Kontrolle ist wichtig, auch für den kleinen Glasreinigungsbetrieb

Wir sind gern selbständig, arbeiten viel und freuen uns über jeden neuen Kunden.

Doch dann ist diese dicke Zahlungsanweisung vom Finanzamt im Briefkasten und wir wissen nicht, wo wir das Geld hernehmen sollen. Oder der Winter ist länger und kälter als gedacht und es kommt kein Geld rein, die monatlichen Zahlungen stehen aber an…

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man sich automatisch meist auf das konzentriert, was man gern macht, aber die unangenehmen Dinge sehr schnell wegschiebt oder vernachlässigt.

Hierzu gehören oft

  • die Vernachlässigung gezielter Verkaufsaktivitäten
  • die Unterlagen, Schnellhefter und Rechnungen schnell abzulegen
  • die Rechnung gleich nach der Leistungserbringung zu erstellen

und nicht zuletzt

  • die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmen regelmäßig zu kontrollieren

Fangen wir mal mit der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit es Unternehmens an:

 

Die Wirtschaftlichkeit eines Auftrags prüfen

Nein, eigentlich ist das kein Hexenwerk. Man sollte es nur nicht zu kompliziert machen. Starten wir einfach.

Sie könnten z.B.

  • den Umsatz eines einzelnen Kleinauftrags durch die eingesetzten Arbeitsstunden teilen und den errechneten Stundenverrechnungssatz (SVS) für sich bewerten:

Der aktuelle Lohn für die Glasreiniger liegt (2017) bei 13,25 €.
Bei 19 € SVS haben Sie nichts verdient.
Ein kleiner Gewinn liegt bei 22,50 €.
Bei 27,50 € haben Sie alles richtig gemacht und nicht nur Geld gewechselt.

  • Fast perfekt sind Sie, wenn Sie dieses System auf den Monat hochrechnen und die monatlichen Gesamtumsätze durch die Gesamtstunden teilen und das Ergebnis bewerten.
  • Als Kontrollprofi können Sie sich bezeichnen, wenn eine digitales Kontrollsystem (z.B. über eine einfache Exceldatei) haben, das Ihnen am Monatsende auf Knopfdruck sagen kann

    – wie hoch der erarbeitete Monatsumsatz ist
    – was Sie an Lohn bezahlt haben
    – wieviel Fahrkosten angefallen sind
    – wie der Lohnanteil (Lohnkosten/erarbeiteter Umsatz x %) ist
    – wie groß die Abweichung vom Ziel ist.

    An dieser Stelle ist es von Vorteil zu wissen, wie hoch ein Lohnanteil (bezogen auf den Umsatz) sein sollte. Hier ganz grob eine Orientierung: Lohnanteil 40% = gut; 50% = noch ok; 60% inakzeptabel

Schließen Sie aus den Ergebnissen Ihrer Kontrolle die richtigen Schlüsse: Korrigieren Sie bei unzureichendem Ergebnis Ihren Stundenverrechnungssatz nach oben oder setzen Sie die Stundenleistung der Mitarbeiter bei Ihrer Angebotserstellung niedriger oder schaffen Sie bessere Bedingungen (Geräte, Maschinen, Hilfsmittel), dass eine höhere Flächenleistung möglich is….

Wir Unternehmer müssen an den wichtigen Stellschrauben drehen, nur viel Einsatz und Arbeiten führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Zahlenkontrolle jedoch hilft oft!!!!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

 

‘Die Höhle der Löwen’

Sehen Sie auch gern die Sendung ‚Die Höhle der Löwen‘?

Ist es nicht fantastisch, welche Energie manche Erfinder entwickeln?
Welche Produkt Sie entwickeln, die sie weltweit verkaufen wollen?
Wie sie sich den Löwen präsentieren und wie sie Ihre Argumente vorstellen?

Aber sieht man nicht manchmal auch, dass die Idee gut ist, aber noch kein Produkt verkauft wurde?
Kein Konzept für die nächsten Entwicklungsschritte fehlt?
Die Firmenbewertung absolut unrealistisch ist?

Der Nutzen für uns Glasreiniger

Was können Sie als Glasreiniger, der sich selbständig machen will, aus der Sendung mitnehmen?

Meist sind es ja neue Produkte, die den Markt erobern sollen. Hat man da eine gute Idee, ist zumindest der erste Schritt schon getan.

Bei uns Glasreinigern sieht das ja anders aus: Unser Produkt kennt man. Womit kann man in diesem Fall gegenüber der Konkurrenz, die genau das gleiche Produkt anbietet, überzeugen?

Doch machen wir erst einmal den ersten Schritt: Der Kunde muss auf uns aufmerksam werden und unsere Leistung abfragen wollen. Unterschätzen Sie dies nicht! Das Wissen, in seiner Branche selbst gut zu sein, überzeugt zunächst niemanden. Damit allein überzeugt man Keinen! Man muss an den potentiellen Kunden herankommen (Flyer, persönlicher Kontakt, Kaltaquise, Webseite, Emails, Blog, o.ä.) und das ist für viele kein leichter Schritt.! Hier müssen Sie kreativ sein und bestimmt einige Male über Ihren Schatten springen.

Und dann ruft der Kunde an und fragt nach. Der erste wichtige Schritt ist getan! Aber noch haben Sie den Kunden nicht gewonnen.

Es sind viele Punkte, die dem Kunden das Gefühl geben, dass Sie das richtige unternehmen für ihn ist und dass unser Angebot genau das ist, was der spezielle Kunde wünscht. Dazu gehört…

  • Ein freundliches erstes Telefongespräch mit einem verbindlichen Besichtigungstermin.
  • Eine Besichtigung, die in angenehmer Atmosphäre stattfindet, alle Eckdaten aufnimmt und die Wünsche der Kunden genau heraushört
  • Ein schriftliches Angebot, die alle wichtigen Informationen beschreibt und sie bei der Kalkulation berücksichtigt.
  • Eine Kalkulation anzubieten, die sich im nachvollziehbaren Rahmen bewegt (realistischer Zeit zu einem angemessenen Stundenverrechnungssatz).
  • Einen angemessenen Zeitplan zwischen Angebotsanfrage, Besichtigung und Angebotsabgabe einhält.
  • Verbindliche Termine (Besichtigung, Durchführung) auszumachen.

Und jetzt geht es um die Umsetzung:

  • Sie setzten Mitarbeiter ein, die Fachkompetenz haben und mit den notwendigen Gerätschaften, Maschinen und Verbrauchmaterialien ausgerüstet sind.
  • Sie schreiben Rechnungen, die die Leistung wiederspiegelt und nachvollziehbar ist.
  • Sie bearbeiten – falls nötig – Reklamationen problemlose und unkompliziert.

Alles richtig gemacht? Prima. Sie haben nicht nur einen Auftrag bekommen sondern einen Kunden gewonnen. Ihr Unternehmen ist auf dem richtigen Weg!

Nicht vergessen: Als erstes muss das Telefon klingeln, damit wir überhaupt eine Anfrage bearbeiten können.

Die Höhle der Löwen kann uns auch den einen oder den anderen Tipp geben!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

92% der Glasreinigungsarbeiten sind lt. Studie an Gebäudereiniger vergeben

Ja, 92% der Glasreinigungsaufträge werden laut Studie des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesinnungsverband aktuell von Gebäudereiniger bearbeitet. Ich gehe mal davon aus, dass der riesige Markt der Privathaushalte hier unberücksichtigt geblieben ist.

Exkurs:

Er ist für den Bundesinnungsverband mit seinem Anspruch, das Gebäudemanagement – noch besser: das Facility Management – zu vertreten, uninteressant ist. Die 2% der großen Unternehmen mit 46% des Umsatzes sind Ihre Zielgruppe. Die Gruppe der Glasreinigungsbetriebe ist als Mitglied wirtschaftlich nicht interessant, im Gegenteil, Sie könnten als starke Gruppe das Stimmengewicht beeinflussen, und das will doch wirklich Niemand .

Was heißt das nun für die Glasreinigungsbranche: Der Kuchen ist nahezu komplett aufgeteilt. Die großen Aufträge, besonders die öffentlichen, wandern immer mal wieder in neue Hände, werden also rumgereicht. Ähnlich verhält es sich allerdings auch bei den kleineren und mittleren Unternehmen. Die Kleistaufträge bieten für Einzelunternehmer aufgrund der demografischen Entwicklung – die Menschen werden immer älter und wollen nicht von der Leiter fallen – eine Chance.

Welche Chancen hat der Jungunternehmer in der Glasreinigungsbranche?

Unter diesen Vorzeichen als neuer Betrieb Fuß zu fassen und seinen Marktanteil auszubauen, ist wirklich nicht leicht. Wie soll man das machen? Über den Preis? Oder vielleicht über den Qualitätsanspruch? Oder über die Spezialisierung? Ginge es auch über eine passgenaue Webseite?

Über den Preis

Natürlich gewinnt man so Kunden, aber es sind genau die Kunden, die im nächsten Moment wieder weg sind, weil Ihnen jemand ein besseres Angebot macht. Und hier ist das Betriebsergebnis nicht befriedigend. Die Folge: Löhne werden zu spät bezahlt, Investitionen sind nicht möglich, und…..

Über die Qualität

Das Problem hier ist, dass das zunächst ein Versprechen ist, der Kunde es Ihnen aber nicht glauben muss. Schließlich verspricht jeder die höchste Qualität zu einem guten Preis. Ein Qualitätsversprechen wird dann vom Kunden geglaubt, wenn er auf Empfehlung kommt, sich bei der Besichtigung verstanden fühlte, Sie sich auf die angebotene Leistung seit Jahren qualifiziert haben, die Webseite hier dem Kunden eine überzeugende Antwort gibt….

Über die Spezialisierung

Das ist ganz sicher ein gangbarer Weg. Problem ist nur, Sie müssen gezielt in Maschinen, Geräte, Fachwissen, u.a. investieren. Und das fällt so manchem Jungunternehmer nicht leicht. Ich denke da an die fünfteilige Leiter, die RO-Anlage, die Karbonstangen, u.ä.

Über die Webseite

Eine optimale Webseite heißt Zeit und Geld investieren und diese immer wieder optimieren. Eine Webseite ist nie fertig. Wenn Sie das denken, ist sie schon veraltet. Aber auch wenn die Webseite gut ist heißt das noch nicht, dass Sie gefunden – geschweige denn gelesen wird. Interessant sind wirklich nur die ersten 10 Adressen beim Webseitenaufruf. Gehören Sie dazu, haben Sie vieles richtig gemacht. Testen Sie selbst: Sie gehen in Google und geben ‚Glasreinigung‘ und den Ort, in dem Sie leben, ein. Jetzt kommt die blanke Wahrheit zu Tage. Wo stehen Sie? (Achtung, wenn Sie mit dem gleichen Computer mehrfach den gleichen Aufruf starten, rückt Ihre Adresse nach vor, aber leider nur von Ihrem Computer aus. Also von außen testen, dann bekommen Sie ein realistisches Bild.)

Jeder Weg hat seine Ecken und Kanten. Man muss geduldig sein, am Ball bleiben und an allen möglichen Strippen ziehen. Dann werden Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Viel Glück dabei!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Verkalkte Fenster durch das Blumengießen

Langsam zeigt sich der Sommer. Da sitzen wir gerne im Schatten im Garten und genießen die Wärme. Bevor man dann ins Haus geht wird vorher nochmal der Garten gesprengt. Die Blumen, die Pflanzen und der Rasen sind durstig und brauchen jetzt mehr Wasser.

Aber bitte aufpassen!

Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht die Fenster oder die Wintergartenverglasung bespritzen. Haben Sie eine automatische Bewässerungsanlage so stellen Sie diese bitte so ein, dass das Wasser nicht an die Scheiben kommt. Sie können sich damit viel Ärger und Kosten ersparen.

Das Leitungswasser enthält viel Kalk und Salze, die sich nach dem Trocknen auf dem Glas absetzen und die Scheiben milchig und fleckig machen und langfristig auch die Glasoberfläche verändern können.

Diese Ablagerungen sind sehr schwer zu entfernen, auch für uns Profis.

Also bitte Vorsicht walten lassen – ist besser als viel Geld umsonst auszugeben!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Zukunft der Glasreinigung

Liebe Glasreiniger, wir denken, dass es immer so weitergeht: Mit Einwascher und Abzieher, ab und zu mal mit der Stange und entionisiertem Wasser…

Nein, es wird auch in unserer Branche in den nächsten Jahren Veränderungen geben, da können wir sicher sein. Doch wie werden sie aussehen? Lassen Sie uns gemeinsam ein bisschen spinnen:

Vielleicht….

….. Einmann-Hebebühnen, die problemlos in einen Kleintransporter passen und ferngesteuert werden können?
….. Abzieher, die bei Über-Kopf-Arbeiten die Wasserflotte in einem mitgeführten Behälter auffangen?
….. Glasreiniger-Boxen mit Chemie für jeden Fall (Kalk, Ruß, Umwelt, Fett, Mückenschiss, u.a.)?

Fenster mit eingebautem Fensterreinigungssystem

Ganz sicher wird es irgendwann Fenstersysteme geben, bei denen die Reinigung außen auf Knopfdruck durchgeführt werden kann. Eigentlich gar nicht so unrealistisch. Ist doch nur eine Kombination aus dem, was es schon gibt: Ein Bürstensystem, ein System für die Bürstenführung, eine Entionisierungsanlage, ein Ablaufsystem an der Außenfassade, eine Ablauf- und Wasserauffangsystem und noch einiges mehr. Mit diesem System könnte man Hochhäuser ausstatten. Die Investitionskosten wären höher, aber es gäbe nahezu keine Wartungskosten. Da sind nun die großen Fensterfirmen wie Schüco www.schueco.com gefragt auf die Gebäudereiniger zuzugehen. Meine Erfahrungen sind allerdings, dass diese großen Firmen absolut unflexibel sind und erst dann reagieren, wenn eine kleinere Firma sich mit dieser Idee einen Platz am Markt geschaffen hat. Und der typische Gebäudereiniger ist auch nicht der Innovativste und fällt als Antreiber aus.

Sie sind gefordert:

Haben Sie noch Ideen? Dann raus damit und schicken Sie mir diese zu: info@klaros-gmbh.de. Ich werde sie gerne aufgreifen und dem Blogpublikum vorstellen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

PS.: Sie können gern auch den hellen Luftballon am Blogtext oben für Ihre Antworten nutzen.

Glasreinigung – wie kann man die Stunden der Glasreiniger kontrollieren?

Ein immer wiederkehrendes Thema: Die Glasreiniger sind oft allein oder zu zweit auf der Tour und bedienen mehrere Kunden am Tag. Ganz klar, dass wir die Arbeitszeit und die Fahrzeiten zwischen den Objekten bezahlen – aber bitte nicht mehr. Wie aber kann man das sicherstellen?

Stundenkürzungen durch den Chef

Nun gibt es die verschiedenen Methoden, hier Kontrolle auszuüben – aber oft werden die Stunden vom Chef auch mit der Begründung gestrichen, dass die Arbeit zu lange gedauert hat oder das Objekt nicht die einsetzten Stunden hergibt. Dieser Weg ist sicher illegal und für einen korrekten Chef inakzeptabel!

Stundenvorgabe für die Glasreiniger

Eine Methode ist die, genaue Stundenvorgaben zu machen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn das Objekt von einem Fachmann besichtigt wurde und man sicher sein kann, dass die Vorgabe stimmt. Doch oft kommt es anders als man denkt.

• Der Kunde ist aus seinem Reinigungsrhythmus gefallen und lässt die Glasreinigung drei Monate später durchführen.
• Die Sonne brennt auf die Fensterflächen und die Reinigungsflotte trocknet uns in kurzer Zeit weg.
• Der Kollege ist heute nicht gut drauf und kommt einfach nicht in die Pötte.
• Die Arbeitstechnik muss umgestellt werden – dadurch dauert es einfach länger.
• Die Arbeit ist in der Zeit geschafft, aber die Qualität stellt den Kunden nicht zufrieden.
• Der Geselle ist mit dem Azubi unterwegs und braucht einfach mehr Zeit……

Kontrolle der Arbeits- und Fahrzeiten durch elektronische Fahrtenbücher

Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, elektronische Fahrtenbücher, z.B. das www.Bury.com , in die Firmenwagen einzubauen. So kann man nach Auslesen genau sehen, wann der Mitarbeiter im Objekt begonnen hat, wie lange er dort war, wie lange er zum nächsten Objekt gefahren ist, wann er dort ankam,…. und wann er die Arbeit im letzten Objekt abgeschlossen hat. Wichtig dabei ist nur, dass man die Auswertung mindestens regelmäßig am Monatsende macht und mit den eingereichten Stunden vergleicht. Macht schon Arbeit, aber lohnt sich. Wir selbst haben in alle Autos das Bury eingebaut, aber ich habe lange Zeit nicht konsequent verglichen – und ich muss sagen, dass Ergebnis nach genauer Kontrolle hat mich erschreckt!!!

Es scheint so, wenn wir nicht kontrollieren, rutschen sowohl die Stunden als auch die Qualität weg! Beides kann nicht in unserem Interesse sein! Wirtschaftliche Stärke garantiert den Fortbestand des Unternehmens und eine gute Leistung bindet den Kunden langfristig an uns.

Wie heißt dieser alte Spruch, den man hin und wieder hört? War das nicht: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Was ist Ihre Erfahrung zu diesem heiklen und sensiblen Thema?

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

 

Der Blütenstaub kann unsere Arbeit als Glasreiniger schnell zu Nichte machen!

Endlich ist es mal wieder richtig schön warm. Zumindest hier in Berlin! Seit Tagen scheint die Sonne und es blüht kräftig um uns herum. Jeder genießt das, die Außenplätze der Cafés sind voll, die Eisdielen haben Hochbetrieb.

Die Kehrseite der Medaille: Der gelbe Blütenstaub setzt sich überall hin: Auf die Autos, die Möbel in der Wohnung – und natürlich auch auf die Glasscheiben.

Letzte Woche haben wir die Fenster eines Seniorenheims gereinigt. Der Blütenflug war so stark, dass es am Freitag, als wir das Objekt abgeschlossen hatten, fast genauso aussah wie zum Anfang. Das ist total ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Die Blüten der Berliner und Brandenburger Kiefern und anderen Gewächsen sind förmlich explodiert und der Wind hatte sie flächendeckend verteilt.

Ich habe daraufhin mich mal im Internet schlau gemacht und auf Hinweise in der Zeitung geachtet:

Zum einen: Blütenstaub und Pollen sind das gleiche. Nicht jeder Pollenflug ist für Asthmatiker gefährlich. Der Pollenflug beginnt schon im Februar mit der Erle und Haselnuss und endet, nachdem alles geblüht hat, im Juli/August mit den Gräsern, dem Beifuß, der Nessel, der Goldrute und dem Gänsefuß. 

Aus diesem Grund kann man unseren Auftraggebern hier nicht wirklich Terminempfehlung geben. Man muss einfach Glück haben und nicht in eine Schönwetterperiode geraden, in der die Luft nicht von dem Regen gereinigt wird und der Regenstaub im Gully verschwindet.

Der einzige Hinweis vielleicht: Wenn Sie auf Sparkurs sind und Ihre Fenster nur einmal jährlich reinigen lassen, beauftragen Sie am besten im Juli oder August, wenn alles ausgeblüht hat.

Hier zwei Webadressen mit Pollenflugkalender und aktueller Pollenfluganzeige, auch interessant für Allergier:

www.donnerwetter.de/pollen/info.html
www.dwd.de/pollenflug

Ich hoffe, Sie sind kein Allergiker und finden immer den richtigen Termin für Ihre Fensterreinigung.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Drei typische Glasreinigungsunternehmen

Ich möchte Ihnen im Folgenden drei typische Glasreinigungsunternehmen vorstellen.
Wo finden Sie sich am ehesten wieder?

Der Ein-Mann-Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Privatkunden, kleine Gewerbekunden
Umsatz pro Kunde:               bis 100 €/netto              
Gerätschaften:                      Einwascher, Abzieher, Leder, Eimer, Chemie, Leiter
Leistungsumfang:                 klassische Glas- und Rahmenreinigung
Spezialleistungen:                – keine –
Besonderheiten:                   persönl. Kundenbindung, geht auf individuelle Wünsche  ein
Mitarbeiterzahl:                     1 Mitarbeiter
Mitarbeiterqualifikation:         gelernter Glasreiniger oder angelernt
Umsatz/anno:                       ca. 25.000 €/netto
Einsatzgebiet:                       lokal/begrenzt 

Der spezialisierte Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Private, gewerbliche Kunden (z.B. Hausverwaltungen)
Umsatz pro Kunde:               bis max. 3.000 €/netto pro Auftrag
Gerätschaften:                      Klassisch, 24er Leiter, Osmosegeräte, Stange, Kletterer
Leistungsumfang:                 die komplette Glasreinigungsleistung (klassisch, Hebebühne, Stangen, …)
Spezialleistungen:                z.B. Kalksanierung, Edelstahlreinigung, Aufzugreinigung
Besonderheiten:                   schwierige Kundenaufträge werden gern durchgeführt/Problemlöser  
Mitarbeiterzahl:                     4 bis 6 Mitarbeiter
Mitarbeiterqualifikation:         gelernte Glas- und Gebäudereiniger                                         Umsatz/anno:                       ca. 250.000 €/netto
Einsatzgebiet:                       bis max. 200 km Umkreis

Der große Glasreinigungsbetrieb:

Kundengruppen:                    Gewerbliche Kunden, Behörden, Facility Management-Unternehmen 
Umsatz pro Kunde:               bis 20.000 €/netto
Gerätschaften:                      Klassisch, 24er Leiter, Osmosegeräte, Teleskopstangen, Kletterer
Leistungsumfang:                 die komplette Glasreinigungsleistung (klassisch, Hebebühne, Stangen, …)
Spezialleistungen:                z.B. Kletterleistungen
Besonderheiten:                   hohe Quadratmeterleistung bei Großkunden
Mitarbeiterzahl:                     bis 30 Mitarbeiter        
Mitarbeiterqualifikation:        gelernte Glas- und Gebäudereiniger
Umsatz/anno:                       bis 1,5 Mio. €/netto
Einsatzgebiet:                       bis max. 200 km Umkreis, aber teilweise auch weiter

Jede Mitarbeiter-/Umsatzgröße schafft seine Besonderheiten am Markt. Der Ein-Mann-Unternehmer ist überfordert, wenn er sich an öffentlichen Aufträgen beteiligen will, das große Glasreinigungsunternehmen kann auf individuelle Schwierigkeiten meist nicht mehr so genau eingehen, wie das spezialisierte kleiner Glasreinigungsunternehmen.

So hat jeder Typ seinen Platz am Glasreinigungsmarkt und seinen treuen Kundenkreis.

Wichtig aus meiner Sicht ist, dass man weiß, wo man steht, welche Möglichkeiten man hat, womit man überfordert ist und wo seine eigenen Stärken sind.

Größer, größer, größer ist nicht immer vorteilhaft. Der Ein-Mann-Unternehmer ist nur sich selbst verpflichtet, kann aber auch in Schwierigkeiten kommen, wenn er z.B. einen Unfall hat.

Bei dem größeren Glasreinigungsunternehmen wächst gleichzeitig auch die Verwaltung. Schnell wird der Chef zum Verkäufer, Büromitarbeiter, Organisator – da bleibt dann keine Zeit mehr, um mitzuarbeiten. Das Geld müssen seine Mitarbeiter vor Ort verdienen.

Ihre Kommentare können Sie beim Anklicken der grauen Sprechblase (rechts neben der Überschrift) niederschreiben. Ich freue mich darauf!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Korrekturen erlaubt – das eigene Unternehmen verändern!

Oft stecken wir so in der Arbeit, dass wir nur noch das Rad am Drehen halten und uns von Dringlichkeit zu Dringlichkeit hangeln: Der Einsatzplan für morgen muss fertig gemacht werden, die interessante Anfrage darf nicht warten, die Rechnungen müssen geschrieben werden und in die Post….

Da bleibt oft auf der Strecke darüber nachzudenken, wie man die eigenen Arbeitsabläufe organisiert, an welcher Stelle man durch wenige Veränderungen optimieren kann, welche Investition wirklich Sinn macht, was die Besonderheit des eigenen Unternehmens ist, wie der nächste Unternehmensschritt aussieht…..

Einen klaren Kurs fahren

Ich bin davon überzeugt, dass wir dann erfolgreich sind, wenn wir einen klaren und für alle eindeutigen Weg gehen, der insbesondere auch für die Kunden nachvollziehbar ist.  

So sollte man zum Beispiel….

…. als Kleinunternehmen nicht an zu großen Ausschreibungen teilnehmen
…. als Glasreinigungsunternehmen mit 30 Glasreinigern keine Aufträge unter 1.000 € annehmen
…. als Neugründer genau prüfen, ob man Investitionen in die nächste Dienstleistung (z.B. Gartenpflege) steckt
…. genau hingucken, welche Fachkompetenz die eigenen Mitarbeiter haben
…. mit welchen Aufgaben man die Mitarbeiter überfordert 
 

Einen klaren Kurs fahren

Ich habe zum Beispiel aktuell das Problem, dass die Nachfrage sehr hoch ist, ich aber weder das Auftragsvolumen erweitern noch den Mitarbeiterstamm aufstocken möchte.

Man könnte jetzt einfach alle Anfragen abnehmen – doch das geht irgendwie nicht. Schließlich sind da ja auch interessante und lukrative Aufträge dabei, die genau auf uns zugeschnitten sind.

Eine konkrete Überlegung ist deshalb, Kleinstaufträge abzugeben und bei Anfragen von Kleinstaufträgen diese gleich an einen Kollegen weiterzureichen. Das hätte den Vorteil, dass sich die Terminplanung, die Rechnungserstellung und die Besichtigungstour deutlich reduzieren ließe. Kleinaufträge machen bezogen auf die Besichtigung, die Terminabsprache und die Rechnungsstellung genauso viel Arbeit wie größere Aufträge – und sind dazu noch mit hohen Fahrzeiten (Lohn, Auto, Benzin u.a.) verbunden.

Eine Möglichkeit, das aktuelle Problem zu lösen

Weniger Kleinobjekte würde insbesondere für mich, der ich für die Planung und Rechnungsstellung zuständig bin, eine deutliche Zeitersparnis sein.

Und ich bräuchte keine neuen Mitarbeiter einstellen, keinen neuen Wagen samt Gerätschaften (mindestens 25.000 €) kaufen….

Schritte in diese Richtung könnten wie folgt aussehen

  • Bei jeder neuen Anfrage genau nachzufragen, wie groß der Auftrag sein wird und – wenn notwendig – Kleinaufträge gleich die Kontaktdaten des Kollegen weiterzureichen
  • Alle bestehenden Kunden durchsehen und Ihnen zu schreiben, dass man aus organisatorischen Gründen ihren Auftrag abgeben muss.

Ich weiß: Veränderungen, die man selbst einleitet, sind immer mit Unsicherheiten verbunden, aber gleichzeitig sind sie auch das Salz in der Suppe – oder der Erfolg in der Glasreinigung.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Welche Einbauten braucht der Glasreiniger in seinem Firmenfahrzeug/Kleintransporter?

Wir haben als Firmenfahrzeuge den Fiat Doblo. Die Kleintransporter sind jeweils mit zwei Glasreinigern besetzt und im Ladebereich ist alles, was der Glasreiniger braucht:

  • Leitern, Tritte
  • Unger RO-Reinwasseranlage
  • Schläuche auf Schlauchwagen
  • Elektrokabel auf Trommeln
  • Chemie
  • Tücher/Pads/Bezuge
  • Stangen, Pad- und Mophalter
  • Stiefeln/Schutzhelme/Schutzausrüstung
  • diverses


Lange Zeit hatten wir im Ladebereich kein Ordnungssystem und es hat genervt

  • dass keine Ordnung war
  • man nichts gefunden hat
  • man oft alles ausräumen musste
  • die Ladefläche nicht gut genutzt wurde
  • es einfach unprofessionell aussah
  • alles lag übereinander

Schon lange hatte ich damit geliebäugelt, ein Ordnungssystem einbauen zu lassen. Aber die hohen Kosten haben mich lange Zeit abgeschreckt. Als ich mir dann aber bewusst geworden bin, welche Vorteile ein aufgeräumtes Auto hat, habe ich die Einbauten beauftragt.

Die Vorteile sind:

  • deutlicher Zeitgewinn beim Aus- und Einräumen
  • deutlicher Zeitgewinn, da man das Gesuchte sofort findet
  • Professionalität – Ein Blick genügt
  • Werterhaltung der Gerätschaften im Auto

Was habe ich einbauen lassen?

Auf der linken Seite ein Regalsystem, in die ich meine Euro-Kisten und Gerätschaften legen kann.
Auf der rechten Seite Haken, passend für meine mitgeführten Leitern.
in der Mitte oben – bis ins Fahrerhaus – eine Wanne, in der unsere Stangen aufgehoben sind

Somit haben wir in der Mitte/zwischen den Einbauten genug Platz für die RO-Anlage, die wir jetzt ohne Mühe herausholen können.

Was muss man investieren?

Ein wirklicher Gewinn. Ja, man muss mit 1.000 bis 1.200 €/netto pro Kleintransporter rechnen. Aber wenn man nur eine halbe Stunde Zeitersparnis täglich ansetzt – und das ist wenig! – hat man das Geld in einem halben Jahr schon wieder raus.

Ich habe die Einbauten durch www.sortimo.de machen lassen und war sehr zufrieden, aber es gibt bestimmt auch andere Firmen, die diese Einbauten zu Ihrer Zufriedenheit erledigen.

Ja, es stimmt: Investitionen an der richtigen Stelle können Geld einsparen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs