Korrekturen erlaubt – das eigene Unternehmen verändern!

Oft stecken wir so in der Arbeit, dass wir nur noch das Rad am Drehen halten und uns von Dringlichkeit zu Dringlichkeit hangeln: Der Einsatzplan für morgen muss fertig gemacht werden, die interessante Anfrage darf nicht warten, die Rechnungen müssen geschrieben werden und in die Post….

Da bleibt oft auf der Strecke darüber nachzudenken, wie man die eigenen Arbeitsabläufe organisiert, an welcher Stelle man durch wenige Veränderungen optimieren kann, welche Investition wirklich Sinn macht, was die Besonderheit des eigenen Unternehmens ist, wie der nächste Unternehmensschritt aussieht…..

Einen klaren Kurs fahren

Ich bin davon überzeugt, dass wir dann erfolgreich sind, wenn wir einen klaren und für alle eindeutigen Weg gehen, der insbesondere auch für die Kunden nachvollziehbar ist.  

So sollte man zum Beispiel….

…. als Kleinunternehmen nicht an zu großen Ausschreibungen teilnehmen
…. als Glasreinigungsunternehmen mit 30 Glasreinigern keine Aufträge unter 1.000 € annehmen
…. als Neugründer genau prüfen, ob man Investitionen in die nächste Dienstleistung (z.B. Gartenpflege) steckt
…. genau hingucken, welche Fachkompetenz die eigenen Mitarbeiter haben
…. mit welchen Aufgaben man die Mitarbeiter überfordert 
 

Einen klaren Kurs fahren

Ich habe zum Beispiel aktuell das Problem, dass die Nachfrage sehr hoch ist, ich aber weder das Auftragsvolumen erweitern noch den Mitarbeiterstamm aufstocken möchte.

Man könnte jetzt einfach alle Anfragen abnehmen – doch das geht irgendwie nicht. Schließlich sind da ja auch interessante und lukrative Aufträge dabei, die genau auf uns zugeschnitten sind.

Eine konkrete Überlegung ist deshalb, Kleinstaufträge abzugeben und bei Anfragen von Kleinstaufträgen diese gleich an einen Kollegen weiterzureichen. Das hätte den Vorteil, dass sich die Terminplanung, die Rechnungserstellung und die Besichtigungstour deutlich reduzieren ließe. Kleinaufträge machen bezogen auf die Besichtigung, die Terminabsprache und die Rechnungsstellung genauso viel Arbeit wie größere Aufträge – und sind dazu noch mit hohen Fahrzeiten (Lohn, Auto, Benzin u.a.) verbunden.

Eine Möglichkeit, das aktuelle Problem zu lösen

Weniger Kleinobjekte würde insbesondere für mich, der ich für die Planung und Rechnungsstellung zuständig bin, eine deutliche Zeitersparnis sein.

Und ich bräuchte keine neuen Mitarbeiter einstellen, keinen neuen Wagen samt Gerätschaften (mindestens 25.000 €) kaufen….

Schritte in diese Richtung könnten wie folgt aussehen

  • Bei jeder neuen Anfrage genau nachzufragen, wie groß der Auftrag sein wird und – wenn notwendig – Kleinaufträge gleich die Kontaktdaten des Kollegen weiterzureichen
  • Alle bestehenden Kunden durchsehen und Ihnen zu schreiben, dass man aus organisatorischen Gründen ihren Auftrag abgeben muss.

Ich weiß: Veränderungen, die man selbst einleitet, sind immer mit Unsicherheiten verbunden, aber gleichzeitig sind sie auch das Salz in der Suppe – oder der Erfolg in der Glasreinigung.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

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