Nationale Vergabe von Reinigungsleistungen – ein Trugschluss

Immer wieder bekommt man mit, dass Unternehmen (Versicherungen, Handelsketten, Telefonanbieter, große Behörden, u.a.), die überregional tätig sind, ihre Reinigungsleistungen (Unterhalts- und Glasreinigung) in einem Gesamtpaket deutschlandweit ausschreiben. Worauf zielen Sie dabei ab?

  • Die Unternehmen möchten einen zentralen Ansprechpartner haben
  • Sie möchten zentral abrechnen und auswerten
  • Sie möchten zentral ausschreiben und vergleichen können
  • Sie möchten über den Auftragsumfang den optimalen Preis erzielen
  • Sie möchten die zentrale Leistungskontrolle haben
  • Sie möchten zentrale Vorgaben machen können

Geht Ihr Wunsch auf? Aus meiner Sicht nicht

Sicher gibt es einige große Unternehmen aus dem Bereich Facility Management und Gebäudemanagement, die sehr viele Regionen abdecken, aber im Normalfall nicht alle.

Was macht der Anbieter mit den Regionen, in denen er nur schwach oder gar nicht vertreten ist? Er versubt die Glas- und Gebäudereinigungsaufträge an Dienstleister der Region.

Unberücksichtigt bleibt hier, dass es starke regionale Anbieter gibt, die aufgrund Ihrer Nähe kostengünstiger sein und eine starke Kundenzufriedenheit vor Ort erzielen können.

In dem System der zentralen Vergabe müssen die Geschäftsleitungen des Auftraggebers und des Auftragnehmers zufrieden sein, dann läuft es. Die Unzufriedenheit vor Ort – also da, wo die Leistung erbracht wird – wird nicht selten heruntergespielt und bleibt oft unberücksichtigt.

Der große FM oder Gebäudereiniger ist nicht an den Klein- und Kleinstobjekten, die ja auch Bestandteil des Ganzen sind, interessiert. Er nimmt sie in Kauf, obwohl er selbst hiermit aufgrund seines Organisationsapparats im Normalfall überfordert. Auch sind für ihn die Wegezeiten oft so groß, so dass er hier punktuell teurer ist als ein Dienstleister vor Ort.

Bei einer zentralen Vergabe bleiben Besonderheiten vor Ort unberücksichtigt, da der Dienstleister nicht jedes Objekt besichtigen kann und oft pauschal anbietet angeboten wird..

Unsere Branche hat ihre regionalen Spezialitäten. Sei es das Angebot an Reinigungskräften oder die Tarifunterschiede zwischen Ost und West. Dies bleibt bei einer zentralen Vergabe eher unberücksichtigt.


Eine Empfehlung an die Auftraggeber, die überregional ausschreiben möchten

  • Fragen Sie bei den großen Anbietern genau nach, welche Regionen sie optimal abdecken und welche sie nicht gut abdecken.
  • Unterscheiden Sie hierbei zwischen der Glasreinigung und der Unterhaltsreinigung. Sie werden feststellen, dass die Abdeckungen oft nicht deckungsgleich sind. Es gibt  Gebäudemanagementunternehmen, die in manchen Gebieten keine eigenen Glasreinigungstruppen haben, aber eng mit Vor-Ort-Subunternehmen zusammen arbeiten.
  • Finden Sie für die ‚weißen Flecken‘ starke regionale Dienstleister sowohl für die Unterhalts- als auch für die Glasreinigung.
  • Kombinieren Sie also überregionale und regionale Vergabe für beide Reinigungsleistungen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie regionalen Gebäude- und Glasreinigern vertraglich nicht die gleiche Versicherungssumme aufbürden wie den Großen. Unterscheiden Sie hier auch zwischen Gebäude- und Glasreinigung!
  • Bieten Sie den regionalen Unternehmen bei der Ausschreibung Ihre Hilfe an. Die Großen haben Abteilungen, die täglich nur Angebote schreiben. Bei den Kleineren liegt der Fokus auf der Auftragsumsetzung; eine große Papierflut ist da oft abschrecken.

Das Thema ist sehr breit. Hier sollten nur einige Gedanken vorgestellt werden. Ihre Fragen und Anmerkungen bitte jederzeit an info@klarosblog.de

Sind Sie an der KlarOs-Glasreinigung interessiert, empfehle ich Ihnen www.klaros-gmbh.de .

Ihr Karl Wachenfeld

Die Zukunft der Glasreinigung (02) – ein erster Blick nach vorn

Die Glasreinigung verbindet man seit 100 Jahren mit Leiter, Leder, Einwascher und Abzieher. Seit einigen Jahrzehnten – vielleicht seit den 50er Jahren – mit Hebebühnen.
Bei uns in Deutschland seit zirka 20 Jahren auch mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten.

Ist damit die Entwicklung abgeschlossen? Sicher nicht! Aber in welche Richtung kann es gehen?

Resümieren wir: Was sind grundsätzlich die Eckpunkte der Glasreinigung?

  • Die Scheibe muss eingewaschen werden. Der Schmutz wird gelöst.
  • Das Schmutzwasser muss von der Scheibe entfernt werden.

Wurde früher ausschließlich mit dem feuchten Einwascher der Schmutz gelöst und die Scheibe danach abgezogen, werden heute die Flächen oft mit entionisiertem Wasser eingesprüht, mit Waschbürsten der Schmutz gelöst und die Fläche danach abgesprüht, so dass die Schmutzflotte abläuft.

Dieses zuletzt beschriebene Verfahren wird bei der schon heute genutzten Reinigung mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten bei Glasfassaden, Treppenhäusern und kleiner Glasaufzügen angewandt.

Wenn man ehrlich ist, sollte man aber auch die Grenzen dieser neuen Methode benennen:
Die Stangen können heute bis zu einer Höhe von ca. 20 m eingesetzt werden – die Erreichbarkeit ist also begrenzt. Hat der Glasaufzug eine Höhe von 22 Metern muss man zu anderen, meist deutlich teureren Verfahren greifen. Da sind dann die alten Techniken (Hebebühne oder Kletterer) gefragt.

Neue Techniken in Sicht

Welche neuen technischen Entwicklungen könnten hier in Zukunft auf uns zukommen?

  • Können Sie sich vorstellen, dass eine Maschine mit Saugnäpfen die Glasfassade hochklettert?
  • Oder eine von Drohnen getragene Maschine die Glasfassade abwäscht?
  • Wären nicht auch Fenstersysteme möglich, in denen eine integrierte Waschbürste hochläuft?

Verrückte Ideen! Nein, gar nicht so abwägig.  

In den nächsten Blogartikeln gehen wir auf diese neuen Entwicklungen in unserer Branche ein.  

Wir wünschen allen unseren Bloglesern ein frohes neues Jahr. Bleiben Sie gesund und gestalten Sie Ihren Erfolg aktiv mit. Seien wir vorbereitet, auf das, was auf uns zukommt.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Zukunft der Glasreinigung (01) – ein Rückblick


Die Glasreinigung verbindet man seit 100 Jahren mit Leiter, Leder, Einwascher und Abzieher. Seit einigen Jahrzehnten – vielleicht seit den 50er Jahren – mit Hebebühnen.
Bei uns in Deutschland seit zirka 20 Jahren auch mit wasserführenden Stangen und Waschbürsten.

Doch gucken wir im ersten Schritt noch einmal 20 Jahre zurück, als zwei Entwicklungen zusammen kamen:

  • Die Stangen wurden aus Karbon gefertigt und waren entsprechend leicht
  • Auf technischem Wege konnte fast komplett gereinigtes Wasser hergestellt werden

Die Reinigung mit entionisiertem Wasser und Stangen war geboren

Jetzt konnten große Glasfassaden bis ca. 20 Meter vom Boden aus gereinigt werden. Obwohl deutlich günstiger als der Hebebühnen- und der Klettereinsatz dauerte es Jahre – und ist bis heute noch nicht komplett abgeschlossen -, bis sich die Technik in der Branche und am Markt allgemein durchsetzte. Das lag sicher zum einen daran, dass das Verfahren neu war und man es einfach nicht kannte, zum anderen aber auch daran, dass der Widerstand der Glasreiniger sehr groß war, sich mit dem Neuem, dem Unbekannten anzufreunden. Hatte man doch bis dahin immer die Glasreinigungsarbeiten vom Steiger aus klassisch durchgeführt. Man war eben daran gewohnt und der Mensch ist ein verdammtes Gewohnheitstier 🙂 .

Warum konnte sich nun diese neue Technik dann doch Schritt für Schritt durchsetzen?

  • Die Reinigungsleistung war gut, oft sogar besser als von der Hebebühne aus
  • Sie war für den Kunden deutlich günstiger als die Arbeit von der Hebebühne aus oder durch Kletterer
  • Man konnte auch Bereiche reinigen, die keinen Hebebühneneinsatz zuließen
  • In den letzten Jahrzehnten wurde der Anteil der Glasflächen der Gebäude deutlich größer. Damit wurde der Druck auf die laufenden Kosten entsprechend größer

Doch ist das das Ende der Entwicklung in der Gebäudereinigung? Ich sage NEIN!

Im nächsten Blog werden wir ein neues innovatives Entwicklungsmodell vorstellen, das uns ein wenig  in die Zukunft entführt. Gehen Sie einfach den Weg mit – noch ist es Zukunftsmusik. Aber erinnern wir uns: Viele Jahrzehnte hat man über das Buch ‚Neunzehnhundertvierundachtzig‘ von George Orwell geschmunzelt. Seit Jahren tut man das nicht mehr.

Ich freue mich schon auf den nächsten Blog – und auf Ihre Rückmeldungen.

Ihr Karl Wachenfeld  – KlarOsblog

Die KlarOs-Reinigungsleistungen finden Sie unter www.klaros-gmbh.de

In eigener Sache: KlarOs sucht Mitarbeiter und Subunternehmer in Berlin. KlarOs sucht Partner in anderen Städten außerhalb Berlins

Das spezielle KlarOs-Angebot – Glas- und Aufzugreinigung –bildet exakt die Nachfrage vieler Kunden ab. Da ist es kein Wunder, dass die Anzahl der Kunden stetig steigt. Gleichzeitig hat sich ein fester Kundenstamm aufgebaut und die Zusammenarbeit mit den Aufzugfirmen wurde gefestigt.

Aus diesem Grund geht KlarOs ab sofort in zwei Richtungen:

  • Das Erfolgsmodell KlarOs-Berlin wird weiter ausgebaut.
  • KlarOs baut Partnerschaften in weiteren Städten Deutschland auf.

Erfolg wird von engagierten Menschen gemacht.


Unser aktueller Personalbedarf für Berlin:

KlarOs sucht Mitarbeiter (Vollzeit oder Teilzeit min. 30 Std/wtl.)

Sie sind ein gelernter oder erfahrener Glasreiniger, zuverlässig und freundlich, und möchten in einem Unternehmen arbeiten, dass Ihre Leistung wertschätzt und pünktlich und angemessen bezahlt.


KlarOs sucht Minijobber für Samstag

Sie arbeiten als Glasreiniger und möchten an einigen Samstagen im Jahr bei KlarOs arbeiten, um sich ein paar Euros dazuzuverdienen.


KlarOs sucht Subunternehmer

Sie sind Jungunternehmer in der Gebäudereinigung, engagiert und Leistungsstark, haben aber noch nicht genug eigene Kunden. Dann ist es sicher für Sie von Vorteil mit KlarOs punktuell zusammenzuarbeiten und Ihren Monatsumsatz deutlich auszubauen.

 

Unser aktueller Partnerschaftssuche in Deutschland:

KlarOs sucht Partner in anderen Städten Deutschlands

Sie sind Jungunternehmer in der Gebäudereinigung in einer anderen Stadt Deutschlands (nicht Berlin) oder wollen sich selbständig machen und streben eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung an, um den eigenen Kundenstamm zu erweitern und das Geschäft langfristig auf sichere Beine zu stellen.

Sie wollen sich eine neue Existenz in der Glasreinigung aufbauen und haben noch keine klare Vorstellung davon, wie das erfolgreich laufen kann (Kundensuche, Kalkulation, Verdienstmöglichkeiten, Investitionen, Bankgespräche, usw.)?

Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an um herausfinden, in wieweit die Zusammenarbeit für beide Seiten von Vorteil sein kann! Ihr Ansprechpartner: Ihr Karl Wachenfeld – info@klaros-gmbh.de

Anfragen ablehnen tut weh! Eine ganz neue Situation.

Seit diesem Jahr haben wir ein kuriose Situation: Unsere Kundenaufträge passen nicht mehr in unseren Einsatzplan. Unsere Kunden müssen z.T. 4 Wochen warten, bis wir die Arbeiten einplanen und durchführen können. Der Stau baut sich einfach nicht ab.

Man muss die Kunden vertrösten und ich weiß – man mutet ihnen viel zu, wollen sie doch, dass ihre Fenster sauber sind.

Wie kann man darauf reagieren? Was kann man ändern?


Neue Mitarbeiter einstellen?

Soll ich die Zahl der Mitarbeiter aufstocken? Im Moment ist es aktuell sehr schwer, gute Glasreiniger am Markt zu finden. Wenn man da zu viele Kompromisse macht, werden die Kunden schneller bedient, aber man kann das Leistungsniveau nicht halten, die Reklamationen häufen sich und die Kunden werden unzufrieden mit uns. Zum anderen müsste man kräftig in Fahrzeuge, Gerätschaften und Maschinen investieren und den Overhead (Büro, Verwaltung) aufstocken. Also wohl nicht der goldene Weg!


Anfragen ablehnen?

War das Ziel bisher jede Anfrage schnell zu bearbeiten und neue Kunden zu gewinnen, müssen wir uns jetzt um 180 Grad drehen und vielen Anrufern sagen, dass wir aktuell leider keine Neuaufträge annehmen können. Und da stellt sich die Frage, wem sagt man ab und welche Besichtigung führt man durch? Hier sind zwei Faktoren zu bedenken: 1. Mit welchem Leistungsmodul verdienen wir Geld – und 2. Was sind unsere Kernkompetenzen? Da wir ein spezialisierter Glasreinigungsbetrieb sind können wir nicht den Fokus auf die klassische Glasreinigungsleistung – und schon gar nicht auf die Kleinstkunden legen.

Wir Unternehmer haben es schon schwer: Wenn wir zu wenige Kunden haben stöhnen wir, und wenn wir zu viele haben, auch! 🙂

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Heißt GRÖSSER immer BESSER?

Viele Glasreinigungsunternehmen streben nach mehr Umsatz und erhoffen sich damit höhere Gewinne. Aber ist das wirklich so? Was ändert sich, wenn das Unternehmen wächst?


Der Glasreiniger als Einmannbetrieb

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Was Sie als Glasreiniger erarbeiten verdienen sie selbst
Sie sind keinem Rechenschaft schuldig
Ihre Kunden haben großes Vertrauen zu Ihnen
Sie können Ihre Planung – auch Ihre Urlaubsplanung – so gestalten, wie Sie es wünschen
Sie können von zu Hause aus arbeiten
Sie haben keine Personalprobleme
Sie können die Preise selbst gestalten
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Sie sind für Ihre Rechnungsführung selbst verantwortlich
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Sie müssen Ihre Büroaufgaben selbst erledigen
Sie müssen Ihre Kunden selbst finden
Sie haben keine regelmäßigen Arbeitszeiten
Problematisch, wenn Sie ausfallen
Sie haben eine hohe köprerliche Belastung, speziell im Alter


Der Glasreinigungsunternehmen mit 4 gewerblichen Mitarbeitern

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Ihre Glasreiniger verdienen das Geld
Sie können die Buchhaltung an den Steuerberater übergeben
Wenn Sie einen geeigneten Büroraum und einen kleinen Lagerraum haben können Sie von zu Hause aus arbeiten.
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Sie sind komplett in die Büroorganisation (Angebotserstellung, Personalplanung, Einsatzplan, Lohnabrechnung, Rechnungswesen, Controlling, usw.)  eingebunden
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Ihre Urlaubsplanung ist schwierig, da Ihr Geschäft Sie täglich fordert
Sie müssen sich um Neukunden/Aufträge bemühen


Der Glasreinigungsunternehmen ab 6 gewerblichen Mitarbeitern

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Sie haben einen großen Umsatz. Man kennt Sie als Fachunternehmen.
Ist der Laden gut organisiert, macht das Unternehmen Gewinne
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Sie sind stark in den Vertrieb eingebunden
Sie brauchen mindestens eine feste Bürokraft, die täglich da ist
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Ihre festen Kosten steigen durch Lagerräume, Büropersonal, Autos, usw.
Die Personalprobleme häufen sich
Sie bieten Großaufträge an, die preislich stark umkämpft sind
Sie arbeiten als Subunternehmen und sind damit am Ende der Nahrungskette
Die unternehmerischen Risiken (persönlicher Ausfall, Schäden, usw.) wird größer

Diese Liste hat nicht den Anspruch vollständig zu sein. Sie sollte nur einige Vor- und Nachteile skizzieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die +/- – Liste erweitern. Ich nehme Ihre weiteren Hinweise gern in die Liste auf.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Der richtige Preis für mein Angebot

Wir Unternehmer stellen uns immer wieder die Frage, was der richtige Preis für unser Angebot ist. Der erfahrene Unternehmer hat dafür ein Gefühl und weiß, wann er spitz und wann er gut kalkulieren kann.

Doch was macht der Newcomer am Glasreinigermarkt? Sind 1.80 €/netto pro Quadratmeter zu viel – oder vielleicht zu wenig?


Die unterschiedlichen Kundengruppen:

Natürlich ist es unterschiedlich, mit welchem Kunden man zu tun hat. Bei der öffentlichen Ausschreibung gelten andere Kriterien. Hier zählt es, keine Formfehler zu begehen, die Kalkulation nach den Wünschen darzustellen, möglichst günstig zu sein, alle Anforderungen zu erfüllen (z.B. eine Versicherungssumme von 2 Millionen bei Sachschäden), und anderes mehr…..

Der kleinere oder mittelgroße Glasreinigerbetrieb muss sich und sein Unternehmen in allen Phasen der ersten Kontaktaufnahme bis zum Vertragsabschluss verkaufen. Das beginnen mit dem ersten Telefongespräch über die Besichtigung bis zum schriftliche Angebot.

Nicht wir, der Kunde bewertet den Preis, den Sie ihm anbieten. Und er bewertet nicht nur die Zahl, er bewertet viel mehr.


Der richtige Preis
setzt sich für den Kunden aus vielen Faktoren zusammen:

  • Kann das Unternehmen die abgefragte Leistung erbringen?
  • Hat es genug Fachkräfte, um die Aufgabe zu stemmen?
  • Wie weit sind die Anfahrtswege für das Unternehmen?
  • War das Besichtigungsgespräch angenehm? Kann ich dem Unternehmen vertrauen?
  • Haben im Angebotsschreiben alle meine wichtigen Punkte Berücksichtigung gefunden?
  • Ist die Kalkulation nachvollziehbar?
  • Hat mein Ansprechpartner die Termine eingehalten?
  • Sind die einzelnen Leistungen definiert oder gibt es ein Pauschalangebot?
  • Kommt die Anfrage über eine Empfehlung, aus dem Internet, durch eigene Werbung?
  • Hat das Unternehmen die Fläche exakt auf gemessen oder wurde sie über den Daumen kalkuliert?
  • Kann man mir sagen mit wie vielen Glasreinigern die Arbeiten durchgeführt und wie lange sie dauern werden?
  • Gibt es genügend Referenzen?
  • Hat man mich über den zeitlichen Vorlauf nach der Beauftragung informiert?
  • Werden Nachfragen als störend empfunden oder gern beantwortet?
  • Passen wir als Auftraggeber zu dem Auftragnehmer/dem Glasreinigungsunternehmen?
  • Hat das Unternehmen genug Erfahrung?
  • Ist das Unternehmen in dem Bereich spezialisiert?

Natürlich sollten Sie die Eckdaten der eigenen Kalkulation kennen. Ein Preis für die normale Fensterreinigung von 1,20 €/netto für Glas und Rahmen zweiseitig gereinigt ist einfach zu wenig – 3,00 €/netto hingeben zu viel.

Hier stellen sich für uns weitere Fragen, die den Preis beeinflussen:

  • Wie groß ist der Auftrag?
  • Wie stark ist die Verschmutzung?
  • Wie ist der Zustand der Rahmen?
  • Wie oft soll die Fensterreinigung im Jahr durchgeführt werden?
  • Soll zweiseitig oder vierseitig gereinigt werden?
  • Welche Besonderheiten sind zu berücksichtigen? Leiter, Stange, Hebebühne…
  • Sind die Fenster freigeräumt?
  • Wieviel Wert legt der Kunde auf die Reinigung der Fensterbretter außen oder die Falze?

Erfahrung hilft, das ist so! Machen Sie regelmäßig Nachkalkulationen: Wie viele Stunden hatte ich geplant? Sind wir in der Vorgabe geblieben?
Wenn Sie das machen merken Sie, wo Sie zu billig waren?
Wenn Sie den Auftrag nicht bekommen haben kann es sein, dass Sie zu teuer waren. Muss aber nicht der Grund sein – siehe oben!

Schärfen Sie das eigene Unternehmensprofil und kalkulieren Sie realistisch, dann sind Sie auf dem besten Weg.

 

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Wann kann man die Glasreiniger im Frühjahr wieder einstellen?

Dieses Jahr 2018 war ja alles auf den Kopf gestellt:

  • Die Karfreitag-Osterfeiertage begannen schon am 30.März
  • Der Monat März war noch richtig kalt und für den Glasreinigereinsatz grenzwertig.

Normalerweise stelle ich meine Glasreiniger gern wieder mit Ihrem alten Vertrag zum 01. März ein. Der Einsatzplan quillt dann noch nicht über, aber man ist froh, wenn man vor Ostern schon einiges abgearbeitet hat und es sich vor den Feiertagen nicht so sehr staut. Im Normalfall wollen insbesondere viele Privatkunden die Glasreinigung vor Ostern abgeschlossen haben und dann durch saubere Fenster gucken wollen.

Zumindest war das in den letzten Jahren so. Und in diesem Jahr lag Ostern ja schon so früh!!! Doch dieses Jahr war alles anders:

 Das Wetter war einfach zu grau und zu kalt und hat viele abgeschreckt die Glasreinigung schon im März in Auftrag zu geben.

Ich stellte meine Glasreiniger zum 01. März ein, aber täglich guckte man auf den Wetterbericht und versuchte die Aufträge zu koordinieren: Innenarbeiten an Tagen unter null Grad, gegen Mittag, wenn die Temperaturen stiegen die Stangenarbeiten mit entionisiertem Wasser. Das war nicht ganz so einfach.

Ich bin froh, dass wir diesen ‚besonderen‘ März 2018 überstanden haben und hoffe, dass es nun bald wärmer wird, die Kundenanfrage entsprechend steigt, ich die Aufträge wieder besser koordinieren kann, meine Glasreiniger voll ausgelastet sind und wieder ihr gutes Geld am Monatsende nach Hause bringen können. Schließlich ist der Januar und Februar für sie immer eine echte Durststrecke.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Wartung von Unger-Maschinen ist im Raum Berlin-Brandenburg möglich!

Eine persönliche Sichtweise auf die Entwicklung

Schon im Jahr 2005 habe ich die erste festinstallierte Osmoseanlage bauen lassen. Damals hatte mich einer meiner Großkunden, der die Information über die ‚neue Art der Glasreinigung‘ aus England mitgebracht hatte, „gezwungen“, dieses innovative System einzuführen.

Rückblickend lächele ich über die Größe der Maschine, über das 100-Liter-Fass, in dem das entionisierte Wasser aufgesammelt wurde, über den Transport der 60-Liter-Fässer, über die selbstgebaute mobile Pumpe und über die Schraubstangen, bei denen der Schwerpunkt auf ‚Schraub!-Schraub!-Schraub!..‘ lag.

Soweit ich mich erinnere baute die Firma Lewi in Deutschland die ersten Entionisierungs-Maschinen. Hier wurde das Wasser über das Harz in den Patronen komplett gereinigt. Die Patronen waren relativ groß und somit nicht sehr gut für den Transport geeignet, das Harz musste zur Freude der Herstellerfirma nach kurzer Zeit – da schnell verbraucht/verschmutzt -ausgewechselt werden. Ein wirklicher Vorteil war, dass man das Gerät direkt vor Ort einsetzen konnte.

Unger fing dann erst zirka 2007 mit den ersten kleinen Anlagen an, entwickelte diese aber stetig weiter, baute bald Osmoseanlagen mit Ionentauscher und bot damit dem Glasreinigungsmarkt ein  teures, aber im Verbrauch wirtschaftliches System an. 

Unger erkannte schnell, dass die Schraubstangen nicht sehr praxisfreundlich waren und stieg bald auf wasserführende Teleskopstangen um. Lewi hielt lange an den Schraubstangen fest, bietet aber heute auch Teleskopstangen an.

Aktuell sind die Anlagen und Stangen nicht günstiger geworden, allerdings hatte die praktische Erfahrung der Glasreiniger in diesen Jahren großen Einfluss auf Handhabung und Größe.  

Damit kam auf die Hersteller von diesen Glasreinigungsgerätschaften und –maschinen ein neues Problem zu: Konnten die Firmen bisher Ihre Produkte ohne Einweisung, Betreuung und Wartung verkaufen, ging dies bei einem erklärungsbedürftiges Verfahren nicht. Die Verkäufer mussten Ihren Kunden die Produkte vor Ort vorstellen, mussten beraten und bald mussten die Maschinen auch repariert und gewartet werden.

Wie dies Lewi macht, kann ich leider nicht sagen. Von Unger weiß ich, dass Sie sich schwer tun, Wartungszentren in den großen Metropolen – also vor Ort für den Glasreiniger – aufzubauen.

Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass es mit Johann-A. Meyer www.meyer-berlin.com einen Händler in Berlin gibt, der mir nicht nur meine Glasreinigungsprodukte verkauft sondern auch seit Neuestem die Unger-Geräte wartet und mögliche Reparaturen durchführt – mussten wir darauf doch ein Jahrzehnt warten!

Ihr Karl Wachenfeld – ein Pionier des Systems.

Unger:                  https://www.ungerglobal.com/de/
Johann A. Meyer: http://www.meyer-berlin.com

 

 

 

 

Öffentliche Aufträge – nein danke!

 

Schon interessant zu sehen, dass bei den Handwerkern und Dienstleistern das Interesse an öffentlichen Aufträgen deutlich abgenommen hat.

Wie kommt das? Kennen wir doch bei den öffentlichen Aufträgen für die Glasreinigung die Situation, dass oft zwanzig Bewerber bei einer Besichtigung mitgingen. Also eine Chance 20:1. Entsprechend waren die Preise am untersten Ende, wusste man, dass im Normalfall nur der Billigste (Jakob) eine Chance hatte. Auf eine realistische Kalkulation wurde bei der Auswertung kein Wert gelegt, Subunternehmer wurden für die Aufträge fest eingeplant. In Zeiten, wo man um Aufträge kämpfen musste hat man es sogar auf sich genommen, das umfangreiche Regelwerk zu bearbeiten und damit oft eine erhebliche Zeit und damit Geld in den Sand gesetzt.

Der Auftraggeber saß bei der Ausschreibung auf dem hohen Ross – die Glasreinigungsunternehmen waren die Bittsteller.

Doch das hat sich mit dem Bau- und Beschäftigungsboom deutlich geändert: Da der Auftragsbestand boomt, sind die Aufträge auskömmlicher geworden, das Handwerkerehrenwort zählt wieder, der Handwerker kann sich seine Aufträge und Kunden eher aussuchen – was liegt es da näher als die unattraktiven öffentlichen Aufträge nicht zu bearbeiten oder überzogene Abwehrangebote abzugeben?

Selbst Schuld, liebe öffentliche Auftraggeber!

  • Reduzieren Sie Ihr Papierwerk auf das Wesentliche
  • Werten Sie nicht nur den Angebotspreis, sondern auch die Kompetenz und die Referenzen der Angebote
  • Haben Sie keine Angst, langfristig mit vertrauensvollen Unternehmen zusammen zu arbeiten
  • Seien Sie bereit gemeinsam mit Ihren Dienstleistern/ Handwerkern Auftragsanforderung zu optimieren.
  • Trennen Sie Glasreinigungsaufträge von Gebäudereinigungsaufträgen, um auch kleineren qualifizierten Glasreinigungsunternehmen eine Chance zu geben
  • Verlangen Sie realistische Versicherungsprämien
  • Unterstützen Sie Ihren Dienstleister bei der Durchführung seiner Arbeit (Schlüsselausgabe, Büsche schneiden, Wasser anstellen, Standflächen für unsere Einsatzwagen definieren, Plätze frei räumen, Fensterbretter abräumen lassen, u.a.)
  • Definieren Sie einen realistischen Jahresturnus
  • Sorgen Sie für zügige Bezahlung

Dann finden Sie Dienstleister, die gern, vertrauensvoll und langfristig mit Ihnen zusammen arbeiten.

In diesem Falle würde ich mich mit meiner Firma auch an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen J.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs