Chancen und Risiken des Subunternehmers in der Glasreinigung

Die Vorteile als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten sind vielfältig:

  • Sie brauchen keine Besichtigungen durchführen
  • Sie brauchen keine Angebote erstellen
  • Sie haben keine Werbekosten
  • Sie brauchen keine neuen Kunden zu finden
  • Sie brauchen keine Webseite, die auf Ihre Dienstleistungen aufmerksam macht
  • Sie müssen weniger Rechnungen schreiben
  • Sie brauchen Ihre Firmenwagen nicht mit Werbung zu bekleben

=     Ihre Dienstleistung kann günstiger angeboten werden! (Allerdings nur dem Generalunternehmer)

Die Nachteile und Risiken als Subunternehmer in der Glasreinigung zu arbeiten dürfen nicht unterschätzt werden:

  • Der Preis wird oft vom Generalunternehmer vorgegeben
  • Wenn am Markt wenig zu tun ist bekommen Sie vom Generalunternehmer weniger bzw. keine Aufträge
  • Die Auftragsabsprachen laufen ausschließlich zwischen Ihnen und dem Generalunternehmer
  • Aufgrund der Subunternehmersituation bauen Sie keine eigenständige Kundenkontakte auf
  • Im Normalfall werden Subunternehmer bei Großobjekten wie Krankenhäusern, Ministerien, großen Verwaltungen eingesetzt. Hier ist ausschließlich Schuppen angesagt.

Gerade aktuell in der Coronakrise wird deutlich, dass die Großen den Subunternehmerhahn ganz schnell zusperren können und er nur offen ist, wenn sie sich den Vorteil versprechen, eine sehr günstige Leistung bei Ihrem Sub einzukaufen. Das geht ausschließlich auf die Knochen und das Portemonnaie der Mitarbeiter des Subs.

Ich empfehle jedem Subunternehmen sich Schritt für Schritt seinen eigenen Kundenkreis aufzubauen. Ich weiß, das ist nicht leicht, aber es lohnt sich hier Zeit und Mühen zu investieren und über den eigenen Schweinehund hinwegzuspringen. Den eigenen Vertrieb aufzubauen ist wahrlich nicht leicht. Man muss zu den Kunden hingehen, ihnen zuhören, ein Angebot kalkulieren, einen Angebotsbrief schreiben/formulieren, individuelle Termine mit jedem Kunden absprechen, eine Webseite erstellen, Kundenkontakte pflegen und, und, und….

Wenn man sich noch nicht lange selbständig gemacht hat freut man sich über jeden Auftrag und natürlich ist es leichter seine in der Branche aufgebauten Kontakte eher zu nutzen als Privatpersonen, Unternehmer, Verwaltungsleiter, Büroleiter, Heimleiter, u.a. anzusprechen und ihnen Ihre Leistungen zu verkaufen/anzubieten.

Wichtig aus meiner Sicht ist nur, dass man weiß, wo man steht – aber auch, dass man weiß, wo man sein Unternehmen hinführen will.

Ich wünsche Ihnen auf diesem Weg viel Erfolg.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Glasreinigung bei Regen – ist das möglich?

Ab und zu kommt es speziell im Privatkundenbereich vor, dass ich morgens einen Anruf bekomme und man mir mitteilt, dass die Glasreinigung heute nicht stattfinden kann, da es regnet.


Meine Argumente in diesem Fall:

„Regen ist im Normalfall komplett gereinigtes Wasser und hilft uns eher bei der Reinigung, da die Fensterfläche außen schon vorgespült ist. (Ausnahme: es hat sehr lange nicht geregnet und die Luft ist schmutzig.)“

„Meine Mitarbeiter arbeiten auch bei Regen und sind entsprechend gekleidet.“

„Der tägliche Einsatzplan für die Mitarbeiter ist entsprechend der arbeitsvertraglichen Stunden erstellt. Bei plötzliche Kundenabsage kann so kurzfristig kein Ersatz ‚im Trockenen‘ geschaffen werden.

Wann muss man wirklich umplanen und geplante Termine absagen?

Wenn Regen angesagt ist und man eine Dachwohnung mit Veloxfenstern hat.

Wenn es gewittert und man Kletter- oder Stangeneinsatz geplant hat.

Im zweiten Fall macht es Sinn immer einen kleinen Blick auf die Wetterentwicklung zu haben. So kann man vielleicht schon im Vorfeld manchen Anrufen ausweichen.

Viele Grüße von Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Corona und Glasreinigung

Corona hat alle privaten und beruflichen Bereiche erfasst und stellt alles auf den Kopf, so auch die Branche der Glasreiniger.

Auch unsere Glasreinigungsbranche ist betroffen:

Komplett weggefallen sind die Aufträge aus dem medizinischen Bereich und aus den Ministerien. Das betrifft dann die die Großen unserer Branche. Sie haben aber meist die Möglichkeit die Glasreinigungskollegen in andere Bereiche hineinzustecken, sei das in den Bereich Grund- oder Baureinigung oder sie werden auch für Desinfektionsmaßnahmen einzusetzen.

Da die großen Gebäudemanagementunternehmen oft Nachunternehmer einsetzen wurde die Weitergabe von Aufträgen, die noch ausgeführt werden können, an ihre Subunternehmer weitestgehend eingestellt. Glasreinigungsunternehmer ohne eigenen Kundenkreis sind hier vom Auftragsrückgang besonders betroffen L.

Große Schwierigkeiten werden auch die kleinen Ein-Mann-Unternehmen haben, da sie meist Privatkunden bedienen und der Zugang in Wohnungen und Privathäuser von den Bewohnerinnen und Bewohnern aus Angst vor Ansteckung verwehrt wird.

Wie stellt sich KlarOs der Situation:

Wir von KlarOs haben, da unser Kundenspektrum sehr breit und der Anteil von Fremdaufträgen aus der Gebäudereinigung relativ gering ist, uns aktuell ausschließlich auf ‚kontaktferne‘ Aufträge (Treppenhäuser, Glasfassaden, Aufzugglas) konzentriert und die Arbeit in alle privaten und medizinischen Bereiche komplett eingestellt.

Gleichzeitig fahren wir in festen Zweier-Teams, so dass im Krankheitsfall nicht mehrere bzw. alle Teams ausfallen.

Aktuell haben wir genug zu tun, aber es ist natürlich eine unsichere Sache:

  • Wie schnell kann sich ein Mitarbeiter anstecken und dann fällt zumindest ein Team aus
  • Problem macht zur Zeit auch das Fehlen von Mitarbeitern durch die Kinderbetreuung

Alles nicht so einfach!

Was erwartet uns in der nächsten Zeit:

Auch wenn es Lockerungen der Auflagen gibt werden wir noch Monate mit dem Thema zu tun haben. Die Folgen für unsere Branche und die komplette Wirtschaft ist immens.

Hoffen wir, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen und nicht krank werden!

Ja, bleiben Sie gesund.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Sie wollen einen neuen Aufzug anbauen?

Sie haben ein mehrstöckiges Haus, vielleicht gerade das Dach ausgebaut oder eine Etage auf den Flachbau aufgesetzt, und wollen einen Aufzug anbauen.

Automatisch stellen sich da viele Fragen:

  • Kann ich den Aufzug im Treppenhaus – oft bei Altbauten – oder muss ich ihn Außen vor das Treppenhaus setzen?
  • Kann der Übergang vom Aufzug zum Zwischenplateau oder direkt auf die Wohnebene führen?
  • Wie wähle ich den richtigen Aufzugbauer aus? Soll ich einen großen oder einen regionalen ansprechen?
  • Worauf sollte ich beim Bau achten, um die Folgekosten (Wartung, Reinigung, u.a.) gering zu halten?

Die KlarOs-Antworten

Einige Antworten können wir von KlarOs geben, da die meisten Aufzugfirmen mit uns als Aufzugreiniger zusammen zusammenarbeiten und wir zirka 140 Aufzüge gemeinsam mit den Aufzugfirmen pro Jahr reinigen.

Der Standort des Aufzugs ergibt sich aus dem Bau des Treppenhauses.

Schlagen Sie die Gelben Seiten auf so fallen Ihnen schnell die bekannten und weltweit tätigen Aufzugfirmen auf. Versäumen Sie es aber nicht auch einmal einen Blick auf die Webseiten der regionalen Anbieter zu werfen.

Auf die Folgekosten achten

Woran sollte man aus der Sicht der Folgekosten – hier speziell der Reinigungskosten – achten:

  • Wenn der Aufzug direkt an das Haus gesetzt wird müssen Sie sich entscheiden, wie der Aufzug aussehen soll: drei Seiten verglast? Oder nur eine Seite verglast? Das ist eine Frage des Geschmacks und der Kosten. Glasreinigung ist teurer als Metallreinigung.
    Meine Empfehlung: Egal wie sie sich entscheiden, die verglaste Seite sollte bzw. die verglasten Seiten sollten sich auch in der Kabine wiederfinden. Somit ist der Blick nach außen gesichert.
  • Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen Kabine und Schachtglasfläche entsprechend groß ist, um das Kabinenglas außen reinigen zu können. Sie verhindern hierdurch mögliche zusätzliche Kosten für den einmaligen Glasausbau von ca. 700 Euro!!!
  • Wenn der Aufzug höher als 19 Meter ist wird die Außenreinigung der Aufzuganlage normalerweise durch den Industriekletterer ausgeführt. Bis 19 Meter Höhe kann man mit speziellen Teleskopstangen reinigen. Die Kosten mit Stange sind deutlich günstiger.
  • Achten Sie darauf, dass auf dem Aufzugdach außen nicht eine Dachrinne angebaut ist, über die das Seil des Industriereinigers läuft: Hier besteht die Gefahr, dass die Dachrinne zerdrückt wird.
  • Wenn auf dem Dach des Hauses keine natürlichen Sicherung (Schornstein o.ä.) vorhanden ist sollten auf dem Aufzugdach oben am Rahmen an jeder Seite jeweils ein Anker (=3!) gesetzt werden. Diese können nicht nur der Reiniger sondern auch der Maler, der Glaser oder jeder andere nutzen.
  • Schön ist es wenn der Ausstieg zum Dach über ein Dachfenster im Treppenhaus möglich ist und man nicht Mieter bitten muss, die eingesetzten Mitarbeiter durch die Wohnung zu lassen.
  • Wird die Kabine innen, die Aufzugtüren und die –rahmen mit Edelstahl ausgeschlagen schaffen Sie ein optimales Ambiente. Hier ergibt sich allerdings später das Problem, wie die Edelstahlflächen durch den Gebäudereiniger gereinigt werden. Meist pflegen sie sie dick mit entsprechenden Edelstahlprodukten ein, was unserer Meinung nicht zielführend ist. Eine regelmäßige Tiefenreinigung bringt den alten Glanz viel besser zur Wirkung und verhindert Griffspurenbildung.
  • Was sind sinnvolle Reinigungsturni? Unser Vorschlag:
    • Kabinenglas innen: wöchentlich durch den Treppenhausreiniger
    • Kabinenglas außen: halbjährlich durch den Aufzugreiniger
    • Schacht außen: mindestens alle zwei Jahre
    • Schacht innen: alle zwei, mindestens aber alle drei Jahre
    • Edelstahlgrundreinigung: halbjährlich

Wir hoffen Ihnen ein paar Anregungen gegeben zu haben und stehen für Ihre Fragen jederzeit zu Verfügung.

Ihr Karl Wachenfeld
KlarOs – Glas und Aufzugreinigung