Glasreinigung – gute Mitarbeiter findet man schwer

Kennt man die Zahlen, wie viele Azubis die Ausbildung zum Glas- und Gebäudereiniger abschließen denkt man, dass es kein Problem sein wird den passenden Mitarbeiter zu bekommen.

Meine Erfahrungen sprechen da leider eine andere Sprache:

  • Auf Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen erfolgt fast keine Rückmeldung
  • Bei Anzeigen in Tageszeitungen sieht es ähnlich aus
  • Über Branchenkontakte kommt man leider auch nicht weiter
  • Die Arbeitsagentur schickt Kontakte, die sich nicht melden bzw. signalisieren, dass sie kein Interesse haben

Wenn sich wirklich mal jemand – über welchen Kanal auch immer – meldet stellen sich zu viele Hürden für den Bewerber dar:

  • Erreichbarkeit der Arbeitsstellen
  • Arbeitsbeginn in den frühen Morgenstunden – teils ab 05:00 Uhr
  • Kündigung für den Zeitraum Januar und Februar (Winterzeit)

Ergebnis: die Nadel im Heuhaufen ist schwer zu finden.

Was kann man machen, um das Angebot interessanter zu gestalten? Ich weiß es nicht. Es kann doch keine Lösung sein, dass wir dem Bewerber mehr Geld für eine geringere Leistung anbieten!

  • Wir bezahlen konsequent den Tariflohn von aktuell 14,10 €/netto (2020).
  • Da wir auch im Privatkundenbereich arbeiten gibt es ab und zu ein Trinkgeld.
  • Die Fahrzeit zwischen den Objekten wird bezahlt.
  • Die Kleidung wird gestellt.
  • Die Mitarbeiter bekommen schon zum Monatsende 70% des zu erwartenden Lohns überwiesen.
  • Die Restzahlung erfolgt bei uns direkt nach der Erstellung der Lohnabrechnung durch den Steuerberater, als nach 3 bis 7 Tagen.
  • Die Urlaubsplanung erfolgt in gemeinsamer Absprache.
  • Die Mitarbeiter sind zu zweit mit Firmenwagen unterwegs.
  • Die für den Auftrag notwenigen Materialien, Gerätschaften und Chemie sind/ist immer im Auto.
  • Die Eigenverantwortung der Mitarbeiter wird groß geschrieben.
  • Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Was kann man darüber hinaus noch machen? Haben Sie Ideen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Anregungen – oder vielleicht den Anruf eines Glasreinigers, der engagiert, zuverlässig und freundlich ist und gern bei uns in Berlin im KlarOs-Team mitarbeiten möchte.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Chancen und Risiken des Subunternehmers in der Glasreinigung

Die Vorteile als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten sind vielfältig:

  • Sie brauchen keine Besichtigungen durchführen
  • Sie brauchen keine Angebote erstellen
  • Sie haben keine Werbekosten
  • Sie brauchen keine neuen Kunden zu finden
  • Sie brauchen keine Webseite, die auf Ihre Dienstleistungen aufmerksam macht
  • Sie müssen weniger Rechnungen schreiben
  • Sie brauchen Ihre Firmenwagen nicht mit Werbung zu bekleben

=     Ihre Dienstleistung kann günstiger angeboten werden! (Allerdings nur dem Generalunternehmer)

Die Nachteile und Risiken als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten dürfen nicht unterschätzt werden:

  • Der Preis wird oft vom Generalunternehmer vorgegeben
  • Wenn am Markt wenig zu tun ist bekommen Sie vom Generalunternehmer weniger bzw. keine Aufträge
  • Die Auftragsabsprachen laufen ausschließlich zwischen Ihnen und dem Generalunternehmer
  • Aufgrund der Subunternehmersituation bauen Sie keine eigenständige Kundenkontakte auf
  • Im Normalfall werden Subunternehmer bei Großobjekten wie Krankenhäusern, Ministerien, großen Verwaltungen eingesetzt. Hier ist ausschließlich Schuppen angesagt.

Gerade aktuell in der Coronakrise wird deutlich, dass die Großen den Subunternehmerhahn ganz schnell zusperren können und er nur offen ist, wenn sie sich den Vorteil versprechen, eine sehr günstige Leistung bei Ihrem Sub einzukaufen. Das geht ausschließlich auf die Knochen und das Portemonnaie der Mitarbeiter des Subs.

Ich empfehle jedem Subunternehmen sich Schritt für Schritt seinen eigenen Kundenkreis aufzubauen. Ich weiß, das ist nicht leicht, aber es lohnt sich hier Zeit und Mühen zu investieren und über den eigenen Schweinehund hinwegzuspringen. Den eigenen Vertrieb aufzubauen ist wahrlich nicht leicht. Man muss zu den Kunden hingehen, ihnen zuhören, ein Angebot kalkulieren, einen Angebotsbrief schreiben/formulieren, individuelle Termine mit jedem Kunden absprechen, eine Webseite erstellen, Kundenkontakte pflegen und, und, und….

Wenn man sich noch nicht lange selbständig gemacht hat freut man sich über jeden Auftrag und natürlich ist es leichter seine in der Branche aufgebauten Kontakte eher zu nutzen als Privatpersonen, Unternehmer, Verwaltungsleiter, Büroleiter, Heimleiter, u.a. anzusprechen und ihnen Ihre Leistungen zu verkaufen/anzubieten.

Wichtig aus meiner Sicht ist nur, dass man weiß, wo man steht – aber auch, dass man weiß, wo man sein Unternehmen hinführen will.

Ich wünsche Ihnen auf diesem Weg viel Erfolg.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Glasreinigung bei Regen – ist das möglich?

Ab und zu kommt es speziell im Privatkundenbereich vor, dass ich morgens einen Anruf bekomme und man mir mitteilt, dass die Glasreinigung heute nicht stattfinden kann, da es regnet.


Meine Argumente in diesem Fall:

„Regen ist im Normalfall komplett gereinigtes Wasser und hilft uns eher bei der Reinigung, da die Fensterfläche außen schon vorgespült ist. (Ausnahme: es hat sehr lange nicht geregnet und die Luft ist schmutzig.)“

„Meine Mitarbeiter arbeiten auch bei Regen und sind entsprechend gekleidet.“

„Der tägliche Einsatzplan für die Mitarbeiter ist entsprechend der arbeitsvertraglichen Stunden erstellt. Bei plötzliche Kundenabsage kann so kurzfristig kein Ersatz ‚im Trockenen‘ geschaffen werden.

Wann muss man wirklich umplanen und geplante Termine absagen?

Wenn Regen angesagt ist und man eine Dachwohnung mit Veloxfenstern hat.

Wenn es gewittert und man Kletter- oder Stangeneinsatz geplant hat.

Im zweiten Fall macht es Sinn immer einen kleinen Blick auf die Wetterentwicklung zu haben. So kann man vielleicht schon im Vorfeld manchen Anrufen ausweichen.

Viele Grüße von Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Corona und Glasreinigung

Corona hat alle privaten und beruflichen Bereiche erfasst und stellt alles auf den Kopf, so auch die Branche der Glasreiniger.

Auch unsere Glasreinigungsbranche ist betroffen:

Komplett weggefallen sind die Aufträge aus dem medizinischen Bereich und aus den Ministerien. Das betrifft dann die die Großen unserer Branche. Sie haben aber meist die Möglichkeit die Glasreinigungskollegen in andere Bereiche hineinzustecken, sei das in den Bereich Grund- oder Baureinigung oder sie werden auch für Desinfektionsmaßnahmen einzusetzen.

Da die großen Gebäudemanagementunternehmen oft Nachunternehmer einsetzen wurde die Weitergabe von Aufträgen, die noch ausgeführt werden können, an ihre Subunternehmer weitestgehend eingestellt. Glasreinigungsunternehmer ohne eigenen Kundenkreis sind hier vom Auftragsrückgang besonders betroffen L.

Große Schwierigkeiten werden auch die kleinen Ein-Mann-Unternehmen haben, da sie meist Privatkunden bedienen und der Zugang in Wohnungen und Privathäuser von den Bewohnerinnen und Bewohnern aus Angst vor Ansteckung verwehrt wird.

Wie stellt sich KlarOs der Situation:

Wir von KlarOs haben, da unser Kundenspektrum sehr breit und der Anteil von Fremdaufträgen aus der Gebäudereinigung relativ gering ist, uns aktuell ausschließlich auf ‚kontaktferne‘ Aufträge (Treppenhäuser, Glasfassaden, Aufzugglas) konzentriert und die Arbeit in alle privaten und medizinischen Bereiche komplett eingestellt.

Gleichzeitig fahren wir in festen Zweier-Teams, so dass im Krankheitsfall nicht mehrere bzw. alle Teams ausfallen.

Aktuell haben wir genug zu tun, aber es ist natürlich eine unsichere Sache:

  • Wie schnell kann sich ein Mitarbeiter anstecken und dann fällt zumindest ein Team aus
  • Problem macht zur Zeit auch das Fehlen von Mitarbeitern durch die Kinderbetreuung

Alles nicht so einfach!

Was erwartet uns in der nächsten Zeit:

Auch wenn es Lockerungen der Auflagen gibt werden wir noch Monate mit dem Thema zu tun haben. Die Folgen für unsere Branche und die komplette Wirtschaft ist immens.

Hoffen wir, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen und nicht krank werden!

Ja, bleiben Sie gesund.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Die Zukunft der Glasreinigung (04) – ein zweiter Blick in die Zukunft

Wie wertet der Dienstleister die Kosten einer Reinigungsleistung?

Die Kosten setzten sich schwerpunktmäßig wie folgt zusammen:

Personalkosten + Geräte-/Maschinen-/Hebebühnenkosten = Gesamtpreis
Teilen wir die Gesamtkosten durch die Fläche kommen wir auf den Preis/m²

Geht es um kleine Reinigungsflächen so ist der Personaleinsatz hoch. Bei großen Reinigungsflächen zahlt sich ein gezielter Geräte- und Maschineneinsatz aus.

Hier unser Beispiel für eine hohe Flächenleistung durch einen speziellen Geräte- und Maschineneinsatz:


Die Reinigungsroboter von SERBOT AG – www.serbot.ch/de/

Gerätetyp 1:                      GEKKO SOLAR für Glasflächen bis zu einem Neigungswinkel von 45°, u.a. für Überdachungen und Solarflächen 

Die Quadratmeterleistung liegt bei ca. 500 bis ca. 1.000 m²/Stunde, abhängig von der gewählten Bürstenbreite.

Mögliche Hilfsmittel:     Hebearbeitsbühne

Voraussetzungen:        Keine großen Absätze oder Kanten (höher als 30 mm), maximale Spaltenbreite 200 mm. Wirtschaftlicher Einsatz ab ca. 500 m² sinnvoll

Dokumentationsfilm:    https://youtu.be/m20YpPDNtrU           

Gerätetyp 2:                   GEKKO FACADE und GEKKO FACADE MOBILE für senkrechte Glas- und Fassadenflächen

Die Quadratmeterleistung liegt bei ca. 400 m²/Stunde

Voraussetzungen:          Integration mit einer bestehenden Fassadenbefahranlage oder mit einer
                                        mobilen Lösung (verfügbar ab ca. Ende 2019). Keine großen Absätze oder
                                 Kanten (höher als 40 mm), maximale Spaltenbreite 200 mm.
                                        Wirtschaftlicher Einsatz ab ca. 2.000 m² sinnvoll.

Dokumentationsfilm:    https://youtu.be/Zj_h_6lvJik

Ihre Fragen können Sie gern direkt an Serbot richten: info@serbot.ch

Die Zukunft der Glasreinigung (03) – ein erster Blick in die Zukunft

Der Kunde bewertet das Angebot im Normalfall nach der Leistung und dem Preis.

Der Dienstleister muss aus der breiten Palette seiner Möglichkeiten (Stange, Hebebühne, Befahranlage, Leiter, Kletterer, u.a.)  das passende Verfahren aussuchen, damit sein Angebot für den Kunden leistungsstark und wirtschaftlich attraktiv ist.

Wie wertet der Dienstleister die Kosten einer Reinigungsleistung?

Die Kosten setzten sich schwerpunktmäßig wie folgt zusammen:

Personalkosten + Geräte-/Maschinen-/Hebebühnenkosten = Gesamtpreis
Teilen wir die Gesamtkosten durch die Fläche kommen wir auf den Preis/m²

Geht es um kleine Reinigungsflächen so ist der Personaleinsatz hoch. Bei großen Reinigungsflächen zahlt sich ein gezielter Geräte- und Maschineneinsatz aus.

Hier unser erstes Beispiel für eine hohe Flächenleistung durch einen speziellen Geräte- und Maschineneinsatz:


Die Reinigungsroboter von hyCleaner – www.tg-hylift.com

Gerätetyp black solar:                  Solarflächen bis zu einem Neigungswinkel von 35°
Gerätetyp hyCLEANER blue:      Glasflächen bis zu einem Neigungswinkel von 35°

Die Quadratmeterleistung liegt bei 400 bis ca. 600 m²/Stunde
Gerät kaufen und Auftrag vergeben oder Dienstleistung inkl. Maschinennutzung kaufen

Voraussetzungen:                          Keine großen Absätze oder Kanten
                                                     Große Reinigungsflächen ab ca. 1.000 m²

Dokumentationsfilme:                 siehe youTube ‚hyCLEANER‘

Gerätetyp hyCLEANER red         Senkrechte Glas- und Fassadenflächen

Die Quadratmeterleistung liegt bei ca. 400 m²/Stunde
Gerät kaufen und Auftrag vergeben oder Dienstleistung inkl. Maschinennutzung kaufen

Voraussetzungen:                          Hebebühne als Hilfsmittel zum Erreichen der Flächen
                                                       Große Reinigungsflächen ab ca. 1.000 m²

Dokumentationsfilme:                 siehe youTube ‚hyCLEANER‘

Gerätetyp INDIVIDUELL:             z.B. Geschwungene verglaste Bahnhofsdachflächen
 (z.B. Hauptbahnhof Berlin, Bahnhof Südkreuz Berlin, Bahnhof Spandau, u.a.)

Auf die individuellen Gegebenheiten angepasste Geräte werden aus dem Baukastensystem erstellt.

Die Quadratmeterleistung liegt bei ca. 400 m²/Stunde
Gerät kaufen und Auftrag vergeben oder Dienstleistung inkl. Maschinennutzung kaufen

Voraussetzungen:          Spezielle Anforderungen
                                               Keine großen Absätze oder Kanten
                                               Große Reinigungsflächen ab ca. 3.000 m²

Ihr direkter Ansprechpartner: Herr Jörg Ignatius: joerg.ignatius@hyCLEANER.de

Nein, KlarOs arbeitet aktuell nicht mit dem hyCleaner. Aber es ist gut wissen, was auf uns zu kommt. Die KlarOs-Leistungen können Sie unter www.klaros-gmbh.de einsehen.

Ihr Karl Wachenfeld

Sind Sie ein auf die Glasreinigung spezialisiertes Unternehmen?

Liebe Kollegen aus der Glasreinigung,

Sie wissen selbst, die Liste der Anbieter von Glasreinigungs-/Fensterreinigungsarbeiten ist lang. In Berlin über 1.000 Anbieter. Da sind

  • die Ein-Mann-Betriebe,
  • die Gebäudereiniger mit ein bis zwei Mitarbeiter, die auch das Glas reinigen können,
  • die wenigen Betriebe, die sich ausschließlich auf die Glasreinigung spezialisiert haben
  • und die großen Gebäudereiniger mit einer Glasreinigungsabteilung.

Wenn Sie zu der kleinen Gruppe gehören, die sich als Unternehmen auf die Glasreinigung spezialisiert hat und in der Saison – März bis Dezember – mindestens 4 Glasreiniger beschäftigt, würde ich Ihr Unternehmen gern in meine Liste aufnehmen und diese Informationen an meine Blogleser weiterreichen. Da der Blog monatlich zirka 1.000 Besucher zählt, ist dies eine für Sie kostenlose Werbemaßnahme.

Warum mache ich das?

Meine Erfahrungen sagen, dass die Kunden mit Ihren speziellen Aufgaben oft hilflos vor dem breiten Glasreinigungsangebot stehen und nicht wissen, welche Firma Sie gezielt ansprechen sollen. Wenn sie uns finden sind sie sehr froh, da wir ihre Probleme lösen können. Mit dieser Aktion möchte ich unsere kleine Glasreinigungsgruppe – und somit auch mein Unternehmen – stärken!

Warum ist die Gruppe auf mehr als 4 Glasreiniger beschränkt?

Ich denke, dass in dieser Unternehmensgröße ein entsprechend breites Leistungsspektrum angeboten werden kann und möchte uns gerne von dem Ein-Mann-Betrieb abgrenzen.

Sind Sie interessiert, in diese Liste aufgenommen zu werden?

Dann schicken Sie mir bitte Ihre Antworten auf folgende Fragen zu:

  • Firmenname
  • Postleitzahl
  • Ort
  • Bundesland
  • Telefonnummer
  • Email-Adresse
  • Webseite

Um Ihr Leistungsangebot beschreiben zu können, bitte ich um Ihre JA/NEIN-Antworten:

  • Klassische Glasreinigung bis 5-teilige Leiter
  • Arbeit mit wasserführenden Stangen und entionisiertem Wasser
  • Hebebühneneinsatz
  • Klettereinsatz (Industriekletterer)

Ich freue mich über Ihre Antworten und stehe für Ihre Fragen jederzeit gern zur Verfügung. Karl Wachenfeld
info@klaros-gmbh.de
0163 2562647

Nationale Vergabe von Reinigungsleistungen – ein Trugschluss

Immer wieder bekommt man mit, dass Unternehmen (Versicherungen, Handelsketten, Telefonanbieter, große Behörden, u.a.), die überregional tätig sind, ihre Reinigungsleistungen (Unterhalts- und Glasreinigung) in einem Gesamtpaket deutschlandweit ausschreiben. Worauf zielen Sie dabei ab?

  • Die Unternehmen möchten einen zentralen Ansprechpartner haben
  • Sie möchten zentral abrechnen und auswerten
  • Sie möchten zentral ausschreiben und vergleichen können
  • Sie möchten über den Auftragsumfang den optimalen Preis erzielen
  • Sie möchten die zentrale Leistungskontrolle haben
  • Sie möchten zentrale Vorgaben machen können

Geht Ihr Wunsch auf? Aus meiner Sicht nicht

Sicher gibt es einige große Unternehmen aus dem Bereich Facility Management und Gebäudemanagement, die sehr viele Regionen abdecken, aber im Normalfall nicht alle.

Was macht der Anbieter mit den Regionen, in denen er nur schwach oder gar nicht vertreten ist? Er versubt die Glas- und Gebäudereinigungsaufträge an Dienstleister der Region.

Unberücksichtigt bleibt hier, dass es starke regionale Anbieter gibt, die aufgrund Ihrer Nähe kostengünstiger sein und eine starke Kundenzufriedenheit vor Ort erzielen können.

In dem System der zentralen Vergabe müssen die Geschäftsleitungen des Auftraggebers und des Auftragnehmers zufrieden sein, dann läuft es. Die Unzufriedenheit vor Ort – also da, wo die Leistung erbracht wird – wird nicht selten heruntergespielt und bleibt oft unberücksichtigt.

Der große FM oder Gebäudereiniger ist nicht an den Klein- und Kleinstobjekten, die ja auch Bestandteil des Ganzen sind, interessiert. Er nimmt sie in Kauf, obwohl er selbst hiermit aufgrund seines Organisationsapparats im Normalfall überfordert. Auch sind für ihn die Wegezeiten oft so groß, so dass er hier punktuell teurer ist als ein Dienstleister vor Ort.

Bei einer zentralen Vergabe bleiben Besonderheiten vor Ort unberücksichtigt, da der Dienstleister nicht jedes Objekt besichtigen kann und oft pauschal anbietet angeboten wird..

Unsere Branche hat ihre regionalen Spezialitäten. Sei es das Angebot an Reinigungskräften oder die Tarifunterschiede zwischen Ost und West. Dies bleibt bei einer zentralen Vergabe eher unberücksichtigt.


Eine Empfehlung an die Auftraggeber, die überregional ausschreiben möchten

  • Fragen Sie bei den großen Anbietern genau nach, welche Regionen sie optimal abdecken und welche sie nicht gut abdecken.
  • Unterscheiden Sie hierbei zwischen der Glasreinigung und der Unterhaltsreinigung. Sie werden feststellen, dass die Abdeckungen oft nicht deckungsgleich sind. Es gibt  Gebäudemanagementunternehmen, die in manchen Gebieten keine eigenen Glasreinigungstruppen haben, aber eng mit Vor-Ort-Subunternehmen zusammen arbeiten.
  • Finden Sie für die ‚weißen Flecken‘ starke regionale Dienstleister sowohl für die Unterhalts- als auch für die Glasreinigung.
  • Kombinieren Sie also überregionale und regionale Vergabe für beide Reinigungsleistungen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie regionalen Gebäude- und Glasreinigern vertraglich nicht die gleiche Versicherungssumme aufbürden wie den Großen. Unterscheiden Sie hier auch zwischen Gebäude- und Glasreinigung!
  • Bieten Sie den regionalen Unternehmen bei der Ausschreibung Ihre Hilfe an. Die Großen haben Abteilungen, die täglich nur Angebote schreiben. Bei den Kleineren liegt der Fokus auf der Auftragsumsetzung; eine große Papierflut ist da oft abschrecken.

Das Thema ist sehr breit. Hier sollten nur einige Gedanken vorgestellt werden. Ihre Fragen und Anmerkungen bitte jederzeit an info@klarosblog.de

Sind Sie an der KlarOs-Glasreinigung interessiert, empfehle ich Ihnen www.klaros-gmbh.de .

Ihr Karl Wachenfeld

Die Zukunft der Glasreinigung (02) – ein erster Blick nach vorn

Die Glasreinigung verbindet man seit 100 Jahren mit Leiter, Leder, Einwascher und Abzieher. Seit einigen Jahrzehnten – vielleicht seit den 50er Jahren – mit Hebebühnen.
Bei uns in Deutschland seit zirka 20 Jahren auch mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten.

Ist damit die Entwicklung abgeschlossen? Sicher nicht! Aber in welche Richtung kann es gehen?

Resümieren wir: Was sind grundsätzlich die Eckpunkte der Glasreinigung?

  • Die Scheibe muss eingewaschen werden. Der Schmutz wird gelöst.
  • Das Schmutzwasser muss von der Scheibe entfernt werden.

Wurde früher ausschließlich mit dem feuchten Einwascher der Schmutz gelöst und die Scheibe danach abgezogen, werden heute die Flächen oft mit entionisiertem Wasser eingesprüht, mit Waschbürsten der Schmutz gelöst und die Fläche danach abgesprüht, so dass die Schmutzflotte abläuft.

Dieses zuletzt beschriebene Verfahren wird bei der schon heute genutzten Reinigung mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten bei Glasfassaden, Treppenhäusern und kleiner Glasaufzügen angewandt.

Wenn man ehrlich ist, sollte man aber auch die Grenzen dieser neuen Methode benennen:
Die Stangen können heute bis zu einer Höhe von ca. 20 m eingesetzt werden – die Erreichbarkeit ist also begrenzt. Hat der Glasaufzug eine Höhe von 22 Metern muss man zu anderen, meist deutlich teureren Verfahren greifen. Da sind dann die alten Techniken (Hebebühne oder Kletterer) gefragt.

Neue Techniken in Sicht

Welche neuen technischen Entwicklungen könnten hier in Zukunft auf uns zukommen?

  • Können Sie sich vorstellen, dass eine Maschine mit Saugnäpfen die Glasfassade hochklettert?
  • Oder eine von Drohnen getragene Maschine die Glasfassade abwäscht?
  • Wären nicht auch Fenstersysteme möglich, in denen eine integrierte Waschbürste hochläuft?

Verrückte Ideen! Nein, gar nicht so abwägig.  

In den nächsten Blogartikeln gehen wir auf diese neuen Entwicklungen in unserer Branche ein.  

Wir wünschen allen unseren Bloglesern ein frohes neues Jahr. Bleiben Sie gesund und gestalten Sie Ihren Erfolg aktiv mit. Seien wir vorbereitet, auf das, was auf uns zukommt.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Zukunft der Glasreinigung (01) – ein Rückblick


Die Glasreinigung verbindet man seit 100 Jahren mit Leiter, Leder, Einwascher und Abzieher. Seit einigen Jahrzehnten – vielleicht seit den 50er Jahren – mit Hebebühnen.
Bei uns in Deutschland seit zirka 20 Jahren auch mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten.

Doch gucken wir im ersten Schritt noch einmal 20 Jahre zurück, als zwei Entwicklungen zusammen kamen:

  • Die Stangen wurden aus Karbon gefertigt und waren entsprechend leicht
  • Auf technischem Wege konnte fast komplett gereinigtes Wasser hergestellt werden

Die Reinigung mit entionisiertem Wasser und Stangen war geboren

Jetzt konnten große Glasfassaden bis ca. 20 Meter vom Boden aus gereinigt werden. Obwohl deutlich günstiger als der Hebebühnen- und der Klettereinsatz dauerte es Jahre – und ist bis heute noch nicht komplett abgeschlossen -, bis sich die Technik in der Branche und am Markt allgemein durchsetzte. Das lag sicher zum einen daran, dass das Verfahren neu war und man es einfach nicht kannte, zum anderen aber auch daran, dass der Widerstand der Glasreiniger sehr groß war, sich mit dem Neuem, dem Unbekannten anzufreunden. Hatte man doch bis dahin immer die Glasreinigungsarbeiten vom Steiger aus klassisch durchgeführt. Man war eben daran gewohnt und der Mensch ist ein verdammtes Gewohnheitstier 🙂 .

Warum konnte sich nun diese neue Technik dann doch Schritt für Schritt durchsetzen?

  • Die Reinigungsleistung war gut, oft sogar besser als von der Hebebühne aus
  • Sie war für den Kunden deutlich günstiger als die Arbeit von der Hebebühne aus oder durch Kletterer
  • Man konnte auch Bereiche reinigen, die keinen Hebebühneneinsatz zuließen
  • In den letzten Jahrzehnten wurde der Anteil der Glasflächen der Gebäude deutlich größer. Damit wurde der Druck auf die laufenden Kosten entsprechend größer

Doch ist das das Ende der Entwicklung in der Gebäudereinigung? Ich sage NEIN!

Im nächsten Blog werden wir ein neues innovatives Entwicklungsmodell vorstellen, das uns ein wenig  in die Zukunft entführt. Gehen Sie einfach den Weg mit – noch ist es Zukunftsmusik. Aber erinnern wir uns: Viele Jahrzehnte hat man über das Buch ‚Neunzehnhundertvierundachtzig‘ von George Orwell geschmunzelt. Seit Jahren tut man das nicht mehr.

Ich freue mich schon auf den nächsten Blog – und auf Ihre Rückmeldungen.

Ihr Karl Wachenfeld  – KlarOsblog

Die KlarOs-Reinigungsleistungen finden Sie unter www.klaros-gmbh.de