Aufzugreinigung für die BVG* – Ein Sponsoringangebot von KlarOs

*Die BVG sind die Berliner Verkehrsbetriebe – U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tram.

Jeder von uns kennt es: Man sieht immer das, wofür man sich interessiert – egal ob im privaten oder im beruflichen Bereich. Da wir von KlarOs ja die Glasreinigung / Fensterreinigung und die Aufzugreinigung /Fahrstuhlreinigung machen liegt es nach, dass mir jeder Aufzug, egal ob er als Glasaufzug gerade an das Alt-Berliner Haus angebaut wird oder wir im Personenaufzug im Bürogebäude in den 6. Stock fahren, in Auge fallt und ich ihn genau betrachte.

Ein besonderer Hingucker ist der Personenaufzug der BVG der U-Bahnstation Kaiserin-Augusta-Straße, der direkt auf dem Mittelstreifen des Tempelhofer Damm steht. Es ist ein Glasaufzug mit zwei Haltestellen, eine unten in der U-.Bahnstation und eine – die wie ein kleines verglastes Häuschen aussieht – oben auf Straßenniveau. Die Straße ist stark befahren und so ist der Aufzug insbesondere von außen sehr schnell verschmutzt.

Da dieser Aufzug schon lange – ich vermute Jahre – nicht gereinigt wurde habe ich der BVG in einer Email angeboten den Aufzug komplett regelmäßig kostenlos zu reinigen, wenn sie uns an dem Aufzughäuschen eine kleine Werbefläche zur Verfügung stellen, auf der wir auf unser Sponsoring und unsere Leistungen hinweisen können.

Was denken Sie, welche Reaktion es von Seiten der BVG gab? KEINE. Also bleibt der BVG-Aufzug so schmutzig wie er ist und fordert den Betrachter dazu auf mit dem Finger die entsprechenden Kommentare in die schmutzige Glasfläche zu schreiben.

Schade, dass Initiativen und neue Ideen oft so wenig diskutiert und angenommen werden! OK, machen wir so weiter wie immer und arbeiten eine Akte nach der anderen ab. Es gibt genug zu tun…

Karl Wachenfeld – KlarOs Aufzugreinigung

Berliner Fensterreiniger reinigt Fenster im Land Brandenburg

Über eine Berliner Hausverwaltung bekamen wir in Werder/Havel einen Auftrag für die Glasreinigung von verglasten Treppenhäusern. Der Auftrag war nicht leicht durchzuführen, da auch die verglasten Dächer auf ca. 9 Meter Höhe zu reinigen waren und es viele feststehende Glaselemente gab.

Warum haben wir Berliner Glasreinigungsunternehmen eigentlich den Auftrag in Brandenburg bekommen? Weiß doch jeder in der Branche, dass die Glasreinigerlöhne im Land Brandenburg um über 20% niedriger sind und dementsprechend die Angebote der Ortseinsässigen normalerweise deutlich günstiger sein können? Ich glaube, dass das Objekt für den normalen Glasreiniger zu kompliziert war und unsere speziellen Techniken die Lohnkosten verringert haben. Über 20 %, das ist viel, das schafft man allerdings nicht oft! 

Entsprechend war die Reaktion vor Ort:

Wir fuhren mit unsrem KlarOs-Autos in die Wohnsiedlung und packten aus, da kam ein Mann mit einem Wischgestell unter dem Arm – also irgendwo ein Kollege – auf uns zu und sagte: „So, so, Ihr kommt aus Berlin – und reinigt hier unsere Fenster….?!“  Und damit drückte er ohne weitere Worte aus, dass ihm das nicht gefiel. Meine prompte Antwort war deshalb: „Ja, ja, der Weg von Berlin nach Werder ist ja genauso weit wie der Weg von Werder nach Berlin!“  Ob er ver-standen hat, was ich damit sagten wollte? Ich bin mir nicht sicher:

Müssen wir als Berliner nicht oft genug zähneknirschend akzeptieren, dass der Lohnvorteil von den Brandenburgern genutzt wird, obwohl sie eigentlich in Berlin 11.33 € bezahlen müssten? Aber da halten sich sicher nur wenige Glasreinigungsunternehmen dran. Der Weg zur Arbeit nach Berlin ist normal, der Weg des Glasreinigers von Berlin nach Werder jedoch nicht.

Der Tarifunterschied zwischen Ost und West ist eine große Ungerechtigkeit. Leider halten auch die Innungsmitglieder in Brandenburg – das musste ich schon vor Jahren persönlich erfahren – aus besagten wirtschaftlichen Gründen sehr gern daran fest.

Karl Wachenfeld – ich arbeitete mehrere Jahre in Potsdam und Bielefeld, die meiste Zeit aber in Berlin.

Hertha – Union: Was hat das mit der Fensterreinigung zu tun?

Bei uns in der Firma gibt es einen Hertha- und einen Unionfan:

Winnie* ist bei jedem Herthaspiel, egal ob in Berlin oder auswärts, dabei. Natürlich strapaziert das die Nerven des Chef: Schon Wochen im Voraus wird Urlaub für den Fußballmontag gebucht. Das muss man einplanen. Bei kälterem Wetter wird dann auch gern der Hertha-Schal getragen und die Hertha-Anstecknadel ist auch immer dabei, wenn das Glas gereinigt wird.

Chris* wohnt nicht nur in Köpenick – und den Bezirk verlässt er nur, wenn er wo anders auf der Leiter steht –, er ist auch treuer Unionfan. Es ist schon faszinierend, wenn er von seinem Verein spricht, früher Feierabend machen muss, weil man sich schon um 12.30 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen trifft, obwohl das Spiel erst abends losgeht. Als er bei uns anfing, wollte er immer seinen eigenen Glas-reinigungseimer nutzen, doch der hatte mir einfach zu viele Union-Abziehbilder…
Am schönsten sind allerdings seine Waden: Auf beiden Seiten hat er bunte Union-Tattoos, ein besonderer Anblick für jeden Betrachter im Sommer.

Gestern wurde das Derby gespielt. Hertha – Union: 0:1, 0:2, 1:2; 2:2. Ein gutes Ergebnis für den Berliner Fußball und für unser Unternehmen!

Aber auch, wenn es anders ausgegangen wäre: Es täte der Arbeit keinen Abbruch, nein, am nächsten Tag arbeiten die beiden wieder zusammen, der eine dann obenauf, der andere noch leidend. Die Zuversicht wird keiner von beiden verlieren, schließlich sind sie ja echte Fans. Ja, dieses Miteinander gehört in unseren Betrieb – aber auch in dieser Stadt einfach dazu.

*Vornamen verändert.

 

Selbständig machen in der Glasreinigung – aber warum gerade in der Glasreinigung?

Gibt es nicht in Berlin mindestens 2.000 Glas- und Gebäudereinigungsunternehmen, nicht eingerechnet die 1-Mann-Betriebe mit der Leiter über die Schulter? Ist doch sehr umkämpft und leidet unter einem starken Preisverfall. Und da selbst noch mitmischen und einen Teil des Kuchens abschöpfen? Nicht leicht!

Im Gegensatz zu den meisten Glas- und Gebäudereinigern, die sich selbständig machen, wollte ich mich von vornherein auf die Glasreinigung konzentrieren, den ich war – und bin – von der Glasreinigung, durchgeführt mit den Teleskopstangen und dem entionisierten Wasser – absolut überzeugt. Diese Idee war meine Antriebskraft und mein erster Schritt, Kunden zu gewinnen.

So habe ich Bilder von größeren Glasfassaden gemacht, den Hauseigentürmer / Geschäftsführer / Hausverwalter / Geschäftsinhaber herausgesucht und in einer einseitigen Email das Angebot unterbreitet, „Ihre Glasfassade mit meinem Stangensystem für 100 €/netto beidseitig zu reinigen“. Diese direkte und persönliche Ansprache ist angekommen und so hatte ich den Fuß in der Tür und so blieb es im Normalfall nicht bei der Eingangsfassade.

Selbständig machen in der Glasreinigung – mein Weg in die Selbständigkeit

Warum geht man aus einem sicheren Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit? Bei mir waren es zum einen persönliche Gründe – meine Familie war 400 km von meinem Arbeitsplatz entfernt, zum anderen war es schon immer mein Ding, eigene, manchmal auch unkonventionelle Wege zu gehen. Und da stößt man ja bei großen Unternehmen eher auf Unverständnis und wird als unbequemer Geist abgeschrieben.

Die erste große Hürde war das nötige Startkapital zu bekommen: Banken wollen Sicherheiten und da reicht einfach nicht die Branchenerfahrung von 25 Jahren aus… Die wollen viel vollgeschriebenes Papier sehen, was ihnen das Kopfnicken leichter macht. Es war mir einfach zu blöd einem 25-jährigen Banker die Gebäudereinigung zu erklären – und so habe ich einen anderen Weg gesucht und gefunden.

Selbstkritisch muss ich allerdings im Nachhinein anmerken, dass es Sinn macht sich genau über mögliche Risiken Gedanken zu machen. Wird das Produkt/die Dienstleistung wirklich vom Kunden so angenommen, wie ich es denke? Habe ich das schon konkret getestet – und bitte nicht nur einmal und dann beim Bekannten?! Wenn ich da ein bisschen weniger euphorisch an die Sache gegangen wäre, hätten wir in der Startphase doch deutlich an Geld gespart.

Aber da bin ich durch und so braucht man sich darüber jetzt keine großen Gedanken mehr zu machen.

Das Startkapital ist begrenzt, begrenzter als man denkt – und schon nach kurzer Zeit muss das Unternehmen laufen, sonst macht man im zweiten Jahr zu.