Heißt GRÖSSER immer BESSER?

Viele Glasreinigungsunternehmen streben nach mehr Umsatz und erhoffen sich damit höhere Gewinne. Aber ist das wirklich so? Was ändert sich, wenn das Unternehmen wächst?


Der Glasreiniger als Einmannbetrieb

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Was Sie als Glasreiniger erarbeiten verdienen sie selbst
Sie sind keinem Rechenschaft schuldig
Ihre Kunden haben großes Vertrauen zu Ihnen
Sie können Ihre Planung – auch Ihre Urlaubsplanung – so gestalten, wie Sie es wünschen
Sie können von zu Hause aus arbeiten
Sie haben keine Personalprobleme
Sie können die Preise selbst gestalten
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Sie sind für Ihre Rechnungsführung selbst verantwortlich
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Sie müssen Ihre Büroaufgaben selbst erledigen
Sie müssen Ihre Kunden selbst finden
Sie haben keine regelmäßigen Arbeitszeiten
Problematisch, wenn Sie ausfallen
Sie haben eine hohe köprerliche Belastung, speziell im Alter


Der Glasreinigungsunternehmen mit 4 gewerblichen Mitarbeitern

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Ihre Glasreiniger verdienen das Geld
Sie können die Buchhaltung an den Steuerberater übergeben
Wenn Sie einen geeigneten Büroraum und einen kleinen Lagerraum haben können Sie von zu Hause aus arbeiten.
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Sie sind komplett in die Büroorganisation (Angebotserstellung, Personalplanung, Einsatzplan, Lohnabrechnung, Rechnungswesen, Controlling, usw.)  eingebunden
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Ihre Urlaubsplanung ist schwierig, da Ihr Geschäft Sie täglich fordert
Sie müssen sich um Neukunden/Aufträge bemühen


Der Glasreinigungsunternehmen ab 6 gewerblichen Mitarbeitern

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Sie haben einen großen Umsatz. Man kennt Sie als Fachunternehmen.
Ist der Laden gut organisiert, macht das Unternehmen Gewinne
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Sie sind stark in den Vertrieb eingebunden
Sie brauchen mindestens eine feste Bürokraft, die täglich da ist
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Ihre festen Kosten steigen durch Lagerräume, Büropersonal, Autos, usw.
Die Personalprobleme häufen sich
Sie bieten Großaufträge an, die preislich stark umkämpft sind
Sie arbeiten als Subunternehmen und sind damit am Ende der Nahrungskette
Die unternehmerischen Risiken (persönlicher Ausfall, Schäden, usw.) wird größer

Diese Liste hat nicht den Anspruch vollständig zu sein. Sie sollte nur einige Vor- und Nachteile skizzieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die +/- – Liste erweitern. Ich nehme Ihre weiteren Hinweise gern in die Liste auf.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Der richtige Preis für mein Angebot

Wir Unternehmer stellen uns immer wieder die Frage, was der richtige Preis für unser Angebot ist. Der erfahrene Unternehmer hat dafür ein Gefühl und weiß, wann er spitz und wann er gut kalkulieren kann.

Doch was macht der Newcomer am Glasreinigermarkt? Sind 1.80 €/netto pro Quadratmeter zu viel – oder vielleicht zu wenig?


Die unterschiedlichen Kundengruppen:

Natürlich ist es unterschiedlich, mit welchem Kunden man zu tun hat. Bei der öffentlichen Ausschreibung gelten andere Kriterien. Hier zählt es, keine Formfehler zu begehen, die Kalkulation nach den Wünschen darzustellen, möglichst günstig zu sein, alle Anforderungen zu erfüllen (z.B. eine Versicherungssumme von 2 Millionen bei Sachschäden), und anderes mehr…..

Der kleinere oder mittelgroße Glasreinigerbetrieb muss sich und sein Unternehmen in allen Phasen der ersten Kontaktaufnahme bis zum Vertragsabschluss verkaufen. Das beginnen mit dem ersten Telefongespräch über die Besichtigung bis zum schriftliche Angebot.

Nicht wir, der Kunde bewertet den Preis, den Sie ihm anbieten. Und er bewertet nicht nur die Zahl, er bewertet viel mehr.


Der richtige Preis
setzt sich für den Kunden aus vielen Faktoren zusammen:

  • Kann das Unternehmen die abgefragte Leistung erbringen?
  • Hat es genug Fachkräfte, um die Aufgabe zu stemmen?
  • Wie weit sind die Anfahrtswege für das Unternehmen?
  • War das Besichtigungsgespräch angenehm? Kann ich dem Unternehmen vertrauen?
  • Haben im Angebotsschreiben alle meine wichtigen Punkte Berücksichtigung gefunden?
  • Ist die Kalkulation nachvollziehbar?
  • Hat mein Ansprechpartner die Termine eingehalten?
  • Sind die einzelnen Leistungen definiert oder gibt es ein Pauschalangebot?
  • Kommt die Anfrage über eine Empfehlung, aus dem Internet, durch eigene Werbung?
  • Hat das Unternehmen die Fläche exakt auf gemessen oder wurde sie über den Daumen kalkuliert?
  • Kann man mir sagen mit wie vielen Glasreinigern die Arbeiten durchgeführt und wie lange sie dauern werden?
  • Gibt es genügend Referenzen?
  • Hat man mich über den zeitlichen Vorlauf nach der Beauftragung informiert?
  • Werden Nachfragen als störend empfunden oder gern beantwortet?
  • Passen wir als Auftraggeber zu dem Auftragnehmer/dem Glasreinigungsunternehmen?
  • Hat das Unternehmen genug Erfahrung?
  • Ist das Unternehmen in dem Bereich spezialisiert?

Natürlich sollten Sie die Eckdaten der eigenen Kalkulation kennen. Ein Preis für die normale Fensterreinigung von 1,20 €/netto für Glas und Rahmen zweiseitig gereinigt ist einfach zu wenig – 3,00 €/netto hingeben zu viel.

Hier stellen sich für uns weitere Fragen, die den Preis beeinflussen:

  • Wie groß ist der Auftrag?
  • Wie stark ist die Verschmutzung?
  • Wie ist der Zustand der Rahmen?
  • Wie oft soll die Fensterreinigung im Jahr durchgeführt werden?
  • Soll zweiseitig oder vierseitig gereinigt werden?
  • Welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen? Leiter, Stange, Hebebühne…
  • Sind die Fenster freigeräumt?
  • Wieviel Wert legt der Kunde auf die Reinigung der Fensterbretter außen oder die Falze?

Erfahrung hilft, das ist so! Machen Sie regelmäßig Nachkalkulationen: Wie viele Stunden hatte ich geplant? Sind wir in der Vorgabe geblieben?
Wenn Sie das machen merken Sie, wo Sie zu billig waren?
Wenn Sie den Auftrag nicht bekommen haben kann es sein, dass Sie zu teuer waren. Muss aber nicht der Grund sein – siehe oben!

Schärfen Sie das eigene Unternehmensprofil und kalkulieren Sie realistisch, dann sind Sie auf dem besten Weg.

 

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Kontrolle ist wichtig, auch für den kleinen Glasreinigungsbetrieb

Wir sind gern selbständig, arbeiten viel und freuen uns über jeden neuen Kunden.

Doch dann ist diese dicke Zahlungsanweisung vom Finanzamt im Briefkasten und wir wissen nicht, wo wir das Geld hernehmen sollen. Oder der Winter ist länger und kälter als gedacht und es kommt kein Geld rein, die monatlichen Zahlungen stehen aber an…

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man sich automatisch meist auf das konzentriert, was man gern macht, aber die unangenehmen Dinge sehr schnell wegschiebt oder vernachlässigt.

Hierzu gehören oft

  • die Vernachlässigung gezielter Verkaufsaktivitäten
  • die Unterlagen, Schnellhefter und Rechnungen schnell abzulegen
  • die Rechnung gleich nach der Leistungserbringung zu erstellen

und nicht zuletzt

  • die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmen regelmäßig zu kontrollieren

Fangen wir mal mit der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit es Unternehmens an:

 

Die Wirtschaftlichkeit eines Auftrags prüfen

Nein, eigentlich ist das kein Hexenwerk. Man sollte es nur nicht zu kompliziert machen. Starten wir einfach.

Sie könnten z.B.

  • den Umsatz eines einzelnen Kleinauftrags durch die eingesetzten Arbeitsstunden teilen und den errechneten Stundenverrechnungssatz (SVS) für sich bewerten:

Der aktuelle Lohn für die Glasreiniger liegt (2017) bei 13,25 €.
Bei 19 € SVS haben Sie nichts verdient.
Ein kleiner Gewinn liegt bei 22,50 €.
Bei 27,50 € haben Sie alles richtig gemacht und nicht nur Geld gewechselt.

  • Fast perfekt sind Sie, wenn Sie dieses System auf den Monat hochrechnen und die monatlichen Gesamtumsätze durch die Gesamtstunden teilen und das Ergebnis bewerten.
  • Als Kontrollprofi können Sie sich bezeichnen, wenn eine digitales Kontrollsystem (z.B. über eine einfache Exceldatei) haben, das Ihnen am Monatsende auf Knopfdruck sagen kann

    – wie hoch der erarbeitete Monatsumsatz ist
    – was Sie an Lohn bezahlt haben
    – wieviel Fahrkosten angefallen sind
    – wie der Lohnanteil (Lohnkosten/erarbeiteter Umsatz x %) ist
    – wie groß die Abweichung vom Ziel ist.

    An dieser Stelle ist es von Vorteil zu wissen, wie hoch ein Lohnanteil (bezogen auf den Umsatz) sein sollte. Hier ganz grob eine Orientierung: Lohnanteil 40% = gut; 50% = noch ok; 60% inakzeptabel

Schließen Sie aus den Ergebnissen Ihrer Kontrolle die richtigen Schlüsse: Korrigieren Sie bei unzureichendem Ergebnis Ihren Stundenverrechnungssatz nach oben oder setzen Sie die Stundenleistung der Mitarbeiter bei Ihrer Angebotserstellung niedriger oder schaffen Sie bessere Bedingungen (Geräte, Maschinen, Hilfsmittel), dass eine höhere Flächenleistung möglich is….

Wir Unternehmer müssen an den wichtigen Stellschrauben drehen, nur viel Einsatz und Arbeiten führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Zahlenkontrolle jedoch hilft oft!!!!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

 

‘Die Höhle der Löwen’

Sehen Sie auch gern die Sendung ‚Die Höhle der Löwen‘?

Ist es nicht fantastisch, welche Energie manche Erfinder entwickeln?
Welche Produkt Sie entwickeln, die sie weltweit verkaufen wollen?
Wie sie sich den Löwen präsentieren und wie sie Ihre Argumente vorstellen?

Aber sieht man nicht manchmal auch, dass die Idee gut ist, aber noch kein Produkt verkauft wurde?
Kein Konzept für die nächsten Entwicklungsschritte fehlt?
Die Firmenbewertung absolut unrealistisch ist?

Der Nutzen für uns Glasreiniger

Was können Sie als Glasreiniger, der sich selbständig machen will, aus der Sendung mitnehmen?

Meist sind es ja neue Produkte, die den Markt erobern sollen. Hat man da eine gute Idee, ist zumindest der erste Schritt schon getan.

Bei uns Glasreinigern sieht das ja anders aus: Unser Produkt kennt man. Womit kann man in diesem Fall gegenüber der Konkurrenz, die genau das gleiche Produkt anbietet, überzeugen?

Doch machen wir erst einmal den ersten Schritt: Der Kunde muss auf uns aufmerksam werden und unsere Leistung abfragen wollen. Unterschätzen Sie dies nicht! Das Wissen, in seiner Branche selbst gut zu sein, überzeugt zunächst niemanden. Damit allein überzeugt man Keinen! Man muss an den potentiellen Kunden herankommen (Flyer, persönlicher Kontakt, Kaltaquise, Webseite, Emails, Blog, o.ä.) und das ist für viele kein leichter Schritt.! Hier müssen Sie kreativ sein und bestimmt einige Male über Ihren Schatten springen.

Und dann ruft der Kunde an und fragt nach. Der erste wichtige Schritt ist getan! Aber noch haben Sie den Kunden nicht gewonnen.

Es sind viele Punkte, die dem Kunden das Gefühl geben, dass Sie das richtige unternehmen für ihn ist und dass unser Angebot genau das ist, was der spezielle Kunde wünscht. Dazu gehört…

  • Ein freundliches erstes Telefongespräch mit einem verbindlichen Besichtigungstermin.
  • Eine Besichtigung, die in angenehmer Atmosphäre stattfindet, alle Eckdaten aufnimmt und die Wünsche der Kunden genau heraushört
  • Ein schriftliches Angebot, die alle wichtigen Informationen beschreibt und sie bei der Kalkulation berücksichtigt.
  • Eine Kalkulation anzubieten, die sich im nachvollziehbaren Rahmen bewegt (realistischer Zeit zu einem angemessenen Stundenverrechnungssatz).
  • Einen angemessenen Zeitplan zwischen Angebotsanfrage, Besichtigung und Angebotsabgabe einhält.
  • Verbindliche Termine (Besichtigung, Durchführung) auszumachen.

Und jetzt geht es um die Umsetzung:

  • Sie setzten Mitarbeiter ein, die Fachkompetenz haben und mit den notwendigen Gerätschaften, Maschinen und Verbrauchmaterialien ausgerüstet sind.
  • Sie schreiben Rechnungen, die die Leistung wiederspiegelt und nachvollziehbar ist.
  • Sie bearbeiten – falls nötig – Reklamationen problemlose und unkompliziert.

Alles richtig gemacht? Prima. Sie haben nicht nur einen Auftrag bekommen sondern einen Kunden gewonnen. Ihr Unternehmen ist auf dem richtigen Weg!

Nicht vergessen: Als erstes muss das Telefon klingeln, damit wir überhaupt eine Anfrage bearbeiten können.

Die Höhle der Löwen kann uns auch den einen oder den anderen Tipp geben!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

92% der Glasreinigungsarbeiten sind lt. Studie an Gebäudereiniger vergeben

Ja, 92% der Glasreinigungsaufträge werden laut Studie des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesinnungsverband aktuell von Gebäudereiniger bearbeitet. Ich gehe mal davon aus, dass der riesige Markt der Privathaushalte hier unberücksichtigt geblieben ist.

Exkurs:

Er ist für den Bundesinnungsverband mit seinem Anspruch, das Gebäudemanagement – noch besser: das Facility Management – zu vertreten, uninteressant ist. Die 2% der großen Unternehmen mit 46% des Umsatzes sind Ihre Zielgruppe. Die Gruppe der Glasreinigungsbetriebe ist als Mitglied wirtschaftlich nicht interessant, im Gegenteil, Sie könnten als starke Gruppe das Stimmengewicht beeinflussen, und das will doch wirklich Niemand .

Was heißt das nun für die Glasreinigungsbranche: Der Kuchen ist nahezu komplett aufgeteilt. Die großen Aufträge, besonders die öffentlichen, wandern immer mal wieder in neue Hände, werden also rumgereicht. Ähnlich verhält es sich allerdings auch bei den kleineren und mittleren Unternehmen. Die Kleistaufträge bieten für Einzelunternehmer aufgrund der demografischen Entwicklung – die Menschen werden immer älter und wollen nicht von der Leiter fallen – eine Chance.

Welche Chancen hat der Jungunternehmer in der Glasreinigungsbranche?

Unter diesen Vorzeichen als neuer Betrieb Fuß zu fassen und seinen Marktanteil auszubauen, ist wirklich nicht leicht. Wie soll man das machen? Über den Preis? Oder vielleicht über den Qualitätsanspruch? Oder über die Spezialisierung? Ginge es auch über eine passgenaue Webseite?

Über den Preis

Natürlich gewinnt man so Kunden, aber es sind genau die Kunden, die im nächsten Moment wieder weg sind, weil Ihnen jemand ein besseres Angebot macht. Und hier ist das Betriebsergebnis nicht befriedigend. Die Folge: Löhne werden zu spät bezahlt, Investitionen sind nicht möglich, und…..

Über die Qualität

Das Problem hier ist, dass das zunächst ein Versprechen ist, der Kunde es Ihnen aber nicht glauben muss. Schließlich verspricht jeder die höchste Qualität zu einem guten Preis. Ein Qualitätsversprechen wird dann vom Kunden geglaubt, wenn er auf Empfehlung kommt, sich bei der Besichtigung verstanden fühlte, Sie sich auf die angebotene Leistung seit Jahren qualifiziert haben, die Webseite hier dem Kunden eine überzeugende Antwort gibt….

Über die Spezialisierung

Das ist ganz sicher ein gangbarer Weg. Problem ist nur, Sie müssen gezielt in Maschinen, Geräte, Fachwissen, u.a. investieren. Und das fällt so manchem Jungunternehmer nicht leicht. Ich denke da an die fünfteilige Leiter, die RO-Anlage, die Karbonstangen, u.ä.

Über die Webseite

Eine optimale Webseite heißt Zeit und Geld investieren und diese immer wieder optimieren. Eine Webseite ist nie fertig. Wenn Sie das denken, ist sie schon veraltet. Aber auch wenn die Webseite gut ist heißt das noch nicht, dass Sie gefunden – geschweige denn gelesen wird. Interessant sind wirklich nur die ersten 10 Adressen beim Webseitenaufruf. Gehören Sie dazu, haben Sie vieles richtig gemacht. Testen Sie selbst: Sie gehen in Google und geben ‚Glasreinigung‘ und den Ort, in dem Sie leben, ein. Jetzt kommt die blanke Wahrheit zu Tage. Wo stehen Sie? (Achtung, wenn Sie mit dem gleichen Computer mehrfach den gleichen Aufruf starten, rückt Ihre Adresse nach vor, aber leider nur von Ihrem Computer aus. Also von außen testen, dann bekommen Sie ein realistisches Bild.)

Jeder Weg hat seine Ecken und Kanten. Man muss geduldig sein, am Ball bleiben und an allen möglichen Strippen ziehen. Dann werden Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Viel Glück dabei!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Drei typische Glasreinigungsunternehmen

Ich möchte Ihnen im Folgenden drei typische Glasreinigungsunternehmen vorstellen.
Wo finden Sie sich am ehesten wieder?

Der Ein-Mann-Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Privatkunden, kleine Gewerbekunden
Umsatz pro Kunde:               bis 100 €/netto              
Gerätschaften:                      Einwascher, Abzieher, Leder, Eimer, Chemie, Leiter
Leistungsumfang:                 klassische Glas- und Rahmenreinigung
Spezialleistungen:                – keine –
Besonderheiten:                   persönl. Kundenbindung, geht auf individuelle Wünsche  ein
Mitarbeiterzahl:                     1 Mitarbeiter
Mitarbeiterqualifikation:         gelernter Glasreiniger oder angelernt
Umsatz/anno:                       ca. 25.000 €/netto
Einsatzgebiet:                       lokal/begrenzt 

Der spezialisierte Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Private, gewerbliche Kunden (z.B. Hausverwaltungen)
Umsatz pro Kunde:               bis max. 3.000 €/netto pro Auftrag
Gerätschaften:                      Klassisch, 24er Leiter, Osmosegeräte, Stange, Kletterer
Leistungsumfang:                 die komplette Glasreinigungsleistung (klassisch, Hebebühne, Stangen, …)
Spezialleistungen:                z.B. Kalksanierung, Edelstahlreinigung, Aufzugreinigung
Besonderheiten:                   schwierige Kundenaufträge werden gern durchgeführt/Problemlöser  
Mitarbeiterzahl:                     4 bis 6 Mitarbeiter
Mitarbeiterqualifikation:         gelernte Glas- und Gebäudereiniger                                         Umsatz/anno:                       ca. 250.000 €/netto
Einsatzgebiet:                       bis max. 200 km Umkreis

Der große Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Gewerbliche Kunden, Behörden, Facility Management-Unternehmen 
Umsatz pro Kunde:               bis 20.000 €/netto
Gerätschaften:                      Klassisch, 24er Leiter, Osmosegeräte, Teleskopstangen, Kletterer
Leistungsumfang:                 die komplette Glasreinigungsleistung (klassisch, Hebebühne, Stangen, …)
Spezialleistungen:                z.B. Kletterleistungen
Besonderheiten:                   hohe Quadratmeterleistung bei Großkunden
Mitarbeiterzahl:                     bis 30 Mitarbeiter        
Mitarbeiterqualifikation:        gelernte Glas- und Gebäudereiniger
Umsatz/anno:                       bis 1,5 Mio. €/netto
Einsatzgebiet:                       bis max. 200 km Umkreis, aber teilweise auch weiter

Jede Mitarbeiter-/Umsatzgröße schafft seine Besonderheiten am Markt. Der Ein-Mann-Unternehmer ist überfordert, wenn er sich an öffentlichen Aufträgen beteiligen will, das große Glasreinigungsunternehmen kann auf individuelle Schwierigkeiten meist nicht mehr so genau eingehen, wie das spezialisierte kleiner Glasreinigungsunternehmen.

So hat jeder Typ seinen Platz am Glasreinigungsmarkt und seinen treuen Kundenkreis.

Wichtig aus meiner Sicht ist, dass man weiß, wo man steht, welche Möglichkeiten man hat, womit man überfordert ist und wo seine eigenen Stärken sind.

Größer, größer, größer ist nicht immer vorteilhaft. Der Ein-Mann-Unternehmer ist nur sich selbst verpflichtet, kann aber auch in Schwierigkeiten kommen, wenn er z.B. einen Unfall hat.

Bei dem größeren Glasreinigungsunternehmen wächst gleichzeitig auch die Verwaltung. Schnell wird der Chef zum Verkäufer, Büromitarbeiter, Organisator – da bleibt dann keine Zeit mehr, um mitzuarbeiten. Das Geld müssen seine Mitarbeiter vor Ort verdienen.

Ihre Kommentare können Sie beim Anklicken der grauen Sprechblase (rechts neben der Überschrift) niederschreiben. Ich freue mich darauf!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

VHS-Seminare: Existenzgründung in der Glasreinigung

 Die Volkshochschule (VHS) ist eine gute Möglichkeit sich zu informieren und zu qualifizieren!

Letzte Woche hatte ich einen Access-Kurs (Datenbankprogramm) bei der Volkshochschule Treptow/ Köpenick besucht.

Ich muss sagen, das war ein voller Erfolg: Der Dozent war hochqualifiziert und hat die Themen sehr gut herübergebracht, die Lerngruppe war absolut motiviert und die Kosten waren durch die Subventionierung des Senats absolut günstig. Was will man mehr?!

In einem großen Flyerständer fand ich auch einen Flyer zum Thema ‚BWL – Existenzgründung‘. Den habe ich mir gleich eingesteckt und möchte Sie hier kurz über den Inhalt informieren:

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Der ‚Basiskurs für Existenzgründer/innen‘ informiert über das fachliche und persönliche Anforderungsprofil und bereitet auf die einzelnen Schritte bei der Gründung vor.

60 €, 16 Unterrichtsstunden, 4 Donnerstage von 18.00-21.15 Uhr

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Der Kurs zur ‚Existenzgründung‘ führt Sie Schritt für Schritt in die Selbständigkeit, prüft die Kandidaten bezüglich Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und ihren Weg zum eigenen Unternehmen. Sie lernen den Businessplan, Finanzierungskonzepte und wichtige Formalien kennen.

85 €, 18 Unterrichtsstunden, 1 x Montag bis Mittwoch von 09.00-16.00 Uhr

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Im Kurs ‚Das kaufmännische Einmaleins‘ stehen die Zahlen im Mittelpunkt, u.a. die Buchführung, der Marktpreis, die Kostenrechnung. Ich weiß, das erscheint sehr trocken, gerade, wenn man von seiner eigenen Unternehmensidee begeistert ist, aber Zahlen sind absolut wichtig! Wie viele sind schon mit der buntesten Idee untergegangen, weil sie nicht wirtschaften konnten.

30 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x dienstags von 9.00-16.00 Uhr

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Fördermittel – für Existenzgründer und kleine bis mittlere Unternehmen – können helfen, die erste und schwierigste Phase der Gründung besser zu überstehen.  Hier gibt’s viele Informationen und praktische Tipps.

31 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x samstags von 09.00-16.00 Uhr

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Der Kurs ‚Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre‘ gibt einen umfassenden Einblick in viele betriebswirtschaftliche Themen, so z.B. aus dem Arbeitsrecht, der Finanzierung, der Steuer, der Kalkulation und des Marketings.

155 €, 36 Unterrichtsstunden, 12 x montags von 18.00-21.15 Uhr

Ja, ich kann jedem Existenzgründer nur raten, hier einen Kurs zu buchen! Volkshochschulkurse gibt es ja in jedem Bezirk von Berlin, aber das Angebot in Treptow-Köpenick hat mich überzeugt:

Telefon: 90297-4055 (Mo – Do 17 – 19 Uhr, Di + Do 10 – 12 Uhr) E-Mail-Kontakt: anmeldung@vhstk.de www.vhs-treptow-koepenick.de

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs GmbH

Die Geschichte der Glasreinigung – Teil 3

Glasreinigungsentwicklung nach dem 2. Weltkrieg

 In den 60er Jahren, die Wirtschaft hatte sich stabilisiert und man sprach sogar von dem Wirtschaftswunderjahren, entstand ein neuer Typ von Glas- und Gebäudereinigungsunternehmen am Markt, die sich bald nicht mehr auf die Leistung der  Glas- und Gebäudereinigung beschränkten, sondern durch Ihre Kenntnisse in der Personalführung schnell weitere personalintensive Branchen, so den Catering- und den Sicherheitsbereich, in Ihr Unternehmen integrierten und sich zu den großen Facility Managementunternehmen, die überregional und oft auch weltweit agieren, entwickelten. Da es sich hier um eine Rundumversorgung der Kunden handelt ist die Glasreinigung integriert, macht aber für diese Unternehmen nur einen kleinen, eher zu vernachlässigenden Umsatz aus.

Die Situation heute

Somit finden wir heute die neuen großen Facility-Management-Unternehmen, die klassischen Gebäudereinigungsunternehmen (unterschiedlicher Größe), die kleine Dienstleister mit dem breiten Reinigungs- und Hausmeisterpaket, wenige Glasreinigungsunternehmen (meist als Subunternehmer für die großen tätig) und die Ein-Mann-Glaseinigungsbetriebe parallel am Markt.

Da heute wenige große Unternehmen unserer Branche einen Großteil der Arbeitskräfte beschäftigt sind die regionalen Innungsbetriebe an deren Mitgliedschaft besonders interessiert. So kommt es, dass die Gebäudereinigerinnung nur einen Teil der Glas- und Gebäudereinigerbranche repräsentiert und eher die Interessen der Großen am Markt vertritt. Der kleine Glasreinigungsbetrieb findet sich da auf jeden Fall nicht wieder und natürlich auch nicht repräsentiert.

Glasreiniger finden sich somit in den großen Facility-Unternehmen, in den Gebäudereinigungsunternehmen und den Glasreinigungsunternehmen und als selbständige Glasreiniger. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Konkurrenzkampf der Großen immer heftiger wird und der wirtschaftliche Druck auf die mittelgroßen Unternehmen sich verstärkt.

Mein Tipp für die kleineren Glasreinigungsunternehmen am Markt

Für die kleinen Reinigungsunternehmen heißt das aus meiner Sicht, die eigene Strategie für die zukünftige Entwicklung genau zu definieren.  Eine Möglichkeit sehe ich in der Spezialisierung auf eine – oder zumindest auf wenige – Leistungen. Insofern hat der Glasreiniger eine gute Chance am Markt, muss dabei aber aufpassen, dass er sich als Subunternehmer nicht zum Spielball der Großen macht. Ein eigener Vertrieb/Verkauf kann dabei sehr hilfreich sein.

Karl Wachenfeld – KlarOs
info@klaros-gmbh.de

 

 

Bescheidenheit führt zum Erfolg – auch in der Glasreinigung

Bescheidenheit

  • Das Geld von dem großen Auftrag ist schon auf dem Konto
  • Es ist September und der Kontostand macht Freude
  • Das Auto läuft zwar noch, aber ein größeres neues wäre sehr schön
  • Die Unterstützung durch das Arbeitsamt hält den Existenzgründer in den schwarzen Zahlen

Da können wir doch endlich mal kräftig zugreifen:

  • Der Urlaub in die Karibik stand schon lange an
  • Die neuen Maschinen brauchten wir schon lange
  • Der neue Wagen stärkt mein Image am Markt und in der Branche
  • Die Leasingraten/die Zinsen sind so niedrig

ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG

Seien Sie bescheiden und bleiben Sie auf dem Boden. Das Spiegelbild verzerrt schnell die reale Situation!

  • Das Finanzamt stellt unerbittlich seine Forderungen
  • Die Krankenkassen erwarten Ihre Überweisungen pünktlich
  • Die Außenstände kommen nicht rein
  • Die Kündigung des Großkunden/größten Kunden muss nicht, kann aber ins Haus flattern
  • Im Winter ist der Umsatz deutlich geringer, die laufenden Kosten aber nach wie vor da
  • Unvorhergesehenes kann immer kommen – Kündigung des langjährigen Mitarbeiters, Arbeitsunfälle, Schadensfälle, Autounfälle, und, und…

Erfolg heißt nicht, knickerig zu sein! Es muss regelmäßig in neue Geräte, Maschinen, die Weiterbildung, den Fuhrpark investiert werden, und sicher müssen Sie sich auch erholen und mal ein paar Tage komplett abschalten können.

Aber verschließen Sie nicht die Augen vor der Realität – und die heißt für Glasreiniger ‚Finanzamt‘, ‚Winterzeit‘, ‚Unvorhergesehenes‘, ‚zu hohe regelmäßige Kosten (Miete, Leasing, u.ä.)‘…. – bleiben Sie bescheiden!

Seien Sie die Katze, die auf allen Vieren sicher steht und den Stürmen trotzt –
und nicht das Spiegelbild auf dem Rücken, dreimal so groß, aber nur so lange, wie das Wasser noch nicht weggetrocknet ist!

Ihr Karl Wachenfeld – info@klaros-gmbh.de

 

 

 

 

 

Braucht der Glasreiniger seine eigene Webseite?

Ganz klare Antwort: Ja!

Das beginnt schon damit, dass man sich über den Inhalt der Webseite sehr genau Gedanken macht – und was ist das anderes, als dass man über sein eigenes Unternehmen nachdenkt.

Wie kann ich etwas so darstellen, dass der Kunde mich versteht? Was sind meine Leistungsschwerpunkte? Was ist die Besonderheit meines Unternehmens? Welche Kundengruppe möchte ich ansprechen?

Nutzen Sie die Unterstützung eines Webdesigners

Und dann stellt sich die Frage, wer die eigenen Gedanken in der richtigen Weise formuliert. Meine Erfahrung ist, dass die Glasreiniger vieles können aber an dieser Stelle ihre Schwierigkeiten haben. Was liegt da näher als jemanden zu finden, der diese Arbeit übernimmt und Ihre Webseite so gestaltet, dass sie Ihren Kunden anspricht.

Er kann aufgrund seiner fachlichen Erfahrung Ihre Fragen für Sie beantworten:

Soll man alles genau beschreiben oder einen Überblick geben? Welche Bilder passen zu meinem Text? Wie wird ein Text rund und ansprechend?

Doch wie findet man ihn, den Webseitenentwickler, der uns versteht, unsere Gedanken formulieren kann und einen angemessenen – und nicht überhöhten – Preis aufruft?

Meine Erfahrungen

Ich habe ihn vor ca. 10 Jahren in Herrn Hutschenreiter bei www.xmedia-service.de gefunden. Er berät, gibt schnelle Rückmeldungen, arbeitet sehr systematisch, kann Gedankenfetzen ausformulieren und macht einen nicht Pleite.

Finden Sie einen Vertrauten, der die Aufgabe ernst nimmt, Ihr Unternehmen kennen lernen möchte und Ihre Webseite in Ihrem Sinne gestaltet. Der weiß, was man machen kann und worauf es ankommt. Er muss nicht in Ihrer Stadt wohnen, er muss nur Ihre Idee umsetzen können!

Meine Firmen-Webseiten www.klaros-gmbh.de hat monatlich einen Zugriff von fast 300 Usern. Gehen wir davon aus, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil von Mitbewerbern neugierig sind und einfach mal reinschauen möchten, bleibt da immer noch ein beträchtlicher Teil von interessierten Kunden.

Aus meiner Sicht ist die aktive Webseite neben der Empfehlung der größte Hebel, um sich aus der Subunternehmerfunktion zu befreien und eigene neue Kunden zu finden.

Nutzen Sie diese Möglichkeit. Ihr Umsatz wird sich freuen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs®