Sicherheit bei der Glas- und Fassadenreinigung

Jeder von uns weiß, dass unsere Arbeit oft Risiken birgt. Umso wichtiger, dass alle am Prozess Beteiligten umsichtig und sich der konkreten Gefahren bewusst sind.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hat für die Glas- und Gebäudereiniger die Broschüre ‚Gebäudereiniger – sicher und gesund im Beruf‘ herausgebracht, die wie folgt heruntergeladen werden kann:

http://www.bgbau.de/gisbau/publikationen/brosch/downloads/Gebaeudereiniger_72013.pdf

Aus meiner Sicht als Unternehmer hierzu einige Anmerkungen:

  • Schon bei der Objektbesichtigung muss genau bewertet werden, wo mögliche Risiken lauern. Diese zu übersehen kann günstig für den Auftraggeber, aber extrem teuer für uns als Auftragnehmer werden. Risiken müssen für alle Beteiligten – Auftraggeber, Mitarbeiter, Auftragnehmer – schriftlich festgehalten und bewertet (Kosten, Maßnahmen, Information) und berücksichtigt werden.
  • Für den Glasreiniger ist der Absturz mit das größte Sicherheitsrisiko. Oft bewegen wir uns in großer Höhe (auf dem Dach, auf dem Gerüst, auf der Leiter, auf der Hebebühne). Die Standfestigkeit der Gerätschaften (Leiter, Gerüst, Hebebühne) ist eine Grundvoraussetzung für unseren sicheren Arbeitseinsatz. Auf dem Glasdach/Dach sollten wir uns nicht von beschwichtigenden Aussagen einlullen lassen, sondern uns zusätzlich gegen Absturz absichern.
  • Wir als Unternehmer stehen nicht immer daneben und können nicht immer alles kontrollieren. Hier sind wir darauf angewiesen, dass unsere Mitarbeiter Ihre Fähigkeiten, aber auch Ihre Grenzen kennen und genau wissen, wo Sie die Bremse setzen müssen. Wirtschaftlicher Druck, der vom Vorgesetzten oder dem Chef kommt, erhöht das Sicherheitsrisiko absolut. Überschreiten Sie als Vorgesetzter selbst nicht die Grenzen, geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass Sie sie nicht in Gefahr bringen wollen und auch morgen noch brauchen.
  • Sicherheitsgurte, Sicherheitsgeschirr, Türanker, u.ä. sollten in jedem Glasreinigungsbetrieb vorhanden sein und für den entsprechenden Auftrag herausgegeben werden.
  • Schulungen zur Arbeit auf Hebebühnen, Gerüsten, Leitern usw., durchgeführt von Fachkräften, helfen, die Aufmerksamkeit immer wieder aufrecht und wach zu halten. Unternehmerische Investitionen sind kalkulierbar, mögliche Unfälle nicht!
  • Die eingesetzten Geräte und Hilfsmittel wie Stromkabel, Leitern, Tritte u.ä. müssen immer wieder überprüft werden, ob Sie eingesetzt werden können oder repariert bzw. ausgetauscht werden müssen.
  • Aber denken wir doch auch bei unserer Arbeit an Dritte, die durch das Treppenhaus gehen und ausrutschen können, weil wir kein Hinweisschild aufgestellt haben oder ein Arbeitsgerät aus der Gondel fällt, weil wir sie nicht abgesichert haben…

Sorgen wir dafür, dass unsere Mitarbeiter nicht verunfallen. Dies ist nicht nur eine moralische Pflicht für uns als Unternehmer, sondern auch eine Notwendigkeit, um die wirtschaftliche Sicherheit unseres Betriebs nicht durch unkalkulierbar teure Strafen und hohe Kosten zu gefährden.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, besser ein sicheres Händchen bei der Gefahrenbeurteilung und der gefahrlosten Durchführung Ihrer schwierigen Aufträge.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Wie plane ich den Einsatz meines/r Glasreiniger/s für den nächsten Tag?

Am Schönsten und am Wirtschaftlichsten ist es, wenn ein Einsatz über den ganzen Tag geht und man keinen zweiten Einsatz planen muss. Doch das ist nun wirklich nicht immer der Fall.

Wenn ich mehrere Einsätze für den nächsten Tag plane, versuche ich so zu planen, dass die Einsatzorte möglichst nah beieinander liegen und die Fahrzeiten sich im Rahmen halten. Das muss nicht für jeden Standort zutreffen, für uns hier in Berlin aber sicher. (Die Fahrzeit einmal durch Berlin kann eineinhalb Stunden dauern!)

Jedem Einsatzort ist ja ein Angebotspreis hinterlegt. Diese Summe teile ich durch den Stundenverrechnungssatz, den ich erzielen möchte. Daraus ergeben sich die Stunden für den Einsatz in diesem Objekt. So mache ich es mit allen Objekten, die ich für den Tag plane.

Nehmen wir einmal an, unser Glasreiniger arbeitet in 3 Objekten mit 2 + 2,5 + 3 Stunden. Die Zeiten zwischen dem zweiten und dem dritten Objekt betragen geschätzte 10 Minuten und 20 Minuten.

Perfekt, der Glasreiniger arbeitet ca. 8 Stunden – der Einsatztag ist geplant.

Jetzt noch mit den Kunden die letzte Abstimmung vornehmen und die geplanten Startzeiten durchgeben.

Dann geht der Einsatzplan an den Mitarbeiter. Er enthält

  • Kundennamen
  • Genaue Adresse
  • Die zu erbringende Leistung
  • Besonderheiten (die dreiteilige Leiter, u.ä)
  • Die Startzeit (zirka) in den Objekten

Aus meiner Erfahrung ist es sinnvoll, diese Infos per Email an die Mitarbeiter zu schicken, die diese im Normalfall auf ihrem Handy haben und danach arbeiten können.

Ein bisschen schwieriger wird es, wenn Sie für 4 oder 6 Mitarbeiter planen müssen. Ich habe da gute Erfahrungen mit Tabellenkalkulationen (Excel) gemacht. Die können helfen, die Eingaben nach Autos und Startzeiten zu sortieren. Da kann einen schnellen Überblick geben und man spart viel Zeit!

Ich wünsche Ihnen ein gutes Händchen bei Ihrer Planung. So sind die Kunden zufrieden und die Fahrzeiten halten sich im Rahmen.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Aufzugreinigung: Auch der Glasreiniger kann an Grenzen stoßen

Letzte Woche wurde ich von einem Aufzughersteller zu einer Besichtigung eingeladen: Es ging darum, dass die verglaste Aufzugkabine zirka 4 Zentimeter an dem Glasschacht herunterlief.

Wie will man da das Außenglas der Kabine reinigen? Das wird schwierig! Wir kommen ja schon an viele Kabinenaußenflächen heran, so mit speziell gebogenen Stangen, aber auch mit Magneten – doch hier war es einfach zu eng. Was kann man da machen?

Das Kabinenglas ausbauen! Und hier kam das Spezialunternehmen aus der Glaserinnung ins Spiel: Der Meister guckte sich kurz an, wie die Rahmenelemente und die umlaufende Griffstange verschraubt waren und sagte nur kurz: „Ist machbar!“.

Sein Auftrag wird es sein, das Kabinenglas auszubauen – unsere, das stark verschmutzte und verkalkte Glas zu reinigen. Das Glas wird dann wieder eingebaut. Fertig!

Schön, mit Fachfirmen zusammen zu arbeiten, die wissen, wovon sie reden. Und wenn das dann Hand in Hand geht, umso besser!

Der Auftraggeber weiß, dass das nicht ganz günstig wird, aber jahrelang den Schmutz des Kabinenglases ansehen zu müssen ist sicher auch keine Lösung.

Ich habe mich gefreut, ein fachkompetentes Unternehmen neu kennen gelernt zu haben und werde es – wenn wir an Grenzen stoßen – sicher gern ansprechen und mit ihm zusammen arbeiten.

Der Kunde wird sich freuen, endlich wieder aus einer sauberen Kabine heraus gucken zu können!

Karl Wachenfeld – KlarOs

 

 

Liebe Glasreiniger aus Sachsen-Anhalt!

Heute hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Auftraggeber aus Sachsen-Anhalt, der in seinem Bundesland ca. 90 Objekte unterschiedlicher Größe betreut. Er möchte gern die Glasreinigung von der Unterhaltsreinigung abtrennen und sucht qualifizierte Glasreinigungsfirmen aus der Region, um einzelne oder auch mehrere Aufträge gemeinsam durchführen zu lassen. Sein Interesse ist es, qualifizierte, regionale Glasreinigungsfachbetriebe zu finden, die nicht nur die fünfteilige Glasreinigungsleiter haben, sondern sich auch mit der Stangenreinigung unter Verwendung von entionisiertem Wasser auskennen und  über Erfahrung mit der Hebebühnentechnik verfügen.

Hier sind die Glasreinigungs-Unternehmen angesprochen, die sich bisher nicht an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen, aber über Fachkompetenz verfügen, regional denken und an einer langfristigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Kunden interessiert sind.

Ich weiß, wir suchen die Nadeln im Heuhaufen!

Gibt es doch…

…. die Großen, die sehr global denken und mit dieser Vielfalt überfordert sind
….die kleinen Gebäudereiniger, die einen Glasreiniger haben, um die Fenster Ihre Objekte reinigen zu können
… die Einmannbetriebe, die mit dieser Anfrage überfordert sind

Nein, die sind es nicht, die der Auftraggeber sucht!

Es sind die Glasreinigungsfachbetriebe,

……mit vielleicht 4 oder 6 Mitarbeitern,
……die heute erfolgreich als Subunternehmer für die Großen arbeiten,
…..die noch keine Webseite besitzen,
…..die nachweislich seit Jahren am Markt erfolgreich agieren,
….die vielleicht bisher erfolgreich als Subunternehmer gearbeitet haben,
…..die keine Versicherungs-/Deckungssummen von mehreren Millionen Euro haben,
…..denen die Leistungserbringung wichtiger ist als teure Zertifizierungen,
…..die Ihren Kunden regelmäßig eine gute Leistung anbieten!

 Warum starte ich diesen Aufruf an die Glasreiniger aus Sachsen-Anhalt!

 Ich möchte diese besondere Gruppe der Glasreiniger stärken und würde mich freuen, gleichgesinnte Kollegen aus Ihrer Region am Glasreinigungs-Markt zu treffen!

Und warum bewerbe ich mich hier nicht selbst? Ich kommen aus Berlin. Da liegt die Antwort auf der Hand: Regionale Fachfirmen bezahlen den Ost-Tarif und haben keine weite Anreise/teure Zusatzkosten. Sie sind bei gleicher Leistung einfach deutlich kostengünstiger!

Melden Sie sich bei mir unter info@klaros-gmbh.de , ich gebe Ihren Kontakt umgehend weiter. Gern können Sie mich aber auch unter 0163 2562647 anrufen.

Nur Mut, es könnte sich für Sie/für Dich lohnen!

 Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs Dienstleistungs-GmbH

 

Oh, das kann teuer werden!

Lieber Glasreiniger, sein Sie nicht naiv! Das kann verdammt teuer werden!

Man hört es von den anderen:

  • Ihnen ist das Portemonnaie im Bus gestohlen worden.
  • Das Auto stand plötzlich morgens nicht mehr vor dem Haus.
  • Beim Einbruch sind wichtige Unterlagen/Geräte/Maschinen gestohlen worden.
  • Der Computer ist ohne Grund abgeschmiert und die Daten sind weg.
  • Das Handy ist ins Wasser gefallen…..

Und dann denkt man ‚Ich müsste da eigentlich auch was machen!‘ und Morgen ist es schon vergessen. Das Tagesgeschäft verdrängt es!

Aber was heißt es, wenn uns solches Dinge passieren?

  • Es kostete Geld, oft viel Geld
  • Es kostet viel Zeit und Nerven
  • Es bringt normale Abläufe total durcheinander
  • Es kann unser Geschäft gefährden
  • Es kann Kunden kosten
  • Es kann wichtige Kontakte unwiderruflich löschen

Seien Sie nicht zu naiv, versuchen Sie sich so gut wie möglich zu schützen:

  • Stecken Sie das Portemonnaie von der Gesäßtasche in die Hosentasche vorn, wenn Sie mit der Bahn fahren oder über den Markt schlendern…
  • Investieren Sie in ein gutes Autosicherungssystem. Oft tut es auch die alte Lenkradkralle.
  • Prüfen Sie, wie Einbruchsicher Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihre Geschäftsräume sind. Oft kann man schon für gut 1.000 € eine Sicherungssystem installieren und man hat eine gutes Gefühl, wenn man an zu Hause denkt. Und reduziert das Risiko.
  • Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten am Computer. Das geht schon für wenig Geld, aber man muss es machen!
  • Sie haben viele Fotos auf dem Handy und Telefonnummern nur dort gespeichert? Gefährlich! Besonders dann, wenn man die Daten nicht zusätzlich regelmäßig auf dem Computer abgespeichert hat.

Ich hoffe, das kommt nicht zu oberlehrerhaft herüber. Es soll ein Anstoß sein über Ihre schwelenden Risiken nachzudenken und diese durch Ihr proaktives Handeln so gering wie möglich zu halten.

Noch wichtiger sind Erbregelungen, Kontovollmachten, Patientenverfügung, Betreuungsregelungen u.ä. Es kann uns jederzeit erwischen, packen wir unseren Notfallkoffer rechtzeitig!

Viel Glück bei Ihrer persönlichen systematischen Risiko- und Gefahrenabwehr.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

 

Private Kleinkunden als Glasreiniger weiter betreuen?

Der Markt der Glasreinigung ist groß und wenn man es richtig anstellt, gewinnt man immer mehr Kunden.

Doch genau da stellt sich die Frage: Will man das eigentlich? Braucht man mehr Umsatz? Was würde das für die Büroorganisation heißen? Muss man noch jemanden im Büro einstellen? Wie viele neue Glasreiniger muss man finden? Was muss man neu investieren (Auto, Ausrüstung, Gerätschaften, usw.)?

Neu-/Mehrumsatz heißt irgendwann:

  • Einstellung neuer Mitarbeiter
  • Investition in den Fuhrpark, Gerätschaften, Materialien, Ausrüstung, Kleidung usw.
  • Aufstockung der Bürostunden, vielleicht sogar Neueinstellung
  • Vielleicht auch: Vergrößerung der Bürofläche
  • Vielleicht auch: Neuanmietung von Lagerräumen
  • Oft auch: Mehrarbeit für den Chef
  • und….

Sie haben die Wahl, denn es gibt mehrere Lösungsvorschläge:
 

  1. Der Neuumsatz wird eingearbeitet, die Neukunden werden bedient

Damit müssen Sie alle oben genannten Punkte bedenken und sich darauf einstellen: Personalsuche, Büro- und Lagerflächenanmietung, Investitionen, usw.

Ergebnis: Die Neukundengewinnung kostet zunächst Geld, der zu erwartende Gewinn wird erst später sichtbar.
 

2.  Sie spezialisieren sich weiter und halten den bestehenden Umsatz

Wie kann das aussehen?

Sie untersuchen Ihren eigenen Kundenstamm und prüfen, welche Kundengruppe Sie gern, besonders gut und profitabel bedienen. Sind das die Kleinkunden, sind das die mittelgroßen Kunden, sind das die Großkunden? Diese Frage müssen sie sich selbst beantworten. Wenn klar ist, was Ihre wichtigste Kundengruppe ist überlegen Sie, wie sie diese erweitern und die anderen beiden Gruppen vielleicht nur halten, diese vielleicht aber auch auf Dauer reduzieren.

Bsp.: Sie bedienen sowohl Privatkunden mit 50 € pro Auftrag, aber auch mittelgroße Kunden bis ca. 3.000 € pro Auftrag. Was kann man machen? Wohl wissend, das der Kleinkundenbereich sehr aufwändig und stark umkämpft ist und hier die Ein-Mann-Betriebe ihre Stärke haben könnte man wie folgt vorgehen: Sie geben alle Neuanfragen mit geringem Umsatz an einen mit Ihnen befreundeten Glasreiniger ab. Vielleicht übergeben Sie ihm sogar gegen einen kleinen Bonus einen Teil des bestehenden Kleinkundenstammes.

Der Vorteil für Sie: Ihre Bürostruktur, Personalstruktur, der Gerätepark, der Fuhrpark müssen nicht verändert werden. Sicher wird das zu einem besseren Betriebsergebnis führen, und vielleicht auch zur Arbeitsreduzierung. Schließlich müssen nicht mehr 80 sondern bald nur noch 50 Termine abgesprochen und nur noch 50 Rechnungen geschrieben werden, der Einsatzplan wird leichter …. Und Sie haben Zeit sich um Ihre Kundengruppe, die mittelgroßen Aufträge, zu kümmern.

Die psychologische Hürde dabei

Hört sich alles gut an, aber dies in die Praxis umzusetzen ist oft schwerer als gedacht. Schließlich hat man sich jahrelang um das Neukundengeschäft gekümmert, sich über jeden Neukunden gefreut – und jetzt soll man einige dieser liebgewonnenen Kunden einfach so abgeben? Das ist schwer, aber ich glaube, es kann die richtige Entscheidung sein.

Oder wollen sie unkontrolliertes Wachstum bei höherem Stresspotential und verzögerter Gewinnerwartung?

Treffen Sie Ihre unternehmerischen Entscheidungen mit Bedacht! Umsatz, Umsatz, Umsatz ist nicht alles! Manchmal muss man sich begrenzen, um erfolgreich zu sein.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Die Fenster wurden zwei Jahre nicht gereinigt. Und der Preis soll gleich bleiben?

Besichtigungen sind sehr wichtig, um den Kunden genau kennen zu lernen, die Leistung exakt zu definieren und den richtigen Preis zu bestimmen.

Oft sind die Fenster mindestens zwei Jahre nicht geputzt und der Aufwand ist entsprechend höher als normal. Ich biete dann gerne eine Erstreinigung zu einem höheren Preis an und stelle gleichzeitig die reduzierten Kosten für eine Folgereinigung vor, wobei hier ein jährlicher Turnus zugrunde gelegt wird.

Nun kommt es vor, dass wir die Fenster gereinigt haben und der Kunde uns nicht nach einem halben oder einem Jahr, sondern erst nach zwei – manchmal sogar nach drei – Jahre wieder neu beauftragt.

Für Jeden ist klar, dass der Reinigungsaufwand in diesem Falle deutlich höher ist als nach einem Jahr. Also sollte man hier – so denke ich – einen entsprechenden Grundreinigungszuschlag anbieten/nehmen, der in Abhängigkeit zur Durchführung der letzten Reinigung zu werten ist.

Ich denke, diese Regelung ist für alle Seiten fair –

  • für die, die jedes halbe Jahr ihre Fenster reinigen lassen,
  • für die, die nach zwei Jahren saubere Fenster haben wollen,
  • für uns Glasreiniger, deren Mehraufwand angemessen vergütet wird.

Unsere Preise sollten den Leistungen immer angepasst sein. So kann man langfristige vertrauensvolle Kundenbeziehungen aufbauen und Risiken reduzieren.

Ihr Karl Wachenfeld
KlarOs Dienstleistungs-GmbH

Starke Verkalkungen auf den Glasfassadenflächen an einem unserer Objekte

Immer wieder finden wir neue Kalkablagerungen auf den Scheiben. Die Verkalkungen beschäftigen uns schon, seitdem wir die Glasreinigung in diesem Objekt übernommen haben. Es handelt sich um ein vor einigen Jahren neu errichtetes Gebäude, das an seinen Außenflächen aus Beton und vielen Glasfassadenelementen besteht.

Und was passiert, wenn es regnet?

Das Regenwasser läuft über die Betonflächen oberhalb der Fenster, nimmt Kalke und Salze auf, und läuft dann weiter über die darunter liegenden Glasflächen, wo die Kalkpartikel sich zum Teil absetzen. Jeder Glasreiniger weiß: Diese Partikel verbinden sich chemisch stark mit dem Glas und sind im Rahmen der normalen turnusmäßig beauftragten Glas- und Rahmenreinigung nicht zu beseitigen.

Unsere Arbeitsweise

Hier muss regelmäßig – am besten halbjährlich – mit speziellen kalklösenden Reinigungschemikalien gearbeitet werden. Das Glas muss, um das Ergebnis zu sehen, mehrfach eingewaschen und abgezogen werden, Restverkalkungen müssen nochmals bearbeitet werden. Diese Arbeitsweise geht so lange, bis die Verkalkungen wirklich komplett beseitigt sind. Viel Arbeit heißt – hohe Kosten. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser intensive Arbeitsprozess die Kosten gegenüber der normalen Glasreinigung verdoppeln bis verdreifachen kann. Da in diesem Objekt unsere Kletterer für die Kubenreinigung eingesetzt werden, kann man sich vorstellen, wo das hinführt.

Die Abhängigkeit vom der Wetterseite

Im oben benannten Objekt sind insbesondere die dem Wetter zugewandten Flächen aktuell stark verkalkt.

Das unterschiedliche Verhalten der Bewohner

Interessant für mich zu beobachten ist, dass die Mieter sehr unterschiedlich auf dieses Problem reagieren. Für die Hausverwaltung kann das zu einem Dauerstress ausarten.

Das Grundproblem liegt bei den Architekten

Das Grundproblem liegt aus meiner Sicht bei den Architekten, die dieses Problem nicht erkannt haben. Grundsätzliche Abhilfe könnte geschaffen werden, wenn Wasserabweiser angebaut würden, so dass das Wasser von den Fenster ferngehalten wird. Aber das ist extrem teuer und stellt einen tiefen Eingriff in das Bild des Bauwerks dar.

Was können wir als Glasreiniger in diesem Falle tun?

Aus meiner Sicht sollte man jährlich, aber mindestens alle zwei Jahre eine komplette Bestandsaufnahme der Verkalkung aller Fenster vornehmen und Sie von den Kosten her bewerten. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob sich die Verkalkungen auf Festverglasungen, aber auch auf zu öffnenden Fenstern oder auf den Glaskuben befinden.

Haben Sie ähnliche Probleme? Dann schildern Sie sie hier.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Den eigenen Schweinehund überwinden – die Aufschieberitis

Vermutlich kennen das viele von Ihnen:

  • Ein dringendes Angebot muss geschrieben werden
  • Die Rechnungen für diesen Monat wollen gestellt werden
  • Die Buchhaltung und die Umsatzsteuererklärung warten ebenfalls

Bevor Sie überhaupt mit diesem lästigen Schreibkram anfangen können, fällt Ihnen ein, dass Sie noch unbedingt ein technisches Gerät prüfen müssen. Oder ein Kunde ruft an, weil er Ihre Dienste benötigt.

Natürlich ist beides viel wichtiger!

Also lassen Sie am Schreibtisch alles stehen und liegen und widmen sich der handfesten Arbeit – die Büroarbeiten bleiben wieder einmal liegen…

Das ist die typische Aufschieberitis 😉

Leiden Sie nur gelegentlich darunter, ist dies meistens nicht weiter schlimm. Wird sie chronisch, gefährdet sie auf Dauer Ihr Unternehmen: Das Finanzamt überrascht Sie, Sie haben keinen Überblick über die eingehenden Rechnungen, die Löhne können nur gestückelt gezahlt werden,….

Sie wollen das ändern? Aber wie schafft man es, die eigenen Blockaden zu überwinden?

 

Probieren Sie es einmal mit der Scheibchen-Taktik:

Suchen Sie sich eine möglichst störungsfreie Zeit aus und verordnen Sie sich selbst z.B. eine Viertel- oder eine halbe Stunde Durchhalten für die Buchhaltung oder für das Rechnungen schreiben. Wählen Sie eine kurze Zeitdauer, die für Sie noch erträglich ist.

Egal, was Ihnen an Ablenkung durch den Kopf schießt, egal wie dringend ein Kunde seinen Anruf macht – ein Rückruf ist immer möglich -, zuerst beenden Sie diese Arbeitsphase. Erst danach geht es raus zum Kunden, in die Werkstatt oder zu dem, was Ihnen gerade eingefallen ist.

Zur Unterstützung können Sie sich einen Wecker stellen, der Sie mit seinem Klingeln aus dieser Arbeitsphase erlöst.

Verlängern Sie diese Arbeitsphase jeweils nach einer Woche um 5 Minuten, bis Sie bei einer oder eineinhalb Stunden angelangt sind.

Angenommen, Sie machen dies dreimal pro Woche oder sogar täglich, sind Sie ruckzuck mit Ihrer Büroarbeit auf dem aktuellen Stand.

 

Dieses Vorgehen hat zwei positive Aspekte:

Es geht in kleinen Schritten mit der Büroarbeit voran.

Wenn wir eine Arbeit begonnen haben, will unser Gehirn diese möglichst bald zu Ende führen. Dies bedeutet: Wenn wir eine lästige Arbeit mit einem kleinen Schritt begonnen haben, ist die Chance groß, dass wir zeitnah weitermachen.

Probieren Sie es aus! Auf diesem Wege können Sie die harte Nuss knacken!

 

Über Maren Kaiser:

Sie ist als Expertin für Zeit- und Selbstmanagement auf die Beratung von Selbstständigen und Unternehmern spezialisiert. Auf Ihrem Blog „Vom Zeitjunkie zum entspannten Erfolgsmenschen“ veröffentlicht sie regelmäßig Methoden, Tipps und Tricks rund um dieses Thema.
Maren Kaiser

Die Glasreinigung: Vorteile in der und Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Sub- und Generalunternehmer (GU)

Ich möchte Ihnen heute darüber berichten, was meine Erfahrungen als Subunternehmer, aber auch als Generalunternehmer sind und sie Ihnen verallgemeinert als Vorteile und Voraussetzungen für beide Seiten darstellen.

Vorteile für den Generalunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer aus der Glasreinigung

  • Subs können den GU bei Auftragsspitzen entlasten
  • Subs können den GU bei hohem Krankenstand personell unterstützen
  • Subs können den GU in Urlaubszeiten aushelfen

Voraussetzungen für den Generalunternehmer

Die Zusammenarbeit des Generalunternehmers mit dem Subunternehmer ist nur möglich, wenn der Sub

  • einen interessanten Stundensatz anbieten kann
  • die Arbeitsqualität stimmt und keine Nachbesserungen erfolgen
  • fair und vertrauenswürdig ist und dies in der Praxis nachweist
  • den Kontakt zum Kunden des GU nicht für seine eigenen Zwecke nutzt
  • sich in das vorhandene System des Generalunternehmers integriert
  • Spezialleistungen anbietet (Stangenreinigung, Kletterreinigung, u.a.) 

Vorteile für den Subunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer 

  • Der Glasreiniger kann als Subs seine ruhigen Zeiten besser auslasten
  • Der Glasreiniger kann als Sub seinen Umsatz erhöhen
  • Der Glasreiniger braucht diesen Auftrag nicht selbst zu akquirieren

Voraussetzungen für den Subunternehmer

Die Zusammenarbeit des Subunternehmers mit dem Generalunternehmer ist nur möglich, wenn

  • der GU akzeptable Stundenverrechnungssätze oder Pauschalsummen anbietet
  • das Angebot des GU an den Sub stimmt
  • der GU fair ist und an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist
  • der GU alle ihm zu Verfügung stehenden Leistungsinformationen weitergibt
  • der GU das Abstimmungsgespräch zwischen Sub und Auftraggeber vor Ort zulässt
  • bei gemeinsamer Auftragsbearbeitung die Mitarbeiter des GU kollegial mit den Sub-Mitarbeitern zusammen arbeiten

Berlin, 05.03.16                         Karl Wachenfeld – KlarOs