Heißt GRÖSSER immer BESSER?

Viele Glasreinigungsunternehmen streben nach mehr Umsatz und erhoffen sich damit höhere Gewinne. Aber ist das wirklich so? Was ändert sich, wenn das Unternehmen wächst?


Der Glasreiniger als Einmannbetrieb

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Was Sie als Glasreiniger erarbeiten verdienen sie selbst
Sie sind keinem Rechenschaft schuldig
Ihre Kunden haben großes Vertrauen zu Ihnen
Sie können Ihre Planung – auch Ihre Urlaubsplanung – so gestalten, wie Sie es wünschen
Sie können von zu Hause aus arbeiten
Sie haben keine Personalprobleme
Sie können die Preise selbst gestalten
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Sie sind für Ihre Rechnungsführung selbst verantwortlich
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Sie müssen Ihre Büroaufgaben selbst erledigen
Sie müssen Ihre Kunden selbst finden
Sie haben keine regelmäßigen Arbeitszeiten
Problematisch, wenn Sie ausfallen
Sie haben eine hohe köprerliche Belastung, speziell im Alter


Der Glasreinigungsunternehmen mit 4 gewerblichen Mitarbeitern

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Ihre Glasreiniger verdienen das Geld
Sie können die Buchhaltung an den Steuerberater übergeben
Wenn Sie einen geeigneten Büroraum und einen kleinen Lagerraum haben können Sie von zu Hause aus arbeiten.
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Sie sind komplett in die Büroorganisation (Angebotserstellung, Personalplanung, Einsatzplan, Lohnabrechnung, Rechnungswesen, Controlling, usw.)  eingebunden
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Ihre Urlaubsplanung ist schwierig, da Ihr Geschäft Sie täglich fordert
Sie müssen sich um Neukunden/Aufträge bemühen


Der Glasreinigungsunternehmen ab 6 gewerblichen Mitarbeitern

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Sie haben einen großen Umsatz. Man kennt Sie als Fachunternehmen.
Ist der Laden gut organisiert, macht das Unternehmen Gewinne
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Sie sind stark in den Vertrieb eingebunden
Sie brauchen mindestens eine feste Bürokraft, die täglich da ist
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Ihre festen Kosten steigen durch Lagerräume, Büropersonal, Autos, usw.
Die Personalprobleme häufen sich
Sie bieten Großaufträge an, die preislich stark umkämpft sind
Sie arbeiten als Subunternehmen und sind damit am Ende der Nahrungskette
Die unternehmerischen Risiken (persönlicher Ausfall, Schäden, usw.) wird größer

Diese Liste hat nicht den Anspruch vollständig zu sein. Sie sollte nur einige Vor- und Nachteile skizzieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die +/- – Liste erweitern. Ich nehme Ihre weiteren Hinweise gern in die Liste auf.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Der richtige Preis für mein Angebot

Wir Unternehmer stellen uns immer wieder die Frage, was der richtige Preis für unser Angebot ist. Der erfahrene Unternehmer hat dafür ein Gefühl und weiß, wann er spitz und wann er gut kalkulieren kann.

Doch was macht der Newcomer am Glasreinigermarkt? Sind 1.80 €/netto pro Quadratmeter zu viel – oder vielleicht zu wenig?


Die unterschiedlichen Kundengruppen:

Natürlich ist es unterschiedlich, mit welchem Kunden man zu tun hat. Bei der öffentlichen Ausschreibung gelten andere Kriterien. Hier zählt es, keine Formfehler zu begehen, die Kalkulation nach den Wünschen darzustellen, möglichst günstig zu sein, alle Anforderungen zu erfüllen (z.B. eine Versicherungssumme von 2 Millionen bei Sachschäden), und anderes mehr…..

Der kleinere oder mittelgroße Glasreinigerbetrieb muss sich und sein Unternehmen in allen Phasen der ersten Kontaktaufnahme bis zum Vertragsabschluss verkaufen. Das beginnen mit dem ersten Telefongespräch über die Besichtigung bis zum schriftliche Angebot.

Nicht wir, der Kunde bewertet den Preis, den Sie ihm anbieten. Und er bewertet nicht nur die Zahl, er bewertet viel mehr.


Der richtige Preis
setzt sich für den Kunden aus vielen Faktoren zusammen:

  • Kann das Unternehmen die abgefragte Leistung erbringen?
  • Hat es genug Fachkräfte, um die Aufgabe zu stemmen?
  • Wie weit sind die Anfahrtswege für das Unternehmen?
  • War das Besichtigungsgespräch angenehm? Kann ich dem Unternehmen vertrauen?
  • Haben im Angebotsschreiben alle meine wichtigen Punkte Berücksichtigung gefunden?
  • Ist die Kalkulation nachvollziehbar?
  • Hat mein Ansprechpartner die Termine eingehalten?
  • Sind die einzelnen Leistungen definiert oder gibt es ein Pauschalangebot?
  • Kommt die Anfrage über eine Empfehlung, aus dem Internet, durch eigene Werbung?
  • Hat das Unternehmen die Fläche exakt auf gemessen oder wurde sie über den Daumen kalkuliert?
  • Kann man mir sagen mit wie vielen Glasreinigern die Arbeiten durchgeführt und wie lange sie dauern werden?
  • Gibt es genügend Referenzen?
  • Hat man mich über den zeitlichen Vorlauf nach der Beauftragung informiert?
  • Werden Nachfragen als störend empfunden oder gern beantwortet?
  • Passen wir als Auftraggeber zu dem Auftragnehmer/dem Glasreinigungsunternehmen?
  • Hat das Unternehmen genug Erfahrung?
  • Ist das Unternehmen in dem Bereich spezialisiert?

Natürlich sollten Sie die Eckdaten der eigenen Kalkulation kennen. Ein Preis für die normale Fensterreinigung von 1,20 €/netto für Glas und Rahmen zweiseitig gereinigt ist einfach zu wenig – 3,00 €/netto hingeben zu viel.

Hier stellen sich für uns weitere Fragen, die den Preis beeinflussen:

  • Wie groß ist der Auftrag?
  • Wie stark ist die Verschmutzung?
  • Wie ist der Zustand der Rahmen?
  • Wie oft soll die Fensterreinigung im Jahr durchgeführt werden?
  • Soll zweiseitig oder vierseitig gereinigt werden?
  • Welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen? Leiter, Stange, Hebebühne…
  • Sind die Fenster freigeräumt?
  • Wieviel Wert legt der Kunde auf die Reinigung der Fensterbretter außen oder die Falze?

Erfahrung hilft, das ist so! Machen Sie regelmäßig Nachkalkulationen: Wie viele Stunden hatte ich geplant? Sind wir in der Vorgabe geblieben?
Wenn Sie das machen merken Sie, wo Sie zu billig waren?
Wenn Sie den Auftrag nicht bekommen haben kann es sein, dass Sie zu teuer waren. Muss aber nicht der Grund sein – siehe oben!

Schärfen Sie das eigene Unternehmensprofil und kalkulieren Sie realistisch, dann sind Sie auf dem besten Weg.

 

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Wann kann man die Glasreiniger im Frühjahr wieder einstellen?

Dieses Jahr 2018 war ja alles auf den Kopf gestellt:

  • Die Karfreitag-Osterfeiertage begannen schon am 30.März
  • Der Monat März war noch richtig kalt und für den Glasreinigereinsatz grenzwertig.

Normalerweise stelle ich meine Glasreiniger gern wieder mit Ihrem alten Vertrag zum 01. März ein. Der Einsatzplan quillt dann noch nicht über, aber man ist froh, wenn man vor Ostern schon einiges abgearbeitet hat und es sich vor den Feiertagen nicht so sehr staut. Im Normalfall wollen insbesondere viele Privatkunden die Glasreinigung vor Ostern abgeschlossen haben und dann durch saubere Fenster gucken wollen.

Zumindest war das in den letzten Jahren so. Und in diesem Jahr lag Ostern ja schon so früh!!! Doch dieses Jahr war alles anders:

 Das Wetter war einfach zu grau und zu kalt und hat viele abgeschreckt die Glasreinigung schon im März in Auftrag zu geben.

Ich stellte meine Glasreiniger zum 01. März ein, aber täglich guckte man auf den Wetterbericht und versuchte die Aufträge zu koordinieren: Innenarbeiten an Tagen unter null Grad, gegen Mittag, wenn die Temperaturen stiegen die Stangenarbeiten mit entionisiertem Wasser. Das war nicht ganz so einfach.

Ich bin froh, dass wir diesen ‚besonderen‘ März 2018 überstanden haben und hoffe, dass es nun bald wärmer wird, die Kundenanfrage entsprechend steigt, ich die Aufträge wieder besser koordinieren kann, meine Glasreiniger voll ausgelastet sind und wieder ihr gutes Geld am Monatsende nach Hause bringen können. Schließlich ist der Januar und Februar für sie immer eine echte Durststrecke.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Wartung von Unger-Maschinen ist im Raum Berlin-Brandenburg möglich!

Eine persönliche Sichtweise auf die Entwicklung

Schon im Jahr 2005 habe ich die erste festinstallierte Osmoseanlage bauen lassen. Damals hatte mich einer meiner Großkunden, der die Information über die ‚neue Art der Glasreinigung‘ aus England mitgebracht hatte, „gezwungen“, dieses innovative System einzuführen.

Rückblickend lächele ich über die Größe der Maschine, über das 100-Liter-Fass, in dem das entionisierte Wasser aufgesammelt wurde, über den Transport der 60-Liter-Fässer, über die selbstgebaute mobile Pumpe und über die Schraubstangen, bei denen der Schwerpunkt auf ‚Schraub!-Schraub!-Schraub!..‘ lag.

Soweit ich mich erinnere baute die Firma Lewi in Deutschland die ersten Entionisierungs-Maschinen. Hier wurde das Wasser über das Harz in den Patronen komplett gereinigt. Die Patronen waren relativ groß und somit nicht sehr gut für den Transport geeignet, das Harz musste zur Freude der Herstellerfirma nach kurzer Zeit – da schnell verbraucht/verschmutzt -ausgewechselt werden. Ein wirklicher Vorteil war, dass man das Gerät direkt vor Ort einsetzen konnte.

Unger fing dann erst zirka 2007 mit den ersten kleinen Anlagen an, entwickelte diese aber stetig weiter, baute bald Osmoseanlagen mit Ionentauscher und bot damit dem Glasreinigungsmarkt ein  teures, aber im Verbrauch wirtschaftliches System an. 

Unger erkannte schnell, dass die Schraubstangen nicht sehr praxisfreundlich waren und stieg bald auf wasserführende Teleskopstangen um. Lewi hielt lange an den Schraubstangen fest, bietet aber heute auch Teleskopstangen an.

Aktuell sind die Anlagen und Stangen nicht günstiger geworden, allerdings hatte die praktische Erfahrung der Glasreiniger in diesen Jahren großen Einfluss auf Handhabung und Größe.  

Damit kam auf die Hersteller von diesen Glasreinigungsgerätschaften und –maschinen ein neues Problem zu: Konnten die Firmen bisher Ihre Produkte ohne Einweisung, Betreuung und Wartung verkaufen, ging dies bei einem erklärungsbedürftiges Verfahren nicht. Die Verkäufer mussten Ihren Kunden die Produkte vor Ort vorstellen, mussten beraten und bald mussten die Maschinen auch repariert und gewartet werden.

Wie dies Lewi macht, kann ich leider nicht sagen. Von Unger weiß ich, dass Sie sich schwer tun, Wartungszentren in den großen Metropolen – also vor Ort für den Glasreiniger – aufzubauen.

Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass es mit Johann-A. Meyer www.meyer-berlin.com einen Händler in Berlin gibt, der mir nicht nur meine Glasreinigungsprodukte verkauft sondern auch seit Neuestem die Unger-Geräte wartet und mögliche Reparaturen durchführt – mussten wir darauf doch ein Jahrzehnt warten!

Ihr Karl Wachenfeld – ein Pionier des Systems.

Unger:                  https://www.ungerglobal.com/de/
Johann A. Meyer: http://www.meyer-berlin.com

 

 

 

 

Öffentliche Aufträge – nein danke!

 

Schon interessant zu sehen, dass bei den Handwerkern und Dienstleistern das Interesse an öffentlichen Aufträgen deutlich abgenommen hat.

Wie kommt das? Kennen wir doch bei den öffentlichen Aufträgen für die Glasreinigung die Situation, dass oft zwanzig Bewerber bei einer Besichtigung mitgingen. Also eine Chance 20:1. Entsprechend waren die Preise am untersten Ende, wusste man, dass im Normalfall nur der Billigste (Jakob) eine Chance hatte. Auf eine realistische Kalkulation wurde bei der Auswertung kein Wert gelegt, Subunternehmer wurden für die Aufträge fest eingeplant. In Zeiten, wo man um Aufträge kämpfen musste hat man es sogar auf sich genommen, das umfangreiche Regelwerk zu bearbeiten und damit oft eine erhebliche Zeit und damit Geld in den Sand gesetzt.

Der Auftraggeber saß bei der Ausschreibung auf dem hohen Ross – die Glasreinigungsunternehmen waren die Bittsteller.

Doch das hat sich mit dem Bau- und Beschäftigungsboom deutlich geändert: Da der Auftragsbestand boomt, sind die Aufträge auskömmlicher geworden, das Handwerkerehrenwort zählt wieder, der Handwerker kann sich seine Aufträge und Kunden eher aussuchen – was liegt es da näher als die unattraktiven öffentlichen Aufträge nicht zu bearbeiten oder überzogene Abwehrangebote abzugeben?

Selbst Schuld, liebe öffentliche Auftraggeber!

  • Reduzieren Sie Ihr Papierwerk auf das Wesentliche
  • Werten Sie nicht nur den Angebotspreis, sondern auch die Kompetenz und die Referenzen der Angebote
  • Haben Sie keine Angst, langfristig mit vertrauensvollen Unternehmen zusammen zu arbeiten
  • Seien Sie bereit gemeinsam mit Ihren Dienstleistern/ Handwerkern Auftragsanforderung zu optimieren.
  • Trennen Sie Glasreinigungsaufträge von Gebäudereinigungsaufträgen, um auch kleineren qualifizierten Glasreinigungsunternehmen eine Chance zu geben
  • Verlangen Sie realistische Versicherungsprämien
  • Unterstützen Sie Ihren Dienstleister bei der Durchführung seiner Arbeit (Schlüsselausgabe, Büsche schneiden, Wasser anstellen, Standflächen für unsere Einsatzwagen definieren, Plätze frei räumen, Fensterbretter abräumen lassen, u.a.)
  • Definieren Sie einen realistischen Jahresturnus
  • Sorgen Sie für zügige Bezahlung

Dann finden Sie Dienstleister, die gern, vertrauensvoll und langfristig mit Ihnen zusammen arbeiten.

In diesem Falle würde ich mich mit meiner Firma auch an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen J.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

„Wie finde ich ein kompetentes Glasreinigungsunternehmen für meine Immobilie“

 

  • fragt ein großer Bochumer Immobilienbesitzer –

„Ich habe eine neue Immobilie mit ca. 10.600 m² Glas. Das Gebäude ist maximal 20 hoch. Der Einsatz von Stangen oder Hebebühnen ist möglich.

Wie finde ich das richtige Glasreinigungsunternehmen, das kompetent ist, genug Glasreiniger hat, den Auftrag nicht versubt und den Glasreinigungsauftrag nicht als Anhängsel zum Gebäudereinigungsauftrag versteht?“

 

Interessante Fragen, aber gar nicht so leicht zu beantworten.

Im Bochumer Branchenbuch habe ich nur die üblichen Verdächtigen gefunden, die vom Winterdienst bis zur Gartenpflege und der Glasreinigung alles machen (anbieten). Eine Kompetenz in der Glasreinigung wird nicht deutlich. Und meine Erfahrungen sagen mir, dass es oft bei den mittelgroßen Unternehmen nicht nur an der notwendigen Anzahl der Glasreiniger für Großobjekte sondern auch am notwendigen Branchen-Knowhow fehlt.

Reine Glasreinigungsunternehmen mit einigen fest angestellten Glasreinigern kenne ich in Bochum nicht, die findet man allerdings auch sehr selten – wenn gar nicht.

Wahrscheinlich muss man die großen Facility-Manager ansprechen und nachfragen, ob sie eine größere Glasreinigungstruppe haben und über welche Kompetenzen (Kletterer, Hebebühnen, Stangen, usw.) sie verfügen. Auftragsversubung sollte ausgeschlossen sein.

Hier bietet es sich an sich an die Gebäudereinigerinnung www.die-gebaeudedienstleister.de zu wenden und sich die für die Region zuständige regionale Innung herauszusuchen und dort die Anfrage zu starten.

Oder man ruft bei KlarOs an und bittet mich, die Frage in einem Blogartikel zu thematisieren. Vielleicht liest ja der eine oder andere aus dem Raum Bochum diesen Artikel und meldet sich? Oder kann zumindest einen Rat geben? Ich würde mich darüber sehr freuen. Und die Freude wäre bei dem  Immobilienbesitzer, für den wir sein Problem lösen konnten, noch viel größer!!!

Sie erreichen mich am besten über info@klaros-gmbh.de

Ihr Karl Wachenfeld

Blick zurück ins KlarOs-Jahr 2017

Ich blicke zurück mit ganz unterschiedlichen Beobachtungen:

  • Die Arbeit konnte schon wieder Anfang März in vollem Umfang aufgenommen werden.
  • Die Auftragslage war durchweg gut, obwohl es im Frühjahr und Herbst sehr eng war.
  • Die Entscheidung, Kleinstkunden abzugeben und ein Mindestauftragsvolumen von 100 € für Privatkunden (klassische Glasreinigung) festzulegen, war richtig.
  • Die Kundenanfragen konnten durchweg schnell beantwortet werden.
  • Die von den Mitarbeiter geschriebenen Arbeitszeiten müssen immer wieder überprüft werden.
  • Wir konnten, da das Wetter mitspielte, bis zum Jahresende voll durcharbeiten.
  • Fast alle Auftragsarbeiten konnten bis Jahresende pünktlich abgeschlossen werden.
  • Einmalaufträge sollten wieder schwerpunktmäßig im Juli und August durchgeführt werden.
  • Alle regelmäßigen Großaufträge fürs Jahr müssen früh genug geplant werden!
  • Die Entscheidung, die Betriebsferien in die saure Gurkenzeit (September) zu legen, war richtig.
  • Einige kleinere und auch größere Bauglasreinigungen musste ich an meine Kollegen abgeben.
  • Auch Grund- und Unterhaltsreinigungen von Schwimmbädern wurden nicht mehr durchgeführt.
  • Der Kundenstamm konnte – darüber sind wir sehr froh – gehalten und stabilisiert werden.
  • Eine beträchtliche Zahl von Neuaufträge wurde erfolgreich durchgeführt.
  • Großer Umsatzzuwachs ist keine Zielsetzung. Lieber mit einem erfahrenen Team die ausstehenden Arbeiten gut und zur Zufriedenheit der Kunden bearbeiten.
  • Die Konzentration und Spezialisierung auf die Glasreinigung und die Aufzugreinigung ist richtig!

 Mein Fazit für 2018: Den Leistungsumfang weiter anpassen, das Team stärken, die Verwaltung optimieren.

Ihr Karl Wachenfeld

Kontrolle ist wichtig, auch für den kleinen Glasreinigungsbetrieb

Wir sind gern selbständig, arbeiten viel und freuen uns über jeden neuen Kunden.

Doch dann ist diese dicke Zahlungsanweisung vom Finanzamt im Briefkasten und wir wissen nicht, wo wir das Geld hernehmen sollen. Oder der Winter ist länger und kälter als gedacht und es kommt kein Geld rein, die monatlichen Zahlungen stehen aber an…

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man sich automatisch meist auf das konzentriert, was man gern macht, aber die unangenehmen Dinge sehr schnell wegschiebt oder vernachlässigt.

Hierzu gehören oft

  • die Vernachlässigung gezielter Verkaufsaktivitäten
  • die Unterlagen, Schnellhefter und Rechnungen schnell abzulegen
  • die Rechnung gleich nach der Leistungserbringung zu erstellen

und nicht zuletzt

  • die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmen regelmäßig zu kontrollieren

Fangen wir mal mit der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit es Unternehmens an:

 

Die Wirtschaftlichkeit eines Auftrags prüfen

Nein, eigentlich ist das kein Hexenwerk. Man sollte es nur nicht zu kompliziert machen. Starten wir einfach.

Sie könnten z.B.

  • den Umsatz eines einzelnen Kleinauftrags durch die eingesetzten Arbeitsstunden teilen und den errechneten Stundenverrechnungssatz (SVS) für sich bewerten:

Der aktuelle Lohn für die Glasreiniger liegt (2017) bei 13,25 €.
Bei 19 € SVS haben Sie nichts verdient.
Ein kleiner Gewinn liegt bei 22,50 €.
Bei 27,50 € haben Sie alles richtig gemacht und nicht nur Geld gewechselt.

  • Fast perfekt sind Sie, wenn Sie dieses System auf den Monat hochrechnen und die monatlichen Gesamtumsätze durch die Gesamtstunden teilen und das Ergebnis bewerten.
  • Als Kontrollprofi können Sie sich bezeichnen, wenn eine digitales Kontrollsystem (z.B. über eine einfache Exceldatei) haben, das Ihnen am Monatsende auf Knopfdruck sagen kann

    – wie hoch der erarbeitete Monatsumsatz ist
    – was Sie an Lohn bezahlt haben
    – wieviel Fahrkosten angefallen sind
    – wie der Lohnanteil (Lohnkosten/erarbeiteter Umsatz x %) ist
    – wie groß die Abweichung vom Ziel ist.

    An dieser Stelle ist es von Vorteil zu wissen, wie hoch ein Lohnanteil (bezogen auf den Umsatz) sein sollte. Hier ganz grob eine Orientierung: Lohnanteil 40% = gut; 50% = noch ok; 60% inakzeptabel

Schließen Sie aus den Ergebnissen Ihrer Kontrolle die richtigen Schlüsse: Korrigieren Sie bei unzureichendem Ergebnis Ihren Stundenverrechnungssatz nach oben oder setzen Sie die Stundenleistung der Mitarbeiter bei Ihrer Angebotserstellung niedriger oder schaffen Sie bessere Bedingungen (Geräte, Maschinen, Hilfsmittel), dass eine höhere Flächenleistung möglich is….

Wir Unternehmer müssen an den wichtigen Stellschrauben drehen, nur viel Einsatz und Arbeiten führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Zahlenkontrolle jedoch hilft oft!!!!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

 

‘Die Höhle der Löwen’

Sehen Sie auch gern die Sendung ‚Die Höhle der Löwen‘?

Ist es nicht fantastisch, welche Energie manche Erfinder entwickeln?
Welche Produkt Sie entwickeln, die sie weltweit verkaufen wollen?
Wie sie sich den Löwen präsentieren und wie sie Ihre Argumente vorstellen?

Aber sieht man nicht manchmal auch, dass die Idee gut ist, aber noch kein Produkt verkauft wurde?
Kein Konzept für die nächsten Entwicklungsschritte fehlt?
Die Firmenbewertung absolut unrealistisch ist?

Der Nutzen für uns Glasreiniger

Was können Sie als Glasreiniger, der sich selbständig machen will, aus der Sendung mitnehmen?

Meist sind es ja neue Produkte, die den Markt erobern sollen. Hat man da eine gute Idee, ist zumindest der erste Schritt schon getan.

Bei uns Glasreinigern sieht das ja anders aus: Unser Produkt kennt man. Womit kann man in diesem Fall gegenüber der Konkurrenz, die genau das gleiche Produkt anbietet, überzeugen?

Doch machen wir erst einmal den ersten Schritt: Der Kunde muss auf uns aufmerksam werden und unsere Leistung abfragen wollen. Unterschätzen Sie dies nicht! Das Wissen, in seiner Branche selbst gut zu sein, überzeugt zunächst niemanden. Damit allein überzeugt man Keinen! Man muss an den potentiellen Kunden herankommen (Flyer, persönlicher Kontakt, Kaltaquise, Webseite, Emails, Blog, o.ä.) und das ist für viele kein leichter Schritt.! Hier müssen Sie kreativ sein und bestimmt einige Male über Ihren Schatten springen.

Und dann ruft der Kunde an und fragt nach. Der erste wichtige Schritt ist getan! Aber noch haben Sie den Kunden nicht gewonnen.

Es sind viele Punkte, die dem Kunden das Gefühl geben, dass Sie das richtige unternehmen für ihn ist und dass unser Angebot genau das ist, was der spezielle Kunde wünscht. Dazu gehört…

  • Ein freundliches erstes Telefongespräch mit einem verbindlichen Besichtigungstermin.
  • Eine Besichtigung, die in angenehmer Atmosphäre stattfindet, alle Eckdaten aufnimmt und die Wünsche der Kunden genau heraushört
  • Ein schriftliches Angebot, die alle wichtigen Informationen beschreibt und sie bei der Kalkulation berücksichtigt.
  • Eine Kalkulation anzubieten, die sich im nachvollziehbaren Rahmen bewegt (realistischer Zeit zu einem angemessenen Stundenverrechnungssatz).
  • Einen angemessenen Zeitplan zwischen Angebotsanfrage, Besichtigung und Angebotsabgabe einhält.
  • Verbindliche Termine (Besichtigung, Durchführung) auszumachen.

Und jetzt geht es um die Umsetzung:

  • Sie setzten Mitarbeiter ein, die Fachkompetenz haben und mit den notwendigen Gerätschaften, Maschinen und Verbrauchmaterialien ausgerüstet sind.
  • Sie schreiben Rechnungen, die die Leistung wiederspiegelt und nachvollziehbar ist.
  • Sie bearbeiten – falls nötig – Reklamationen problemlose und unkompliziert.

Alles richtig gemacht? Prima. Sie haben nicht nur einen Auftrag bekommen sondern einen Kunden gewonnen. Ihr Unternehmen ist auf dem richtigen Weg!

Nicht vergessen: Als erstes muss das Telefon klingeln, damit wir überhaupt eine Anfrage bearbeiten können.

Die Höhle der Löwen kann uns auch den einen oder den anderen Tipp geben!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

92% der Glasreinigungsarbeiten sind lt. Studie an Gebäudereiniger vergeben

Ja, 92% der Glasreinigungsaufträge werden laut Studie des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesinnungsverband aktuell von Gebäudereiniger bearbeitet. Ich gehe mal davon aus, dass der riesige Markt der Privathaushalte hier unberücksichtigt geblieben ist.

Exkurs:

Er ist für den Bundesinnungsverband mit seinem Anspruch, das Gebäudemanagement – noch besser: das Facility Management – zu vertreten, uninteressant ist. Die 2% der großen Unternehmen mit 46% des Umsatzes sind Ihre Zielgruppe. Die Gruppe der Glasreinigungsbetriebe ist als Mitglied wirtschaftlich nicht interessant, im Gegenteil, Sie könnten als starke Gruppe das Stimmengewicht beeinflussen, und das will doch wirklich Niemand .

Was heißt das nun für die Glasreinigungsbranche: Der Kuchen ist nahezu komplett aufgeteilt. Die großen Aufträge, besonders die öffentlichen, wandern immer mal wieder in neue Hände, werden also rumgereicht. Ähnlich verhält es sich allerdings auch bei den kleineren und mittleren Unternehmen. Die Kleistaufträge bieten für Einzelunternehmer aufgrund der demografischen Entwicklung – die Menschen werden immer älter und wollen nicht von der Leiter fallen – eine Chance.

Welche Chancen hat der Jungunternehmer in der Glasreinigungsbranche?

Unter diesen Vorzeichen als neuer Betrieb Fuß zu fassen und seinen Marktanteil auszubauen, ist wirklich nicht leicht. Wie soll man das machen? Über den Preis? Oder vielleicht über den Qualitätsanspruch? Oder über die Spezialisierung? Ginge es auch über eine passgenaue Webseite?

Über den Preis

Natürlich gewinnt man so Kunden, aber es sind genau die Kunden, die im nächsten Moment wieder weg sind, weil Ihnen jemand ein besseres Angebot macht. Und hier ist das Betriebsergebnis nicht befriedigend. Die Folge: Löhne werden zu spät bezahlt, Investitionen sind nicht möglich, und…..

Über die Qualität

Das Problem hier ist, dass das zunächst ein Versprechen ist, der Kunde es Ihnen aber nicht glauben muss. Schließlich verspricht jeder die höchste Qualität zu einem guten Preis. Ein Qualitätsversprechen wird dann vom Kunden geglaubt, wenn er auf Empfehlung kommt, sich bei der Besichtigung verstanden fühlte, Sie sich auf die angebotene Leistung seit Jahren qualifiziert haben, die Webseite hier dem Kunden eine überzeugende Antwort gibt….

Über die Spezialisierung

Das ist ganz sicher ein gangbarer Weg. Problem ist nur, Sie müssen gezielt in Maschinen, Geräte, Fachwissen, u.a. investieren. Und das fällt so manchem Jungunternehmer nicht leicht. Ich denke da an die fünfteilige Leiter, die RO-Anlage, die Karbonstangen, u.ä.

Über die Webseite

Eine optimale Webseite heißt Zeit und Geld investieren und diese immer wieder optimieren. Eine Webseite ist nie fertig. Wenn Sie das denken, ist sie schon veraltet. Aber auch wenn die Webseite gut ist heißt das noch nicht, dass Sie gefunden – geschweige denn gelesen wird. Interessant sind wirklich nur die ersten 10 Adressen beim Webseitenaufruf. Gehören Sie dazu, haben Sie vieles richtig gemacht. Testen Sie selbst: Sie gehen in Google und geben ‚Glasreinigung‘ und den Ort, in dem Sie leben, ein. Jetzt kommt die blanke Wahrheit zu Tage. Wo stehen Sie? (Achtung, wenn Sie mit dem gleichen Computer mehrfach den gleichen Aufruf starten, rückt Ihre Adresse nach vor, aber leider nur von Ihrem Computer aus. Also von außen testen, dann bekommen Sie ein realistisches Bild.)

Jeder Weg hat seine Ecken und Kanten. Man muss geduldig sein, am Ball bleiben und an allen möglichen Strippen ziehen. Dann werden Sie Ihren Weg erfolgreich gehen. Viel Glück dabei!

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs