Die Zukunft der Glasreinigung

Liebe Glasreiniger, wir denken, dass es immer so weitergeht: Mit Einwascher und Abzieher, ab und zu mal mit der Stange und entionisiertem Wasser…

Nein, es wird auch in unserer Branche in den nächsten Jahren Veränderungen geben, da können wir sicher sein. Doch wie werden sie aussehen? Lassen Sie uns gemeinsam ein bisschen spinnen:

Vielleicht….

….. Einmann-Hebebühnen, die problemlos in einen Kleintransporter passen und ferngesteuert werden können?
….. Abzieher, die bei Über-Kopf-Arbeiten die Wasserflotte in einem mitgeführten Behälter auffangen?
….. Glasreiniger-Boxen mit Chemie für jeden Fall (Kalk, Ruß, Umwelt, Fett, Mückenschiss, u.a.)?

Fenster mit eingebautem Fensterreinigungssystem

Ganz sicher wird es irgendwann Fenstersysteme geben, bei denen die Reinigung außen auf Knopfdruck durchgeführt werden kann. Eigentlich gar nicht so unrealistisch. Ist doch nur eine Kombination aus dem, was es schon gibt: Ein Bürstensystem, ein System für die Bürstenführung, eine Entionisierungsanlage, ein Ablaufsystem an der Außenfassade, eine Ablauf- und Wasserauffangsystem und noch einiges mehr. Mit diesem System könnte man Hochhäuser ausstatten. Die Investitionskosten wären höher, aber es gäbe nahezu keine Wartungskosten. Da sind nun die großen Fensterfirmen wie Schüco www.schueco.com gefragt auf die Gebäudereiniger zuzugehen. Meine Erfahrungen sind allerdings, dass diese großen Firmen absolut unflexibel sind und erst dann reagieren, wenn eine kleinere Firma sich mit dieser Idee einen Platz am Markt geschaffen hat. Und der typische Gebäudereiniger ist auch nicht der Innovativste und fällt als Antreiber aus.

Sie sind gefordert:

Haben Sie noch Ideen? Dann raus damit und schicken Sie mir diese zu: info@klaros-gmbh.de. Ich werde sie gerne aufgreifen und dem Blogpublikum vorstellen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

PS.: Sie können gern auch den hellen Luftballon am Blogtext oben für Ihre Antworten nutzen.

Glasreinigung – wie kann man die Stunden der Glasreiniger kontrollieren?

Ein immer wiederkehrendes Thema: Die Glasreiniger sind oft allein oder zu zweit auf der Tour und bedienen mehrere Kunden am Tag. Ganz klar, dass wir die Arbeitszeit und die Fahrzeiten zwischen den Objekten bezahlen – aber bitte nicht mehr. Wie aber kann man das sicherstellen?

Stundenkürzungen durch den Chef

Nun gibt es die verschiedenen Methoden, hier Kontrolle auszuüben – aber oft werden die Stunden vom Chef auch mit der Begründung gestrichen, dass die Arbeit zu lange gedauert hat oder das Objekt nicht die einsetzten Stunden hergibt. Dieser Weg ist sicher illegal und für einen korrekten Chef inakzeptabel!

Stundenvorgabe für die Glasreiniger

Eine Methode ist die, genaue Stundenvorgaben zu machen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn das Objekt von einem Fachmann besichtigt wurde und man sicher sein kann, dass die Vorgabe stimmt. Doch oft kommt es anders als man denkt.

• Der Kunde ist aus seinem Reinigungsrhythmus gefallen und lässt die Glasreinigung drei Monate später durchführen.
• Die Sonne brennt auf die Fensterflächen und die Reinigungsflotte trocknet uns in kurzer Zeit weg.
• Der Kollege ist heute nicht gut drauf und kommt einfach nicht in die Pötte.
• Die Arbeitstechnik muss umgestellt werden – dadurch dauert es einfach länger.
• Die Arbeit ist in der Zeit geschafft, aber die Qualität stellt den Kunden nicht zufrieden.
• Der Geselle ist mit dem Azubi unterwegs und braucht einfach mehr Zeit……

Kontrolle der Arbeits- und Fahrzeiten durch elektronische Fahrtenbücher

Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, elektronische Fahrtenbücher, z.B. das www.Bury.com , in die Firmenwagen einzubauen. So kann man nach Auslesen genau sehen, wann der Mitarbeiter im Objekt begonnen hat, wie lange er dort war, wie lange er zum nächsten Objekt gefahren ist, wann er dort ankam,…. und wann er die Arbeit im letzten Objekt abgeschlossen hat. Wichtig dabei ist nur, dass man die Auswertung mindestens regelmäßig am Monatsende macht und mit den eingereichten Stunden vergleicht. Macht schon Arbeit, aber lohnt sich. Wir selbst haben in alle Autos das Bury eingebaut, aber ich habe lange Zeit nicht konsequent verglichen – und ich muss sagen, dass Ergebnis nach genauer Kontrolle hat mich erschreckt!!!

Es scheint so, wenn wir nicht kontrollieren, rutschen sowohl die Stunden als auch die Qualität weg! Beides kann nicht in unserem Interesse sein! Wirtschaftliche Stärke garantiert den Fortbestand des Unternehmens und eine gute Leistung bindet den Kunden langfristig an uns.

Wie heißt dieser alte Spruch, den man hin und wieder hört? War das nicht: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Was ist Ihre Erfahrung zu diesem heiklen und sensiblen Thema?

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs