Starke Verkalkungen auf den Glasfassadenflächen an einem unserer Objekte

Immer wieder finden wir neue Kalkablagerungen auf den Scheiben. Die Verkalkungen beschäftigen uns schon, seitdem wir die Glasreinigung in diesem Objekt übernommen haben. Es handelt sich um ein vor einigen Jahren neu errichtetes Gebäude, das an seinen Außenflächen aus Beton und vielen Glasfassadenelementen besteht.

Und was passiert, wenn es regnet?

Das Regenwasser läuft über die Betonflächen oberhalb der Fenster, nimmt Kalke und Salze auf, und läuft dann weiter über die darunter liegenden Glasflächen, wo die Kalkpartikel sich zum Teil absetzen. Jeder Glasreiniger weiß: Diese Partikel verbinden sich chemisch stark mit dem Glas und sind im Rahmen der normalen turnusmäßig beauftragten Glas- und Rahmenreinigung nicht zu beseitigen.

Unsere Arbeitsweise

Hier muss regelmäßig – am besten halbjährlich – mit speziellen kalklösenden Reinigungschemikalien gearbeitet werden. Das Glas muss, um das Ergebnis zu sehen, mehrfach eingewaschen und abgezogen werden, Restverkalkungen müssen nochmals bearbeitet werden. Diese Arbeitsweise geht so lange, bis die Verkalkungen wirklich komplett beseitigt sind. Viel Arbeit heißt – hohe Kosten. So ist es nicht verwunderlich, wenn dieser intensive Arbeitsprozess die Kosten gegenüber der normalen Glasreinigung verdoppeln bis verdreifachen kann. Da in diesem Objekt unsere Kletterer für die Kubenreinigung eingesetzt werden, kann man sich vorstellen, wo das hinführt.

Die Abhängigkeit vom der Wetterseite

Im oben benannten Objekt sind insbesondere die dem Wetter zugewandten Flächen aktuell stark verkalkt.

Das unterschiedliche Verhalten der Bewohner

Interessant für mich zu beobachten ist, dass die Mieter sehr unterschiedlich auf dieses Problem reagieren. Für die Hausverwaltung kann das zu einem Dauerstress ausarten.

Das Grundproblem liegt bei den Architekten

Das Grundproblem liegt aus meiner Sicht bei den Architekten, die dieses Problem nicht erkannt haben. Grundsätzliche Abhilfe könnte geschaffen werden, wenn Wasserabweiser angebaut würden, so dass das Wasser von den Fenster ferngehalten wird. Aber das ist extrem teuer und stellt einen tiefen Eingriff in das Bild des Bauwerks dar.

Was können wir als Glasreiniger in diesem Falle tun?

Aus meiner Sicht sollte man jährlich, aber mindestens alle zwei Jahre eine komplette Bestandsaufnahme der Verkalkung aller Fenster vornehmen und Sie von den Kosten her bewerten. Hierbei ist zu berücksichtigen, ob sich die Verkalkungen auf Festverglasungen, aber auch auf zu öffnenden Fenstern oder auf den Glaskuben befinden.

Haben Sie ähnliche Probleme? Dann schildern Sie sie hier.

Karl Wachenfeld – KlarOs

Aufzugreinigung – eine spezielle Herausforderung für den Glasreiniger?

Sie sind in Berlin, Prenzlauer Berg – oder auch in jeder anderen größeren Stadt in Deutschland: Jeder kennt sie, die angebauten Glasaufzüge in den Innenhöfen der älteren Mietshäuser, die einen direkten Zugang zu den vorderen Treppenhäusern haben:

Mindestens 20 Meter hoch, ca. 4 m² Grundfläche. Glas findet man überall.

  • Der komplette Schacht ist aus Glas
  • Manchmal sind die Türen aus Glas
  • Oft sind die Kabinenwände verglast
  • Auch die Lampen in den Kabinendecken können durch eine Glasscheibe geschützt sein
  • In manchen Kabinen kann man noch Spiegelelemente finden

Alles Flächen für den Glasreiniger. Doch was einfach erscheint, ist es nicht immer:

Kleinere Glasaufzüge können mit der Stange und entionisiertem Wasser gereinigt werden. Doch oft sind die Aufzüge über 20 Meter hoch. Da muss dann der Industriekletterer ran. Wie kommt er aufs Dach? Ist der Ausstieg leicht möglich oder verschlossen? Unterstützt hier der Hausmeister/die Hausverwaltung?

Um die Glasreinigung der Kabineninnenflächen durchzuführen muss man auf die Kabine und den Aufzug von dort aus führen. Sind die technischen Kenntnisse vorhanden, ist der richtigen Aufzugschlüssel vorhanden, um die Anlage außer Betrieb zu setzen? Ein Magnet um ein paar Millimeter verschoben, und der Aufzug steht. Da ist der Glasreiniger absolut überfordert. Das kann teuer werden. Die Glasreinigung selbst ist also kein Problem, aber damit allein ist es nicht getan!

Die Glastüren können sich gegeneinander verschieben. Der Abstand ist manchmal nur einen Zentimeter. Also den Aufzug so stellen, dass man von der Kabine aus die äußeren Glastüren von innen reinigt und die inneren Glastüren werden z.B. von der Kabine aus nach oben sauber gemacht.

Das Kabineninnenglas macht kein Problem. Aber wie ist es mit dem Kabinenglas außen? Wie kommt man da heran? Oft sind zwischen der Kabine und den Rahmen des Schachts nur einige Zentimeter, wo mir mit Spezialstangen durchkommen, um von oben aus die Kabinenglasflächen zu reinigen. Nicht selten ein echtes Problem.

Die Beleuchtung ist oft hinter dem Deckenglas versteckt. Da durch kleine Spalten Fliegen und andere Insekten hineinkommen ist die Oberseite des Glases häufig schmutzig. Hier muss das Deckenglas vom Fachmann abgebaut werden, wir reinigen die Flächen, und danach werden sie wieder eingebaut.

Ein Glück, die Spiegelelement sind für den Glasreiniger kein Problem.

Wenn Sie das Glas der Aufzüge reinigen, wird man sie schnell auffordern, auch die Türtechnik, die Kabine außen, die Grube, das Gestänge, die Seile, die Türschienen und alles andere zu reinigen. Da wird es sicher nicht einfacher. Doch hierzu später.

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs

Den eigenen Schweinehund überwinden – die Aufschieberitis

Vermutlich kennen das viele von Ihnen:

  • Ein dringendes Angebot muss geschrieben werden
  • Die Rechnungen für diesen Monat wollen gestellt werden
  • Die Buchhaltung und die Umsatzsteuererklärung warten ebenfalls

Bevor Sie überhaupt mit diesem lästigen Schreibkram anfangen können, fällt Ihnen ein, dass Sie noch unbedingt ein technisches Gerät prüfen müssen. Oder ein Kunde ruft an, weil er Ihre Dienste benötigt.

Natürlich ist beides viel wichtiger!

Also lassen Sie am Schreibtisch alles stehen und liegen und widmen sich der handfesten Arbeit – die Büroarbeiten bleiben wieder einmal liegen…

Das ist die typische Aufschieberitis 😉

Leiden Sie nur gelegentlich darunter, ist dies meistens nicht weiter schlimm. Wird sie chronisch, gefährdet sie auf Dauer Ihr Unternehmen: Das Finanzamt überrascht Sie, Sie haben keinen Überblick über die eingehenden Rechnungen, die Löhne können nur gestückelt gezahlt werden,….

Sie wollen das ändern? Aber wie schafft man es, die eigenen Blockaden zu überwinden?

 

Probieren Sie es einmal mit der Scheibchen-Taktik:

Suchen Sie sich eine möglichst störungsfreie Zeit aus und verordnen Sie sich selbst z.B. eine Viertel- oder eine halbe Stunde Durchhalten für die Buchhaltung oder für das Rechnungen schreiben. Wählen Sie eine kurze Zeitdauer, die für Sie noch erträglich ist.

Egal, was Ihnen an Ablenkung durch den Kopf schießt, egal wie dringend ein Kunde seinen Anruf macht – ein Rückruf ist immer möglich -, zuerst beenden Sie diese Arbeitsphase. Erst danach geht es raus zum Kunden, in die Werkstatt oder zu dem, was Ihnen gerade eingefallen ist.

Zur Unterstützung können Sie sich einen Wecker stellen, der Sie mit seinem Klingeln aus dieser Arbeitsphase erlöst.

Verlängern Sie diese Arbeitsphase jeweils nach einer Woche um 5 Minuten, bis Sie bei einer oder eineinhalb Stunden angelangt sind.

Angenommen, Sie machen dies dreimal pro Woche oder sogar täglich, sind Sie ruckzuck mit Ihrer Büroarbeit auf dem aktuellen Stand.

 

Dieses Vorgehen hat zwei positive Aspekte:

Es geht in kleinen Schritten mit der Büroarbeit voran.

Wenn wir eine Arbeit begonnen haben, will unser Gehirn diese möglichst bald zu Ende führen. Dies bedeutet: Wenn wir eine lästige Arbeit mit einem kleinen Schritt begonnen haben, ist die Chance groß, dass wir zeitnah weitermachen.

Probieren Sie es aus! Auf diesem Wege können Sie die harte Nuss knacken!

 

Über Maren Kaiser:

Sie ist als Expertin für Zeit- und Selbstmanagement auf die Beratung von Selbstständigen und Unternehmern spezialisiert. Auf Ihrem Blog „Vom Zeitjunkie zum entspannten Erfolgsmenschen“ veröffentlicht sie regelmäßig Methoden, Tipps und Tricks rund um dieses Thema.
Maren Kaiser

Die Glasreinigung: Vorteile in der und Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Sub- und Generalunternehmer (GU)

Ich möchte Ihnen heute darüber berichten, was meine Erfahrungen als Subunternehmer, aber auch als Generalunternehmer sind und sie Ihnen verallgemeinert als Vorteile und Voraussetzungen für beide Seiten darstellen.

Vorteile für den Generalunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer aus der Glasreinigung

  • Subs können den GU bei Auftragsspitzen entlasten
  • Subs können den GU bei hohem Krankenstand personell unterstützen
  • Subs können den GU in Urlaubszeiten aushelfen

Voraussetzungen für den Generalunternehmer

Die Zusammenarbeit des Generalunternehmers mit dem Subunternehmer ist nur möglich, wenn der Sub

  • einen interessanten Stundensatz anbieten kann
  • die Arbeitsqualität stimmt und keine Nachbesserungen erfolgen
  • fair und vertrauenswürdig ist und dies in der Praxis nachweist
  • den Kontakt zum Kunden des GU nicht für seine eigenen Zwecke nutzt
  • sich in das vorhandene System des Generalunternehmers integriert
  • Spezialleistungen anbietet (Stangenreinigung, Kletterreinigung, u.a.) 

Vorteile für den Subunternehmer in der Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer 

  • Der Glasreiniger kann als Subs seine ruhigen Zeiten besser auslasten
  • Der Glasreiniger kann als Sub seinen Umsatz erhöhen
  • Der Glasreiniger braucht diesen Auftrag nicht selbst zu akquirieren

Voraussetzungen für den Subunternehmer

Die Zusammenarbeit des Subunternehmers mit dem Generalunternehmer ist nur möglich, wenn

  • der GU akzeptable Stundenverrechnungssätze oder Pauschalsummen anbietet
  • das Angebot des GU an den Sub stimmt
  • der GU fair ist und an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist
  • der GU alle ihm zu Verfügung stehenden Leistungsinformationen weitergibt
  • der GU das Abstimmungsgespräch zwischen Sub und Auftraggeber vor Ort zulässt
  • bei gemeinsamer Auftragsbearbeitung die Mitarbeiter des GU kollegial mit den Sub-Mitarbeitern zusammen arbeiten

Berlin, 05.03.16                         Karl Wachenfeld – KlarOs

VHS-Seminare: Existenzgründung in der Glasreinigung

 Die Volkshochschule (VHS) ist eine gute Möglichkeit sich zu informieren und zu qualifizieren!

Letzte Woche hatte ich einen Access-Kurs (Datenbankprogramm) bei der Volkshochschule Treptow/ Köpenick besucht.

Ich muss sagen, das war ein voller Erfolg: Der Dozent war hochqualifiziert und hat die Themen sehr gut herübergebracht, die Lerngruppe war absolut motiviert und die Kosten waren durch die Subventionierung des Senats absolut günstig. Was will man mehr?!

In einem großen Flyerständer fand ich auch einen Flyer zum Thema ‚BWL – Existenzgründung‘. Den habe ich mir gleich eingesteckt und möchte Sie hier kurz über den Inhalt informieren:

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Der ‚Basiskurs für Existenzgründer/innen‘ informiert über das fachliche und persönliche Anforderungsprofil und bereitet auf die einzelnen Schritte bei der Gründung vor.

60 €, 16 Unterrichtsstunden, 4 Donnerstage von 18.00-21.15 Uhr

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Der Kurs zur ‚Existenzgründung‘ führt Sie Schritt für Schritt in die Selbständigkeit, prüft die Kandidaten bezüglich Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und ihren Weg zum eigenen Unternehmen. Sie lernen den Businessplan, Finanzierungskonzepte und wichtige Formalien kennen.

85 €, 18 Unterrichtsstunden, 1 x Montag bis Mittwoch von 09.00-16.00 Uhr

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Im Kurs ‚Das kaufmännische Einmaleins‘ stehen die Zahlen im Mittelpunkt, u.a. die Buchführung, der Marktpreis, die Kostenrechnung. Ich weiß, das erscheint sehr trocken, gerade, wenn man von seiner eigenen Unternehmensidee begeistert ist, aber Zahlen sind absolut wichtig! Wie viele sind schon mit der buntesten Idee untergegangen, weil sie nicht wirtschaften konnten.

30 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x dienstags von 9.00-16.00 Uhr

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Fördermittel – für Existenzgründer und kleine bis mittlere Unternehmen – können helfen, die erste und schwierigste Phase der Gründung besser zu überstehen.  Hier gibt’s viele Informationen und praktische Tipps.

31 €, 6 Unterrichtsstunden, 1 x samstags von 09.00-16.00 Uhr

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Der Kurs ‚Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre‘ gibt einen umfassenden Einblick in viele betriebswirtschaftliche Themen, so z.B. aus dem Arbeitsrecht, der Finanzierung, der Steuer, der Kalkulation und des Marketings.

155 €, 36 Unterrichtsstunden, 12 x montags von 18.00-21.15 Uhr

Ja, ich kann jedem Existenzgründer nur raten, hier einen Kurs zu buchen! Volkshochschulkurse gibt es ja in jedem Bezirk von Berlin, aber das Angebot in Treptow-Köpenick hat mich überzeugt:

Telefon: 90297-4055 (Mo – Do 17 – 19 Uhr, Di + Do 10 – 12 Uhr) E-Mail-Kontakt: anmeldung@vhstk.de www.vhs-treptow-koepenick.de

Ihr Karl Wachenfeld – KlarOs GmbH

10 Jahre KlarOs – eine Erfolgsgeschichte der Glasreinigung

2006      Gründung von KlarOs Dienstleistungs-GmbH.           

KlarOs bietet speziell die Reinigung von feststehenden Glaselementen (Treppenhäusern, Glasfassaden) mit der Stangenreinigung an.

2007     Das Leistungsspektrum im Bereich der Glasreinigung wird um die 
             klassische Glasreinigung erweitert

2010     Unterhaltsreinigungsaufträge werden abgegeben, um sich ganz auf die 
             Spezialisierung im Bereich der Glasreinigung zu konzentrieren. Gleichzeitig     
             wird das Leistungsspektrum auf alle Bereiche der Glasreinigung (Hebebühne,
             Klettern, Befahranlage, Leiter, usw.) erweitert

2011     Erste Aufträge in der Aufzugreinigung werden durchgeführt. Zunächst nur Glas
             innen, dann auch außen, bald auch die komplette Aufzugreinigung innen.

2012     Die Zusammenarbeit mit den Aufzugfirmen intensiviert sich

2013     Der Umsatz knackt die Viertelmillionen-Jahresmarke (netto). Der Anteil an 
             Empfehlungen nimmt zu.

2014     Die Teams, der Fuhr-, der Geräte- und Maschinenpark sind komplett

2015     Die Glasreinigung spezialisiert sich auf kleinere, kompliziertere Aufträge. Der
             Kundenkreis kommt aus dem Bereich der Hausverwaltung, der Aufzugfirmen,
             der Privatkunden, Medizin.  

2016     KlarOs zeigt sich im 10. Jahr des Bestehens als stabiles, leistungsstarkes              Glasreinigungsunternehmen am Berliner und Brandenburger Markt. 

 

Die Geschichte der Glasreinigung – Teil 3

Glasreinigungsentwicklung nach dem 2. Weltkrieg

 In den 60er Jahren, die Wirtschaft hatte sich stabilisiert und man sprach sogar von dem Wirtschaftswunderjahren, entstand ein neuer Typ von Glas- und Gebäudereinigungsunternehmen am Markt, die sich bald nicht mehr auf die Leistung der  Glas- und Gebäudereinigung beschränkten, sondern durch Ihre Kenntnisse in der Personalführung schnell weitere personalintensive Branchen, so den Catering- und den Sicherheitsbereich, in Ihr Unternehmen integrierten und sich zu den großen Facility Managementunternehmen, die überregional und oft auch weltweit agieren, entwickelten. Da es sich hier um eine Rundumversorgung der Kunden handelt ist die Glasreinigung integriert, macht aber für diese Unternehmen nur einen kleinen, eher zu vernachlässigenden Umsatz aus.

Die Situation heute

Somit finden wir heute die neuen großen Facility-Management-Unternehmen, die klassischen Gebäudereinigungsunternehmen (unterschiedlicher Größe), die kleine Dienstleister mit dem breiten Reinigungs- und Hausmeisterpaket, wenige Glasreinigungsunternehmen (meist als Subunternehmer für die großen tätig) und die Ein-Mann-Glaseinigungsbetriebe parallel am Markt.

Da heute wenige große Unternehmen unserer Branche einen Großteil der Arbeitskräfte beschäftigt sind die regionalen Innungsbetriebe an deren Mitgliedschaft besonders interessiert. So kommt es, dass die Gebäudereinigerinnung nur einen Teil der Glas- und Gebäudereinigerbranche repräsentiert und eher die Interessen der Großen am Markt vertritt. Der kleine Glasreinigungsbetrieb findet sich da auf jeden Fall nicht wieder und natürlich auch nicht repräsentiert.

Glasreiniger finden sich somit in den großen Facility-Unternehmen, in den Gebäudereinigungsunternehmen und den Glasreinigungsunternehmen und als selbständige Glasreiniger. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Konkurrenzkampf der Großen immer heftiger wird und der wirtschaftliche Druck auf die mittelgroßen Unternehmen sich verstärkt.

Mein Tipp für die kleineren Glasreinigungsunternehmen am Markt

Für die kleinen Reinigungsunternehmen heißt das aus meiner Sicht, die eigene Strategie für die zukünftige Entwicklung genau zu definieren.  Eine Möglichkeit sehe ich in der Spezialisierung auf eine – oder zumindest auf wenige – Leistungen. Insofern hat der Glasreiniger eine gute Chance am Markt, muss dabei aber aufpassen, dass er sich als Subunternehmer nicht zum Spielball der Großen macht. Ein eigener Vertrieb/Verkauf kann dabei sehr hilfreich sein.

Karl Wachenfeld – KlarOs
info@klaros-gmbh.de

 

 

Bescheidenheit führt zum Erfolg – auch in der Glasreinigung

Bescheidenheit

  • Das Geld von dem großen Auftrag ist schon auf dem Konto
  • Es ist September und der Kontostand macht Freude
  • Das Auto läuft zwar noch, aber ein größeres neues wäre sehr schön
  • Die Unterstützung durch das Arbeitsamt hält den Existenzgründer in den schwarzen Zahlen

Da können wir doch endlich mal kräftig zugreifen:

  • Der Urlaub in die Karibik stand schon lange an
  • Die neuen Maschinen brauchten wir schon lange
  • Der neue Wagen stärkt mein Image am Markt und in der Branche
  • Die Leasingraten/die Zinsen sind so niedrig

ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG

Seien Sie bescheiden und bleiben Sie auf dem Boden. Das Spiegelbild verzerrt schnell die reale Situation!

  • Das Finanzamt stellt unerbittlich seine Forderungen
  • Die Krankenkassen erwarten Ihre Überweisungen pünktlich
  • Die Außenstände kommen nicht rein
  • Die Kündigung des Großkunden/größten Kunden muss nicht, kann aber ins Haus flattern
  • Im Winter ist der Umsatz deutlich geringer, die laufenden Kosten aber nach wie vor da
  • Unvorhergesehenes kann immer kommen – Kündigung des langjährigen Mitarbeiters, Arbeitsunfälle, Schadensfälle, Autounfälle, und, und…

Erfolg heißt nicht, knickerig zu sein! Es muss regelmäßig in neue Geräte, Maschinen, die Weiterbildung, den Fuhrpark investiert werden, und sicher müssen Sie sich auch erholen und mal ein paar Tage komplett abschalten können.

Aber verschließen Sie nicht die Augen vor der Realität – und die heißt für Glasreiniger ‚Finanzamt‘, ‚Winterzeit‘, ‚Unvorhergesehenes‘, ‚zu hohe regelmäßige Kosten (Miete, Leasing, u.ä.)‘…. – bleiben Sie bescheiden!

Seien Sie die Katze, die auf allen Vieren sicher steht und den Stürmen trotzt –
und nicht das Spiegelbild auf dem Rücken, dreimal so groß, aber nur so lange, wie das Wasser noch nicht weggetrocknet ist!

Ihr Karl Wachenfeld – info@klaros-gmbh.de

 

 

 

 

 

Glasreinigung im Winter? Nicht möglich!

Im Winter geht nun mal die Temperatur runter. Und wenn es unter Null Grad geht, gefriert das Wasser. Das weiß jeder. Und das wird wohl – zusammen mit der Tatsache, dass der Winter ja auch die dunkele Jahreszeit genannt wird – der Grund sein, dass die Beauftragung in der Glasreinigung in dieser Zeit drastisch sinkt.

So werden die Glasreiniger meist Ende des Jahres gekündigt – und das ist in der Glasreinigung gesetzlich möglich – und im März, wenn es wieder wärmer wird, wieder neu eingestellt.

Doch der Winter ist ja nicht immer nur frostig und liefert nicht nur dicke Schneedecken. Denken wir doch an diesen letzten Dezember, der uns manchmal eher an eine sonnige Herbstzeit erinnert hat. So gibt es auch in der Winterzeit immer wieder Perioden oder auch einzelne Tage, wo Einzel- oder Spezialaufträge problemlos durchgeführt werden könnten.

Doch die Betonung liegt auf KÖNNTEN! Leider lassen die Gesetze uns hier wenig Spielraum und Flexibilität: Kündigen wir die Mitarbeiter, so können Sie aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich nur 160 € im Monat zu Ihrem Arbeitslosengeld hinzuverdienen, was uns bei monatlich 12 Stunden 20 Minuten pro Mitarbeiter nicht wirklich einen Handlungsspielraum eröffnet.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass unsere Mitarbeiter vom Jobcenter in einen neuen Job gedrängt werden und uns dann im März nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit stärkt man die sowieso schon hohe Rotation in der Branche und fördert das Vagabundentum.

Da wir an einer Personalkontinuität interessiert sind würde ich mir wünschen, dass die Verträge bestehen bleiben, die anfallenden Aufträge von den Unternehmen mit dem Tariflohn bezahlt und die fehlenden Stunden mit dem reduzierten Lohn durch die Arbeitsagentur aufgefüllt werden. Ein Missbrauch ist aus meiner Sicht ausgeschlossen, da die Mitarbeiter ja für Ihren Einsatz voll bezahlt werden wollen.

Schließlich geht es nur um die Wintermonate von Dezember bis März und oft sind es maximal zwei Monate, in denen das Arbeitsamt Unterstützung leisten müsste.

Alternativ könnte natürlich die Schlechtwetterregelung – aktuell nur gültig für das Bauhauptgewerbe – für uns Glasreiniger zum Tragen kommen. Haben wir doch im Winter die gleichen Bedingungen wie diese Branche!

Ich gehe nicht davon aus, dass sich da was tut – die Mühlen der Bürokratie sind verdammt langsam und unflexibel!

Karl Wachenfeld – KlarOs