Starke Verkalkungen auf den Glasfassadenflächen an einem unserer Objekte

Immer wieder finden wir neue Kalkablagerungen auf den Scheiben. Die Verkalkungen beschäftigen uns schon, seitdem wir die Glasreinigung in diesem Objekt übernommen haben. Es handelt sich um ein vor einigen Jahren neu errichtetes Gebäude, das an seinen Außenflächen aus Beton und vielen Glasfassadenelementen besteht.

Und was passiert, wenn es regnet?

Das Regenwasser läuft über die Betonflächen oberhalb der Fenster, nimmt Kalke und Salze auf, und läuft dann weiter über die darunter liegenden Glasflächen, wo die Kalkpartikel sich zum Teil absetzen. Jeder Glasreiniger weiß: Diese Partikel verbinden sich chemisch stark mit dem Glas und sind im Rahmen der normalen turnusmäßig beauftragten Glas- und Rahmenreinigung nicht zu beseitigen.

Unsere Arbeitsweise

Hier muss regelmäßig – am besten halbjährlich – mit speziellen kalklösenden Reinigungschemikalien gearbeitet werden. Das Glas muss, um das Ergebnis zu sehen, mehrfach eingewaschen und abgezogen werden, Restverkalkungen müssen nochmals bearbeitet werden. Diese Arbeitsweise geht so lange, bis die Verkalkungen wirklich komplett beseitigt sind. Viel Arbeit heißt – hohe Kosten. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser intensive Arbeitsprozess die Kosten gegenüber der normalen Glasreinigung verdoppeln bis verdreifachen kann. Da in diesem Objekt unsere Kletterer für die Kubenreinigung eingesetzt werden, kann man sich vorstellen, wo das hinführt.

Die Abhängigkeit vom der Wetterseite

Im oben benannten Objekt sind insbesondere die dem Wetter zugewandten Flächen aktuell stark verkalkt.

Das unterschiedliche Verhalten der Bewohner

Interessant für mich zu beobachten ist, dass die Mieter sehr unterschiedlich auf dieses Problem reagieren. Für die Hausverwaltung kann das zu einem Dauerstress ausarten.

Das Grundproblem liegt bei den Architekten

Das Grundproblem liegt aus meiner Sicht bei den Architekten, die dieses Problem nicht erkannt haben. Grundsätzliche Abhilfe könnte geschaffen werden, wenn Wasserabweiser angebaut würden, so dass das Wasser von den Fenster ferngehalten wird. Aber das ist extrem teuer und stellt einen tiefen Eingriff in das Bild des Bauwerks dar.

Was können wir als Glasreiniger in diesem Falle tun?

Aus meiner Sicht sollte man jährlich, aber mindestens alle zwei Jahre eine komplette Bestandsaufnahme der Verkalkung aller Fenster vornehmen und Sie von den Kosten her bewerten. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob sich die Verkalkungen auf Festverglasungen, aber auch auf zu öffnenden Fenstern oder auf den Glaskuben befinden.

Haben Sie ähnliche Probleme? Dann schildern Sie sie hier.

Karl Wachenfeld – KlarOs

VHS-Seminare: Existenzgründung in der Glasreinigung

 Die Volkshochschule (VHS) ist eine gute Möglichkeit sich zu informieren und zu qualifizieren!

Letzte Woche hatte ich einen Access-Kurs (Datenbankprogramm) bei der Volkshochschule Treptow/ Köpenick besucht.

Ich muss sagen, das war ein voller Erfolg: Der Dozent war hochqualifiziert und hat die Themen sehr gut herübergebracht, die Lerngruppe war absolut motiviert und die Kosten waren durch die Subventionierung des Senats absolut günstig. Was will man mehr?!

In einem großen Flyerständer fand ich auch einen Flyer zum Thema ‚BWL – Existenzgründung‘. Den habe ich mir gleich eingesteckt und möchte Sie hier kurz über den Inhalt informieren:

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Der ‚Basiskurs für Existenzgründer/innen‘ informiert über das fachliche und persönliche Anforderungsprofil und bereitet auf die einzelnen Schritte bei der Gründung vor.

60 €, 16 Unterrichtsstunden, 4 Donnerstage von 18.00-21.15 Uhr

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Der Kurs zur ‚Existenzgründung‘ führt Sie Schritt für Schritt in die Selbständigkeit, prüft die Kandidaten bezüglich Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und ihren Weg zum eigenen Unternehmen. Sie lernen den Businessplan, Finanzierungskonzepte und wichtige Formalien kennen.

85 €, 18 Unterrichtsstunden, 1 x Montag bis Mittwoch von 09.00-16.00 Uhr

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Im Kurs ‚Das kaufmännische Einmaleins‘ stehen die Zahlen im Mittelpunkt, u.a. die Buchführung, der Marktpreis, die Kostenrechnung. Ich weiß, das erscheint sehr trocken, gerade, wenn man von seiner eigenen Unternehmensidee begeistert ist, aber Zahlen sind absolut wichtig! Wie viele sind schon mit der buntesten Idee untergegangen, weil sie nicht wirtschaften konnten.

30 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x dienstags von 9.00-16.00 Uhr

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Fördermittel – für Existenzgründer und kleine bis mittlere Unternehmen – können helfen, die erste und schwierigste Phase der Gründung besser zu überstehen.  Hier gibt’s viele Informationen und praktische Tipps.

31 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x samstags von 09.00-16.00 Uhr

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Der Kurs ‚Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre‘ gibt einen umfassenden Einblick in viele betriebswirtschaftliche Themen, so z.B. aus dem Arbeitsrecht, der Finanzierung, der Steuer, der Kalkulation und des Marketings.

155 €, 36 Unterrichtsstunden, 12 x montags von 18.00-21.15 Uhr

Ja, ich kann jedem Existenzgründer nur raten, hier einen Kurs zu buchen! Volkshochschulkurse gibt es ja in jedem Bezirk von Berlin, aber das Angebot in Treptow-Köpenick hat mich überzeugt:

Telefon: 90297-4055 (Mo – Do 17 – 19 Uhr, Di + Do 10 – 12 Uhr) E-Mail-Kontakt: anmeldung@vhstk.de www.vhs-treptow-koepenick.de

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs GmbH

10 Jahre KlarOs – eine Erfolgsgeschichte der Glasreinigung

2006      Gründung von KlarOs Dienstleistungs-GmbH.           

KlarOs bietet speziell die Reinigung von feststehenden Glaselementen (Treppenhäusern, Glasfassaden) mit der Stangenreinigung an.

2007     Das Leistungsspektrum im Bereich der Glasreinigung wird um die 
             klassische Glasreinigung erweitert

2010     Unterhaltsreinigungsaufträge werden abgegeben, um sich ganz auf die 
             Spezialisierung im Bereich der Glasreinigung zu konzentrieren. Gleichzeitig     
             wird das Leistungsspektrum auf alle Bereiche der Glasreinigung (Hebebühne,
             Klettern, Befahranlage, Leiter, usw.) erweitert

2011     Erste Aufträge in der Aufzugreinigung werden durchgeführt. Zunächst nur Glas
             innen, dann auch außen, bald auch die komplette Aufzugreinigung innen.

2012     Die Zusammenarbeit mit den Aufzugfirmen intensiviert sich

2013     Der Umsatz knackt die Viertelmillionen-Jahresmarke (netto). Der Anteil an 
             Empfehlungen nimmt zu.

2014     Die Teams, der Fuhr-, der Geräte- und Maschinenpark sind komplett

2015     Die Glasreinigung spezialisiert sich auf kleinere, kompliziertere Aufträge. Der
             Kundenkreis kommt aus dem Bereich der Hausverwaltung, der Aufzugfirmen,
             der Privatkunden, Medizin.  

2016     KlarOs zeigt sich im 10. Jahr des Bestehens als stabiles, leistungsstarkes              Glasreinigungsunternehmen am Berliner und Brandenburger Markt. 

 

… und nochmal: Glasreinigung im Hauptbahnhof Berlin

Als Berliner ist man ja doch öfter am Hauptbahnhof: Mal holt man einen Geschäftspartner ab, mal bringt man einen Freund oder einen verwandten hin – und manchmal fährt man sogar selbst von dort los oder kommt an.

Hauptbahnhof Fingerspuren

Schade, man sieht die Fingerspuren gar nicht so deutlich auf diesem Bild und muss
schon genau hinschauen.

Als ich das Bild machte, schien unverschämter Weise die Sonne direkt auf den verglasten Eingangsbereich. Sieht ja wirklich lecker aus, dachte ich.
Ja, liebe Bahn, vielleicht doch mal den Reinigungsturnus überprüfen! Bei dem Durchlauf muss man sich nicht wundern, wenn Griffspuren minütlich neu entstehen.

Aber die freudige Nachricht: Bei Beauftragung können Glasreiniger die Griffspuren ganz schnell beseitigen!

Karl Wachenfeld – KlarOs             info@klaros-gmbh.de

Hauptbahnhof Berlin: Schäden durch die Glasreinigung

 Hauptbahnhof 02

Am letzten Samstag stand ich auf dem Hauptbahnhof in Berlin auf Gleis 5. Auf dem Bahnsteig neben uns führten die Rolltreppen in die darüber liegende Ebene. Auf der Edelstahlfläche unterhalb der Glasfläche, auf der das Gummiband läuft, waren deutliche Laufspuren zu sehen.

Wie kommen diese Laufspuren an diese Stelle? Der Glasreiniger weiß es bestimmt: Bei der Reinigung der Glasflächen außen läuft das Schmutzwasser über die Edelstahlfläche runter. Dabei entstehen nicht nur Lauflinien, nein, auch der Stahl wird angegriffen.

Man könnte denken: Alles nicht so schlimm, das kann man ja in einer Edelstahlgrundreinigung wieder beheben. Doch so leicht ist das nicht. Die Reinigungsfläche liegt direkt über der Bahnsteigkante, so dass man weder Leitern noch Hebebühnen einsetzen kann. Ein echtes Problem!

Deshalb mein Rat an den Glasreiniger: Bitte ein bisschen umsichtiger. Schnell ist nicht immer gut! Natürlich ist das mit Mehrarbeit verbunden, wenn man mit der Keule und dem Leder die Edelstahlfläche danach noch abwischt. Doch wenn man den Auftraggeber darauf hinweist, kann er entscheiden, was er will.

Und der Deutschen Bahn könnte man sagen: Kontrollier doch besser die Arbeit deiner Dienstleister, so dass Werte erhalten bleiben und hinterfrag auftretende Schadensbilder. Billigangebote können sehr teuer werden!

Karl Wachenfeld – KlarOs – info@klaros-gmbh.de

 

Nachlese zur Tarifverhandlung in der Gebäudereinigung Herbst 2015

Unser Blog bezieht sich auf die Informationen der IG Bau zu Ihrer Herbstumfrage unter den Gebäudereinigern und auf Daten zum Gleichen Thema des Knittler-Verlags, der unsere Fachzeitschrift `Reinigungsmarkt` herausgibt. 

Ich habe mir nochmals die Veröffentlichung der IG Bau angesehen und bin doch das eine und das andere Mal ins Schmunzeln, aber auch ins Grübeln geraten. Fangen wir von vorne an:

Die IG-Bau hat in diesem Herbst Ihre Mitglieder aus der Gebäudereinigung einen Fragebogen zugesandt und die Antworten ausgewertet. Sicher, um Material für die damals anstehende Tariferhöhung zu haben. Ob das gelungen ist? Machen Sie sich selbst ein Bild.

Bitte berücksichtigen Sie bei der Bewertung der Zahlen, dass nur die Mitglieder der IG Bau befragt wurden und es insofern keine wirklich repräsentative Branchenabfrage ist. Anmerkung: Bei Antwort 1 liegt ein Fehler vor, denn der Anteil der Befragten liegt zusammen bei 105,28%! Ich habe die Antworten ‚ohne Angabe‘ aus dem prozentualen Anteil herausgenommen und nur die Antworten ausgewertet.

Die interessanten Ergebnisse sind für mich:

  • 73,88 % der Beschäftigten haben einen Vertrag mit mehr als 20 Stunden/Woche. 1/3 der Beschäftigten haben einen Vollzeitvertrag.
  • 90,86 % stehen manchmal oder immer unter Zeitdruck. 79,37 % stehen sehr oft oder oft während der Arbeit unter Druck.
  • 29,93 % der Befragten bekommen die Mehrarbeitsstunden nicht bezahlt.
  • 61,56 % kommen gern zur Arbeit.
  • 81,03 % sind nicht häufig krank.
  • Nur 10,55 % der Befragten werden jährlich weitergebildet.
  • 55,51 % der Beschäftigten kommen gern zur Arbeit.
  • Bei 59,58 % der Befragten hat die Zufriedenheit gegenüber dem letzten Jahr  nachgelassen.
  • 78,94 % der Befragten fühlen sich nicht gefördert.
  • 69,19% der Befragten fühlten sich nicht wertgeschätzt.

Meine Rückschlüsse und Bewertungen dieses Zahlenwerks der IG Bau:

  • Der Anteil von Verträgen mit mehr als 20 Stunden/Woche ist für diese Branche mit seinen besonderen Anforderungen (z.B. Kaufhausreinigung u.ä.) überraschend hoch.
  • Es ist heute normal, dass der Zeit- und Arbeitsdruck wächst.
  • Es ist erschreckend, wenn fast 30% der Befragten Ihre Mehrarbeit nicht bezahlt bekommen.
  • Ein hoher Anteil der Befragten (61,56% bzw. 55,51%) kommen gern zur Arbeit/sind mit Ihrer Arbeit zufrieden.
  • Der Krankenstand in der Gebäudereinigerbranche ist nicht außergewöhnlich hoch.
  • Die Weiterbildung liegt mit 10,55% absolut am Boden. Dementsprechend fühlen sich 69,19% nicht gefördert.
  • Fast 70% der Befragten fühlen sich nicht wertgeschätzt.

 

Die letzte Antwort hat es in sich. Es ist auch meine Erfahrung, dass die Arbeit der Glas- und Gebäudereiniger/innen oft nicht genug wertgeschätzt wird. Nicht gesehen wird oft, dass z.B.

 

  • in der Glasreinigung der Großteil der Mitarbeiter den Gesellenbrief in der Tasche haben,
  • die Arbeit oft sehr früh am Morgen, wenn die meisten noch tief schlafen, beginnt und dies eine große Arbeitsdisziplin von den Mitarbeitern abverlangt,
  • hohe Flexibilität von den Mitarbeitern verlangt wird,
  • die Arbeit von vielen Menschen als eine unqualifizierte Tätigkeit gewertet wird,
  • durch eine höhere Bezahlung allein keine Wertschätzung erfolgt,
  • dies ein gesellschaftliches Problem ist und nicht den Unternehmern der Branche allein angelastet werden kann.

Nähere Informationen finden Sie unter http://ymlp.com/zWTWBJ im Reinigungsmarkt, Flash News Nr. 80/2015 vom 16. November 2015 I Auswertung Herbstumfrage IG BAU und die Info der IG Bau unter https://www.igbau.de/Gebaeudereiniger_kaempfen_gegen_den_Leistungsdruck_Mensch_gegen_Minute.html .

Ihre Kommentare gern an info@klaros-GmbH.de

Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Geschichte der Glasreinigung – Teil 1

Ein Artikelausschnitt aus der Zeitschrift Clean: www.clean-magazine.com mit Erlaubnis von Unger Deutschland: www.ungerglobal.com

 Das gibt‘s seit 9.000 Jahren

Der Werkstoff Glas blickt auf eine neuntausendjährige Geschichte zurück. Aus urzeitlichen Anfängen über Handwerk und Manufaktur hat er den Weg in die industrielle Fertigung gefunden. Mit der kostengünstigen Glasproduktion wurde schließlich auch die gewerbliche Glasreinigung geboren.

Glas ist einer der ältesten Werkstoffe überhaupt. Die Funde reichen zurück bis in die Steinzeit um 7000 v. Chr.

In Ägypten begann etwa vier Jahrtausende später die organisierte Fertigung von Glas in Form von Schmuckstücken und kleinen Gefäßen.

Erst im Jahr 1861 eröffnete der belgische Chemiker Ernest Solvay mit der kostengünstigen Glasproduktion den Baustoff der breiten Bevölkerungsschicht. Schlagartig wurden unzählige Geschäftshäuser, Bahnhöfe, Verwaltungsgebäude und Ministerien mit wuchtigen Fensterfassaden ausgestattet.

Damit waren der gewerblichen Glasreinigung die Weichen gestellt: In Berlin gründete der Franzose Marius Moussy 1878 das französische Reinigungsinstitut. In anderen Städten machten sich ehemalige Mitarbeiter von Moussy selbstständig. 1901 schließlich wurde der Verband der Reinigungs-Instituts-Unternehmer Deutschlands ins Leben gerufen. Der Göttinger Verleger Ernst Kelterborn brachte dazu die erste Fachzeitschrift heraus: das Internationale Centralblatt für Reinigungsinstitute und verwandte Geschäftszweige. Das Gewerbe erlebte einen enormen Wachstumsschwung.

Soweit für heute. Das nächste mal geht es dann mit Teil 2 weiter.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Gibt es Gründe, eine Kundenbeziehung aufzukündigen?

Glasreinigung 151014Der Wunsch neue Kunden zu gewinnen und die Kunden lange an sich zu binden ist bei jedem Unternehmer groß. Schließlich sind die Jahre der Zusammenarbeit ein guter Gradmesser für die Zufriedenheit mit Ihnen und Ihrem Leistungsangebot und erfüllt uns mit einem gewissen Stolz. Natürlich gibt es immer mal wieder das eine oder das andere Vorkommnis, dass geklärt werden muss – aber in der Regel liegt dann der Fehler bei uns und wird schnell korrigiert. Sieht der Kunde, dass man seine Kritik ernst nimmt, ist die Angelegenheit sehr oft schnell vom Tisch. Das Miteinander mit dieser Kundengruppe ist Konstruktiv, vertrauensvoll und schafft eine freundschaftliche Bindung.

Der Nie-zufriedene-Kunde

Doch da gibt es auch eine kleine Gruppe von Kunden, die scheinbar nie zufrieden sind, bei denen man immer viele Besonderheiten zur berücksichtigen hat, die sich komplizierte Abrechnungssysteme wünschen und denen die Leistung immer zu teuer ist. Diese kleine Gruppe bindet viel Zeit, Kraft und Geld – und die elende Diskussion scheint nie enden zu wollen.

Seien Sie konsequent

Haben Sie den Mut, diese Kundenbeziehung aufzukündigen und schenken Sie die gewonnene Zeit Ihren treuen Kunden. Sie schaffen sich Entlastung und geben den Kunden die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

PS.: Diesen Artikel habe ich eigentlich nicht für Sie, sondern für mich geschrieben, denn ich tue mich ungeheuer schwer, hier konsequent zu sein.

15 € für einen Quadratmeter Glasreinigung?

Reinigung der Treppenhausverglasung mit Stange

 

 

 

 

 

Ich bin ja nun schon lange im Geschäft, aber da musste ich doch mit dem Kopf schütteln:

 

Wir in Berlin

Wir selbst bieten ja in Berlin seit fast 10 Jahren die Glas- und Aufzugreinigung an. Ins Geschäft gekommen sind wir durch die Treppenhausglasreinigung mit den Stangen und dem entionisierten Wasser. Wir kennen also das Geschäft der Treppenhausverglasung sehr gut.

Ein Freund aus Mannheim

Nun hat mich ein alter Freund aus Mannheim angesprochen, warum sein Glasreiniger den Preis um 50% gegenüber dem letzten Jahr erhöht hat und ob das mit der Tariferhöhung zu rechtfertigen ist. Ich habe mir das Angebot mal zuschicken lassen und mich fast auf den Hosenboden gesetzt.

Die Eckdaten

Es geht um ein festverglastes Treppenhausfassade mit Glasdach. Es hat folgende Maße: Glasfassade (Breite ca. 3,5 m x Höhe ca. 10 m) und Glasdach (3,5 m x 2,5 m), also zusammen ca. 44 m². Die senkrechte Glasfläche außen kann sehr gut mit der Stange und entionisiertem Wasser gereinigt werden. Innen natürlich klassisch mit Leiter max. 4,5 m, wenn nötig mit Leiternausgleich. Ein bisschen Tricki ist das Dach: Hier kann man vom offenen Balkon, der hinter dem Glasdach verläuft mit einer Leiter sehr gut an die leicht abgekippte Glasdachfläche heran und mit dem Einwascher vorarbeiten und danach mit dem entionisierten Wasser die Fläche abspritzen. Also kein Problem für den gelernten Glasreiniger.

Das Preisangebot

Angeboten wurde ihm die Treppenhausreinigung innen und außen von einem lokalen Glasreiniger mit Rahmen für 400 €/netto. Das sind 9 €/m² netto. Da ich das als zu viel empfand wurde ein zweites Angebot eingeholt, und zwar zum stolzen Preis von 14,50 €/netto pro Quadratmeter. Da ich hier – gut kalkuliert – maximal 250,- €/netto = 5,68 €/netto pro m² angesetzt hätte stellt sich mir die Frage, ob die Preise dort so deutlich höher sind, wir es hier einfach mit zwei Goldgräbern zu tun haben oder ich der Billigstanbieter bin? Da passt doch etwas nicht zusammen: Der Tarif ist der gleiche, die Technik sollte für einen qualifizierten Glasreiniger die gleiche sein – wo liegt der Unterschied? Scheinbar nur im Preis und im Gewinn für den Glasreiniger?!

Was sagt Ihr als Fachleute dazu? Oder kommt Ihr vielleicht aus der Region Mannheim und könnt mir das erklären?

Karl Wachenfeld – der Glasreiniger aus Berlin

Zuschlagschancen für den spezialisierten Glasreinigungsbetrieb

Ausgangsbasis: Sie sind ein kleiner Glasreinigungsbetrieb (max. 6 Glasreiniger) mit eigenen Vertriebsaktivitäten, der die klassische Glasreinigung mit Stange und Hebebühne, aber auch die Stangentechnik und die Kletterleistung – vielleicht auch durch ein Partnerunternehmen – anbietet.

Egal wie viele Angebote Sie erstellen, dabei sind im Normalfall Kleinaufträge von Privat, Aufträge von Hausverwaltungen (Treppenhäuser, Glasfassaden), Büro- und Werkstattfenster, Wintergärten, und vieles mehr.

Doch wo ist die Zuschlagschance Ihrer abgegebenen Angebote größer – und wo vielleicht kleiner? Um welche Aufträge sollte man sich besonders bemühen, bei welchen ist die Mühe meist vergebens?

Öffentliche Aufträge – die 0%-Chance

Öffentliche Glasreinigungsaufträge werden heute noch immer oft gemeinsam mit der Unterhaltsreinigung vergeben und sind etwas für die großen Gebäudereiniger/die FM-Dienstleister, aber nichts für uns kleine. Da kommen wir einfach nicht ran. Oft scheitern wir schon an den Versicherungssummen, die – allein bezogen auf die Glasreinigung – schon extrem hoch sind.

Große standardisierte Aufträge wie z.B. Bürogebäude, Hotels, u.ä. – die 5%-Chance

Auch in diesem Bereich haben die großen Dienstleister ihre Nase vorn, können Ihre Azubi-Truppen reinschicken, eine hohe Leistung durch eine hohe Vorgabe erzielen. Hier ist die Marge so klein, dass man es über die Masse machen muss – aber das kann man nicht mit max. 6 Mitarbeitern. Sie wären zu lange an dieses Objekt gebunden und andere Kunden würden vernachlässigt. Also nicht zu empfehlen.

Empfehlungsaufträge – die 80%-Chance

Empfehlungen schaffen Vertrauen. Man glaubt Ihnen, dass Sie die erwartete Leistung auch erbringen. Da ist der Preis nicht immer das ausschlaggebende Kriterium. Auch werden diese Aufträge nicht immer mit einem Zweit- oder Drittangebot verglichen. Also eine gute Chance für Sie.

Aufträge aus Ihrem näheren Umfeld – eine 85%-Chance

Mit dem Wissen, dass Sie aus in der Nähe Ihren Firmensitz haben schaffen Sie zum einen Vertrauen und zum anderen geht der Kunde davon aus, dass Sie keine hohen An- und Abfahrtskosten in Rechnung stellen. Allerdings muss man sagen, dass diese Aufträge nicht immer sehr groß sind. In der Regel handelt es sich um Privathäuser und –wohnungen. Aber auch diese Kundengruppe ist nicht zu unterschätzen. Sie ist treu und bezahlt in der Regel schnell.

Spezielle Aufträge – die 90%.Chance

Bei Aufträgen, die uns fachlich herausfordern und für den Kunden Lösungen schaffen ist die Chance am größten. Meine Erfahrung ist, dass die Kunden hier schon lange einen passenden Glasreiniger suchen und sich sehr freuen, wenn sie ihn gefunden haben. Der Preis steht meist nicht im Mittelpunkt der Entscheidung. Die machbare Lösung ist das, was den Kunden überzeugt.

Überlegen Sie sehr gut, wie Sie sich als Glasreinigungsunternehmen am Markt aufstellen und welchen Kunden Sie Ihre speziellen Dienstleistungen anbieten. Die Zahl und auch die Umsatzhöhe der abgegebenen Angebote sagt nichts über Ihren Zuschlagserfolg und Ihren Unternehmergewinn am Ende des Jahres aus!

Viel Erfolg. Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs®