Gesellenprüfung als Gebäudereiniger bestanden – und jetzt?

In diesen Tagen werden die Gebäudereinigergesellen freigesprochen. Drei Jahre mit Schweiß, Lernen, Frust – aber auch Freude sind geschafft. Nun steht der nächste berufliche Schritt vor Ihnen.

Manche Junggesellen bleiben in Ihrer Firma – da weiß man, was man hat. Die Angebote sind jedoch sehr unterschiedlich: Von Teilzeitangeboten in der Unterhaltsreinigung bis zum Vollzeit-Einsatz in der Glasreinigung ist alles möglich.

Andere Absolventen haben es da nicht so gut: Der Ausbildungsvertrag läuft aus und damit endet auch das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitsgeber. Nun ist Eigeninitiative gefragt.

Welche Angebote bieten sich dem neuen Gesellen an?

  1. Die Arbeit bei einem mittelständischen Gebäudereiniger als Grund- und Glasreiniger mit Unterstützungseinsätzen in der Unterhaltsreinigung und im Winterdienst. Hier wird jede Leistung nach den entsprechenden Tarifen bezahlt. Der Vorteil ist, dass man das ganze Jahr hindurch Arbeit hat.
  2. Die Arbeit in einer Glasreinigerkolonne eines Großunternehmens. Hier ist der Leistungsdruck sehr hoch. Die Glasreiniger werden im Winter, wenn nicht genug Arbeit da ist, in die Arbeitslosigkeit geschickt.
  3. Die Arbeit in einem spezialisierten Glasreinigungsunternehmen. Hier ist die Arbeit deutlich abwechslungsreicher und das Verhältnis zum Chef ist persönlicher. Aber auch hier gibt es in den Monate Januar und Februar keine Arbeit für den Glasreiniger.
  4. Einige der Junggesellen sehen allerdings auch in der Gebäudereinigung keine Zukunft und hegen den Wunsch, etwas Neues zu machen. Dagegen spricht aus meiner Sicht grundsätzlich gar nichts. Allerdings sollte man nicht denken, dass neue Wege von vornherein leichter sind. Durchbeißen muss man sich überall.
  5. Ein weiterer, nicht für jeden möglicher Weg ist es sich weiter zu qualifizieren. Hier bietet sich die Meisterausbildung an. Ein Hürde dabei sind sicher die Kosten. Schön, wenn man ein Unternehmen findet, dass den engagierten jungen Mitarbeiter dabei finanziell unterstützt.
  6. Und was macht der Prüfling, der seine Prüfung nicht bestanden hat? Nicht jeder hat die Kraft noch ein weiteres Jahr heranzuhängen und die Prüfung zu wiederholen. Ein Teil wird sicher als Ungelernter weiterhin jobben, wo auch immer.

KlarOs gehört zu der dritten Gruppe und freut sich über Bewerbungen aus Berlin. Aber auch Prüflinge der sechsten Gruppe sollten sich bei uns bewerben. Voraussetzung ist, dass Sie sich in unser Team gut integrieren, zuverlässig sind und unseren Kunden freundlich begegnen.

Wir wünschen allen Junggesellen und Prüflingen das Allerbeste für die Zukunft.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Welche Anlage soll ich für die Glasreinigung kaufen?

Vor kurzem wurde ich von einem Kollegen gefragt, welche Anlage (Osmose/Jonentauscher) er in seiner Situation kaufen sollte.

Hier drei Tipps zum Thema:

  • Sie müssen mindestens einen Mitarbeiter haben, der bereit ist, mit dem Gerät zu arbeiten. Wenn Sie den nicht haben, lassen Sie besser die Finger davon!
  • Wenn Sie bisher keine Erfahrung mit dem System haben, kaufen Sie eine kleine Maschine (nur Jonentauscher, keine Osmoseanlage). Machen Sie erst einmal ein paar Erfahrungen.
  • Wenn Sie dreimal in der Woche mit der wasserführenden Stange arbeiten könnten kann sich der Kauf einer großen Anlage (Osmose+Ionentauscher) lohnen. Wäge Investitionskosten und Umsatzmöglichkeit ab!
  • Bei den Stangen haben Sie die Qual der Wahl. Je leichter und je höher, desto teurer!
    Starten Sie mit zwei Stangen (Höhe ca. 12 Metern) und steigern Sie Anzahl und Höhe nach Einsatzhäufigkeit und Auftragsbedingungen.

Man kann sehr viel dazu sagen. Wenn weitere Fragen bestehen können Sie mich gerne anrufen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Der Glasreinigungsfachbetrieb als Unterstützer des mittelständischen Gebäudereinigers

Ich habe ja schon mehrmals die unterschiedlichen Unternehmenstypen in der Glasreinigung charakterisiert.

Nochmals zur Erinnerung:

1.)     Der selbständige Glasreiniger als Einzelkämpfer
2.)     Die Glasreiniger in mittelständischen Gebäudereinigungsunternehmen
3.)     Die Abteilung Glasreinigung in den großen Gebäudemanagementunternehmen
4.)     Der Fachbetrieb, der sich ausschließlich auf die Glasreinigung konzentriert

Authentisch kann ich aus der vierten Gruppe berichten, da wir ausschließlich die Glasreinigung und ergänzend die Aufzugreinigung an, da auch die Glasreinigung beinhaltet, anbieten:

Seit vielen Jahren arbeiten wir sehr eng mit den mittelständischen Gebäudereinigungsunternehmen zusammen. Aus unteren Erfahrungen stossen diese Unternehmen aus der Glasreinigung mit ihrer oft Ein-Mann-Glasreinigungsabteilung fachlich und personell bei der Betreuung Ihrer Kunden häuft an Grenzen und können die speziellen Wünsche ihrer Kunden im Glasreinigungsbereich nicht abdecken.

Hier steht Ihnen der Glasreinigungsfachbetrieb zur Verfügung und deckt ihre ’schwierigen‘ Glasreinigungsaufträge ab. Das sind zum Beispiel

–          Treppenhäuser mit Festverglasung
–          Klettereinsätze
–          Treppenhäuser, die komplett über die Stadt verteilt sind
–          Die Reinigung mit wasserführenden Stangen bis in 20 Meter Höhe
–          Größere bzw. hohe Glasfassaden
–          Hebebühneneinsätze mit entsprechender Qualifikation
–          Wintergärten
–          Glasfassaden, die den kombinierten Einsatz von klassischer Glasreinigung,  
            Stangenarbeit, Hebebühneneinsatz und Industriekletterer erfordern
–          Glasaufzuginnenreinigung mit entsprechender Fachkompetenz und Erlaubnis etc.

Eine Zusammenarbeit mit den Gebäudereinigern kann aus meiner Sicht nur dann langfristig klappen, wenn sich ein Vertrauen zwischen den Partnern aufgebaut hat. Dies bedeutet für den Glasreinigungsfachbetrieb:

–          Sich im Kontakt mit dem Auftraggeber hinter dem 
           Gebäudereiniger/Generalunternehmer einordnen
–          Dem Partner faire Angebote unterbreiten
–          Für den Generalunternehmer bei Glasreinigungsanfragen kostenlose
           Besichtigungen durchführen

Der Vorteil für den mittelständischen Gebäudereiniger besteht darin:

–          Er greift auf ein spezialisiertes Know-how des Glasreiniger zu
–          Er nutzt eine größere Manpower
–          Er braucht nicht selbst teure Maschinen zu kaufen, die selten eingesetzt werden
–          Er kann seinen Sub gezielt einplanen
–          Er kann sich komplett auf seine Fachkompetenz in der Gebäudereinigung
           konzentrieren

Zusammenarbeit kann beiden helfen!

 

Ihr Karl Wachenfeld – KLarOs

Worauf sollte der Kunde bei der Beauftragung der Glasreinigung achten, um keine Überraschungen zu erleben

Sie wollen Ihre Fenster reinigen lassen? Dann empfehlen wir Ihnen folgende Punkte zu berücksichtigen:


Der erste Schritt:

Der Besichtigungsbesuch bei Ihnen zur Erstellung des Angebotes schafft für beide Parteien Sicherheit:

Die Leistung kann eingeschätzt werden, die Kundenwünsche werden berücksichtigt und der Umfang der Arbeiten wird durch die Aufmaßerstellung erfasst. Somit passen Leistung und Preis zusammen und bilden eine gute Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im optimalen Fall erstellt der Glasreiniger Ihnen aufgrund der Informationen ein umfassendes Angebot, benennt die Leistungen, erklärt seine Arbeitsweise und gibt Ihnen weitere Hinweise und nennt Voraussetzungen für den problemlosen Ablauf bei der Durchführung.


Achtung: Missverständnisse, die schnell entstehen können:

Bsp. 1: Der Kunde erwartet, dass seine Fenster, die zwei Jahre nicht gereinigt wurden, komplett sauber werden. Das ist nicht einfach umzusetzen. Immer mit mehr Zeiteinsatz = Kosten verbunden. Kann In keinem Fall zu einem ‚normalen Glasreiniger-Preis‘ angeboten werden. Die Erwartungen sollten klar benannt werden.

Bsp. 2: Der Kunde erwartet, dass seine Fenster, die lange Zeit nicht gereinigt wurden, komplett sauber werden. Allerdings stellt der Glasreiniger, nachdem eingewaschen und abgezogen wurde fest, dass das Glas stark verkalkt ist. Dies konnte, als die Fenster noch schmutzig waren, nicht erkannt werden. Eine ergänzende Kalkentfernung ist mit einem deutlich erhöhten Zeitaufwand verbunden, die nicht eingepreist wurde und auch den geplanten Zeitrahmen sprengen würde. Meine Empfehlung: bei einer Folgereinigung die Kalkentfernung mit einzuplanen. Hier ist wiederum die Abstimmung zwischen AG und AN notwendig.

Bsp. 3: Der Kunde stellt nach der Glas- und Rahmenreinigung fest, dass die Fenster stark verkratzt sind und verbindet dies mit einer unsachgemäßen Durchführung der aktuellen Reinigungsarbeiten. Die zeitliche Nähe zwischen der gerade durchgeführten Glasreinigung und dem Auffinden der Kratzer spricht genau dafür. Allerdings: Erfahrungsgemäß entstehen die meisten Kratzer bei der Baureinigung! Im Einzugsstress wird nicht genau hingesehen. Dann werden die Fenster schmutzig und man sieht die kleinen Kratzer sowieso nicht. Wenn dann das Glas sauber ist und die Sonne in dem richtigen Winkel einfällt – gut zu sehen in den Monaten Januar bis März – sieht man die Kratzer am besten – und der Aufschrei ist groß und die Probleme sind vorprogrammiert. Ein ähnliches Aha-Erlebnis kann man natürlich auch bei alten Fenstern, die gerade gereinigt wurden, haben.

Wichtig ist festzuhalten, welche Ergebnis gewünscht und welches Arbeitsverfahren durchgeführt werden soll.


Die Unterscheidung:

Wir unterscheiden in der Glasreinigung zwischen der ‚normalen Glasreinigung‘ und der Glasgrundreinigung

Die ‚normale Glasreinigung‘ wird halbjährlich, mindestens aber jährlich durchgeführt. Hier wird das Glas eingewaschen und abgezogen, der Rahmen mit einem feuchten Tuch abgewischt.

Bei der Grundreinigung wird das Glas und der Rahmen eingewaschen, mit der Klinge werden die groben Verschmutzungen abgeklingt und, wenn verabredet wird spezielle Chemie/Pulver zur Kalkentfernung eingesetzt. Das Fenster wird nochmals eingewaschen und abgezogen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Fenster sauber ist. Hier können die Kosten doppelt bis vierfach höher sein als bei der regelmäßigen Reinigung.

Umsicht ist gefragt!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

OneNote macht die Büroarbeit leichter – auch für den Glasreiniger

In meinem letzten Blog habe ich schon darauf hingewiesen, dass ich nach der Umstellung auf das papierlose Büro ergänzend OneNote einsetze.


Was ist OneNote?

Für diejenigen, die mit OneNote bisher nichts anfangen können, ein paar grundsätzliche Hinweise:

OneNote ist ein Windowsprogramm und im Normalfall im Office zu finden.
Es hilft mir alle Ideen, post-its, interessante Informationen, Webseiten-Bildschirmausschnitte und vieles mehr abzulegen und festzuhalten. Wenn man OneNote geöffnet hat kann man jederzeit darauf zugreifen oder Informationen so ablegen, dass man diese sehr schnell wieder findet. Abspeichern braucht man nichts, alle neuen Einträge werden sofort gespeichert. Eine Synchronisation mit Handy oder anderen Computern ist möglich.


Wie arbeitet man mit OneNote?

Ich habe mit Privat, KlarOs und EDV aktuell drei Hauptordner (Register), die in weitere Unterordner aufgeteilt werden.

Als Beispiel nehme ich hier den Privat-Ordner: Hier könnte man z.B. folgende Reiter finden: Garten, Gesundheit, Haus, Urlaub, u.a.

Die dritte Ebene findet man in den Unterordner. Hier kann man beliebig viele Seiten je Unterordner benennen und thematisch füllen.

Bei den Reisen könnten sich folgende Seiten finden:
– Terminplanung des laufenden Jahres
– Schwarzwald 16.07. bis 23.07.
– Kofferliste u.a.

Beispiel für das Ordnungssystem

  1. Privat – 2. Urlaub – 3.  Schwarzwald 16.07. bis 23.07.


Der Vorteil von OneNote

Der Vorteil, den ich bei der Nutzung von  OneNote sehe ist, dass jegliche Information, egal woher sie kommt, einen Platz bei OneNote zuordnen kann und man diese schnell wiederfindet.

Für mich war am deutlichsten, dass ich einige Ordner und Ablagen, die alle möglichen ‚wichtigen‘ Daten, Bilder, Hinweise, Rechnungen, Links usw. enthielten, auflösen konnte und mein Schreibtisch so aufgeräumt ist, wie er noch nie war. Und da das System perfekt ist, baut sich auch keine Unordnung neu auf, denn – wie schon gesagt – jede Information findet sofort seine Ablage im OneNote.

Liebe Glasreiniger, wenn Sie gern Blätter ausdrucken und egal wo auch ablegen, ist OnNote eine gute Alternative, um alles zu sammeln und die gewünschte Information schnell wiederzufinden.

Jeder Einstieg in ein neues Programm ist schwierig und wir werden gefordert. Das Ergebnis wird Sie begeistern!

Wenn Sie mir über Ihre Erfahrungen berichten oder diesen Blog kommentieren, freue ich mich.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

Das papierlose Büro für Glasreiniger – eine Utopie?

Im Herbst habe ich bei einem Bekannten den Homeoffice-Arbeitsplatz gesehen und da war ich doch sehr überrascht: auf dem Schreibtisch standen zwei Monitore, eine Maus und sonst nichts!

Da ich ein Verfechter der Optimierung und effektiven Arbeitszeitnutzung bin habe ich mich gefragt, ob für mich als Chef eines Glasreinigungsunternehmens auch ein papierloses Büro möglich ist.

Da nach genauer Prüfung fast alles dafür sprach bin ich es angegangen:

Alle neuen Emails wurden in meinem Ablagesystem im Dateimanager folgenden Verzeichnissen zugeordnet:

  • Kundenkontakte komplett
  • Kontakte zu Herstellern; Werkstätten, Lieferanten u.ä.
  • Stundeneinsätze der Mitarbeiter
  • Personaldaten
  • Mein Excel-Master-System (erfasst Anfragen, Einsätze, Einsatzstunden, Lohnabrechnung, Auswertung)
  • Rechnungen
  • Vordrucke (für Besichtigungen, Angebote, Kalkulation u.a.)

Damit habe ich 95% abgedeckt! Die letzten 5% übernimmt das Office-Programm OneNote. Mehr hierzu in meinem nächsten Blog.

Zu welchem Ergebnis hat das geführt?

  • Mein Email-Eingangs- und Ausgangsfach ist nach kurzer Bearbeitung immer leer
  • Der Schreibtisch ist so leer und der Arbeitsplatz ist so aufgeräumt wie noch nie
  • Der Papierkorb füllt sich deutlich langsamer
  • Der Papierverbrauch ist deutlich geringer.
  • Der Toner wird seltener erneuert
  • Ich finde alles sehr schnell wieder (die Ablage erfolgt JJMMTT, so dass die neueste Email immer ganz unten steht)
  • Ich konnte, da ich mich zusätzlich von alten Unterlagen getrennt habe, ungefähr 40 Ordner ausmisten
  • Ich konnte ca. 120 Schnellhefter mit Privatkunden auflösen

Das Wichtigste: Ich erziele das gleiche Ergebnis, spare aber viel Zeit!!!!

Mein Blog im Februar: OneNote kann auch dem Glasreiniger helfen
Mein Blog im März:        Meine Tages- und Wochenplanung

Über Ihre Rückmeldungen über das Blog oder über info@klaros-gmbh.de freue ich mich.
Ihr/Euer Karl Wachenfeld

Glasreinigung bei private Kleinkunden

Die Anfragen bei einem qualifiziertem Glasreinigungsunternehmen sind sehr vielfältig: Das geht von Unternehmen aus dem Büro-/Verwaltungsbereich über die Industrie bis hin zum medizinischen und sozialen Bereich. Natürlich kommen auch viele Anfragen von Privatkunden, meist aus dem Nahbereich zum eigenen Unternehmen.

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Fenster von privaten Glasreinigungskunden meist von selbständigen Einzelunternehmern gereinigt werden. Das hat, wenn sie keine Rechnung brauchen, oft für diesen Kundenkreis wirtschaftliche Vorteile.

Diese Vorteile können korrekt arbeitende Glasreinigungsunternehmen ihren Privatkunden nicht einräumen. Ergänzt werden diese Mehrkosten durch einen qualifizierten Besichtigungstermin und ein umfassendes Angebot, das die Leistung genau beschreibt und einen Preis aufruft, der dem Auftragsvolumen entspricht.

Der einmalige Besichtigungstermin inklusive Fahrkosten- und –zeiten schlägt mit mindestens 40 €/netto zu Buche. Die so entstandenen Kosten machen im Privatbereich damit oft die Hälfe einer einmalig durchgeführten Reinigung aus. Die Besichtigungskosten rechnen sich im Normalfall also nur, wenn man den Kunden für mehrere Jahre gewinnt. Doch da kann man nie sicher sein.

Wenn dann der Privatkunde nicht beauftragt oder nach dem ersten Durchführungstermin nicht wiederkommt ist das ein schlechtes Geschäft!

Wie soll man dem begegnen?

  • Konsequent keine privaten Kleinkunden annehmen?
  • Dem Privatkunden mit dem Angebot einen Vertrag zusenden, der ihn vertraglich bindet?
  • Bei der telefonischen Anfrage klären, was sein Interesse ist?
    • Durchführung eines regelmäßigen Reinigungsturnus mindestens einmal jährlich?
    • Interesse an qualifizierten Mitarbeitern?
    • Wunsch nach verbindlicher Terminabsprache?
    • Erstellung einer Rechnung mit dem Zusatz ‚Hauswirtschaftliche Dienstleistung‘ zur Abrechnung beim Finanzamt?

Ich freue mich über jede Kundenanfrage, bei privaten Kleinkunden schwingt aber immer ein komisches Gefühl mit.

Wie denkt Ihr darüber, liebe Kollegen aus der Glasreinigung?
Wie denken Sie darüber, liebe Privatkunden?

Ich freue mich auf Eure/Ihre Rückmeldung.

Viele Grüße von Karl Wachenfeld – KlarOs

Glasreinigung – gute Mitarbeiter findet man schwer

Kennt man die Zahlen, wie viele Azubis die Ausbildung zum Glas- und Gebäudereiniger abschließen denkt man, dass es kein Problem sein wird den passenden Mitarbeiter zu bekommen.

Meine Erfahrungen sprechen da leider eine andere Sprache:

  • Auf Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen erfolgt fast keine Rückmeldung
  • Bei Anzeigen in Tageszeitungen sieht es ähnlich aus
  • Über Branchenkontakte kommt man leider auch nicht weiter
  • Die Arbeitsagentur schickt Kontakte, die sich nicht melden bzw. signalisieren, dass sie kein Interesse haben

Wenn sich wirklich mal jemand – über welchen Kanal auch immer – meldet stellen sich zu viele Hürden für den Bewerber dar:

  • Erreichbarkeit der Arbeitsstellen
  • Arbeitsbeginn in den frühen Morgenstunden – teils ab 05:00 Uhr
  • Kündigung für den Zeitraum Januar und Februar (Winterzeit)

Ergebnis: die Nadel im Heuhaufen ist schwer zu finden.

Was kann man machen, um das Angebot interessanter zu gestalten? Ich weiß es nicht. Es kann doch keine Lösung sein, dass wir dem Bewerber mehr Geld für eine geringere Leistung anbieten!

  • Wir bezahlen konsequent den Tariflohn von aktuell 14,10 €/netto (2020).
  • Da wir auch im Privatkundenbereich arbeiten gibt es ab und zu ein Trinkgeld.
  • Die Fahrzeit zwischen den Objekten wird bezahlt.
  • Die Kleidung wird gestellt.
  • Die Mitarbeiter bekommen schon zum Monatsende 70% des zu erwartenden Lohns überwiesen.
  • Die Restzahlung erfolgt bei uns direkt nach der Erstellung der Lohnabrechnung durch den Steuerberater, als nach 3 bis 7 Tagen.
  • Die Urlaubsplanung erfolgt in gemeinsamer Absprache.
  • Die Mitarbeiter sind zu zweit mit Firmenwagen unterwegs.
  • Die für den Auftrag notwenigen Materialien, Gerätschaften und Chemie sind/ist immer im Auto.
  • Die Eigenverantwortung der Mitarbeiter wird groß geschrieben.
  • Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Was kann man darüber hinaus noch machen? Haben Sie Ideen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Anregungen – oder vielleicht den Anruf eines Glasreinigers, der engagiert, zuverlässig und freundlich ist und gern bei uns in Berlin im KlarOs-Team mitarbeiten möchte.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Chancen und Risiken des Subunternehmers in der Glasreinigung

Die Vorteile als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten sind vielfältig:

  • Sie brauchen keine Besichtigungen durchführen
  • Sie brauchen keine Angebote erstellen
  • Sie haben keine Werbekosten
  • Sie brauchen keine neuen Kunden zu finden
  • Sie brauchen keine Webseite, die auf Ihre Dienstleistungen aufmerksam macht
  • Sie müssen weniger Rechnungen schreiben
  • Sie brauchen Ihre Firmenwagen nicht mit Werbung zu bekleben

=     Ihre Dienstleistung kann günstiger angeboten werden! (Allerdings nur dem Generalunternehmer)

Die Nachteile und Risiken als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten dürfen nicht unterschätzt werden:

  • Der Preis wird oft vom Generalunternehmer vorgegeben
  • Wenn am Markt wenig zu tun ist bekommen Sie vom Generalunternehmer weniger bzw. keine Aufträge
  • Die Auftragsabsprachen laufen ausschließlich zwischen Ihnen und dem Generalunternehmer
  • Aufgrund der Subunternehmersituation bauen Sie keine eigenständige Kundenkontakte auf
  • Im Normalfall werden Subunternehmer bei Großobjekten wie Krankenhäusern, Ministerien, großen Verwaltungen eingesetzt. Hier ist ausschließlich Schuppen angesagt.

Gerade aktuell in der Coronakrise wird deutlich, dass die Großen den Subunternehmerhahn ganz schnell zusperren können und er nur offen ist, wenn sie sich den Vorteil versprechen, eine sehr günstige Leistung bei Ihrem Sub einzukaufen. Das geht ausschließlich auf die Knochen und das Portemonnaie der Mitarbeiter des Subs.

Ich empfehle jedem Subunternehmen sich Schritt für Schritt seinen eigenen Kundenkreis aufzubauen. Ich weiß, das ist nicht leicht, aber es lohnt sich hier Zeit und Mühen zu investieren und über den eigenen Schweinehund hinwegzuspringen. Den eigenen Vertrieb aufzubauen ist wahrlich nicht leicht. Man muss zu den Kunden hingehen, ihnen zuhören, ein Angebot kalkulieren, einen Angebotsbrief schreiben/formulieren, individuelle Termine mit jedem Kunden absprechen, eine Webseite erstellen, Kundenkontakte pflegen und, und, und….

Wenn man sich noch nicht lange selbständig gemacht hat freut man sich über jeden Auftrag und natürlich ist es leichter seine in der Branche aufgebauten Kontakte eher zu nutzen als Privatpersonen, Unternehmer, Verwaltungsleiter, Büroleiter, Heimleiter, u.a. anzusprechen und ihnen Ihre Leistungen zu verkaufen/anzubieten.

Wichtig aus meiner Sicht ist nur, dass man weiß, wo man steht – aber auch, dass man weiß, wo man sein Unternehmen hinführen will.

Ich wünsche Ihnen auf diesem Weg viel Erfolg.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Glasreinigung bei Regen – ist das möglich?

Ab und zu kommt es speziell im Privatkundenbereich vor, dass ich morgens einen Anruf bekomme und man mir mitteilt, dass die Glasreinigung heute nicht stattfinden kann, da es regnet.


Meine Argumente in diesem Fall:

„Regen ist im Normalfall komplett gereinigtes Wasser und hilft uns eher bei der Reinigung, da die Fensterfläche außen schon vorgespült ist. (Ausnahme: es hat sehr lange nicht geregnet und die Luft ist schmutzig.)“

„Meine Mitarbeiter arbeiten auch bei Regen und sind entsprechend gekleidet.“

„Der tägliche Einsatzplan für die Mitarbeiter ist entsprechend der arbeitsvertraglichen Stunden erstellt. Bei plötzliche Kundenabsage kann so kurzfristig kein Ersatz ‚im Trockenen‘ geschaffen werden.

Wann muss man wirklich umplanen und geplante Termine absagen?

Wenn Regen angesagt ist und man eine Dachwohnung mit Veloxfenstern hat.

Wenn es gewittert und man Kletter- oder Stangeneinsatz geplant hat.

Im zweiten Fall macht es Sinn immer einen kleinen Blick auf die Wetterentwicklung zu haben. So kann man vielleicht schon im Vorfeld manchen Anrufen ausweichen.

Viele Grüße von Karl Wachenfeld – KlarOs