschieben. Der Abstand ist manchmal nur einen Zentimeter. Also den Aufzug so stellen, dass man von der Kabine aus die äußeren Glastüren von innen reinigt und die inneren Glastüren werden z.B. von der Kabine aus nach oben sauber gemacht.

Das Kabineninnenglas macht kein Problem. Aber wie ist es mit dem Kabinenglas außen? Wie kommt man da heran? Oft sind zwischen der Kabine und den Rahmen des Schachts nur einige Zentimeter, wo mir mit Spezialstangen durchkommen, um von oben aus die Kabinenglasflächen zu reinigen. Nicht selten ein echtes Problem.

Die Beleuchtung ist oft hinter dem Deckenglas versteckt. Da durch kleine Spalten Fliegen und andere Insekten hineinkommen ist die Oberseite des Glases häufig schmutzig. Hier muss das Deckenglas vom Fachmann abgebaut werden, wir reinigen die Flächen, und danach werden sie wieder eingebaut.

Ein Glück, die Spiegelelement sind für den Glasreiniger kein Problem.

Wenn Sie das Glas der Aufzüge reinigen, wird man sie schnell auffordern, auch die Türtechnik, die Kabine außen, die Grube, das Gestänge, die Seile, die Türschienen und alles andere zu reinigen. Da wird es sicher nicht einfacher. Doch hierzu später.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs