Anfragen ablehnen tut weh! Eine ganz neue Situation.

Seit diesem Jahr haben wir ein kuriose Situation: Unsere Kundenaufträge passen nicht mehr in unseren Einsatzplan. Unsere Kunden müssen z.T. 4 Wochen warten, bis wir die Arbeiten einplanen und durchführen können. Der Stau baut sich einfach nicht ab.

Man muss die Kunden vertrösten und ich weiß – man mutet ihnen viel zu, wollen sie doch, dass ihre Fenster sauber sind.

Wie kann man darauf reagieren? Was kann man ändern?


Neue Mitarbeiter einstellen?

Soll ich die Zahl der Mitarbeiter aufstocken? Im Moment ist es aktuell sehr schwer, gute Glasreiniger am Markt zu finden. Wenn man da zu viele Kompromisse macht, werden die Kunden schneller bedient, aber man kann das Leistungsniveau nicht halten, die Reklamationen häufen sich und die Kunden werden unzufrieden mit uns. Zum anderen müsste man kräftig in Fahrzeuge, Gerätschaften und Maschinen investieren und den Overhead (Büro, Verwaltung) aufstocken. Also wohl nicht der goldene Weg!


Anfragen ablehnen?

War das Ziel bisher jede Anfrage schnell zu bearbeiten und neue Kunden zu gewinnen, müssen wir uns jetzt um 180 Grad drehen und vielen Anrufern sagen, dass wir aktuell leider keine Neuaufträge annehmen können. Und da stellt sich die Frage, wem sagt man ab und welche Besichtigung führt man durch? Hier sind zwei Faktoren zu bedenken: 1. Mit welchem Leistungsmodul verdienen wir Geld – und 2. Was sind unsere Kernkompetenzen? Da wir ein spezialisierter Glasreinigungsbetrieb sind können wir nicht den Fokus auf die klassische Glasreinigungsleistung – und schon gar nicht auf die Kleinstkunden legen.

Wir Unternehmer haben es schon schwer: Wenn wir zu wenige Kunden haben stöhnen wir, und wenn wir zu viele haben, auch! 🙂

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs